Türme der Macht: Wer von Eurosystem wirklich profitiert

Screenshot transparency.org.

Ich glaube aufrichtig, wie Sie, dass Bankanstalten gefährlicher sind als stehende Armeen; und dass das Prinzip, unter dem Namen Finanzierung, Geld auf Kosten der Nachwelt auszugeben, großmaßstäblicher Betrug an der Zukunft ist.” so einst Thomas Jefferson. Tatsächlich haben Manager von Banken bei der Euro-Einführung den Politikern enorm unter die Arme gegriffen. Mario Draghi `s Unterschrift als EZB-Präsident ziert beispielsweise die Banknoten und zuvor arbeitet er bei der einflussreichen Großbank Goldman Sachs.

>>Bernd Senf<<

“In Deutschland hatten wir ihn in diesem Jahrhundert schon zweimal, und jedesmal verbunden mit sozialen Katastrophen: Im Gefolge des Ersten Weltkriegs die Inflation von 1923, und nach dem Zweiten Weltkrieg der Zusammenbruch der Währung 1948. Beide Male hatte die Währung den an sie gestellten Anspruch – nämlich zu währen, d. h. ihre Kaufkraft zu bewahren – eingebüßt. Auf dem Höhepunkt der Inflation 1923 konnte man für 1 Billion Mark gerade mal noch ein Brot kaufen, in so astronomische Höhen waren die Preise gestiegen. Bis im November 1923 eine Währungsreform stattfand und die alte Währung im Verhältnis 1 Billion : 1 in die neue »Rentenmark« umgerechnet und umgewechselt wurde. Von dieser Umrechnung waren alle Geldgrößen betroffen, Geldvermögen ebenso wie Schulden, auch Staatsschulden, die der Staat u. a. zur Finanzierung des Ersten Weltkriegs aufgenommen hatte. Durch die große Inflation und anschließende Währungsreform hat sich demnach der Staat auf “elegante” Art, aber mit dramatischen Folgen, seiner gigantischen Staatsschulden entledigt, im wahren Sinne des Wortes »für’n Appel und ‘n Ei« – denn mehr waren die Staatsschulden und ihre Rückzahlung nicht mehr wert. Die Inflation hatte die Forderungen derjenigen, die dem Staat freiwillig oder per Zwangsanleihe Geld geliehen hatten, aufgefressen. Die Leidtragenden waren die Inhalber von Sparguthaben, von Lebensversicherungen und anderen Geldvermögen, deren Kaufkraft praktisch auf Null zusammengeschrumpft waren; und die Gewinner waren die Schuldner und die Eigentümer von Realvermögen (Boden, Mietshäuser, Fabriken oder andere Wertgegenstände), die all dies unbeschadet über die Inflation hinüberretten konnten.”

 

>> Europa spart sich kaputt: Warum die Krisenpolitik gescheitert ist und der Euro einen Neustart braucht von Joseph Stiglitz (Buch) <<

“Die fatale Entscheidung im Jahr 1992, eine einheitliche Währung einzuführen, ohne zugleich Institutionen vorzusehen, die dafür Sorge getragen hätten, dass diese Währung auch langfristig funktioniert. Eine sachgerechte Währungsordnung kann Wohlstand nicht garantieren, aber eine mangelhafte Währungsordnung kann Rezessionen und Depressionen Vorschub leisten. Und zu den Währungssystemen, die seit Langem mit Rezessionen und Depressionen in Verbindung gebracht werden, gehören Wechselkursbindungen, bei denen der Wert der Währung eines Landes dauerhaft in einem bestimmten Verhältnis zum Wert einer fremdländischen Währung oder einer Ware festgeschrieben wird. Die Depression in den Vereinigten Staaten am Ende des 19. Jahrhunderts hing mit dem Goldstandard zusammen; dabei band jedes Land den Wert seiner Währung an Gold und damit indirekt an die Währungen aller anderen: Da keine nennenswerten neuen Goldfunde gemacht wurden, führte die Goldknappheit dazu, dass die Preise gewöhnlicher Güter im Verhältnis zu Gold sanken – wir nennen dieses Phänomen heute Deflation. Tatsächlich wurde Geld wertvoller. Und dies führte zur Verarmung amerikanischer Farmer, für die es immer schwieriger wurde, ihre Schulden zurückzuzahlen. Der US-Präsidentschaftswahlkampf von 1896 stand ganz im Zeichen eines heftigen Streits darüber, ob Amerika »die Menschheit an ein Kreuz aus Gold schlagen« wolle, wie es William Jennings Bryan ausdrückte, der Kandidat der Demokraten. Der Goldstandard soll nach verbreiteter Ansicht überdies die Große Depression – die Weltwirtschaftskrise in den Dreißigerjahren des letzten Jahrhunderts – vertieft und verlängert haben. Denn jene Länder, die den Goldstandard frühzeitig aufgaben, erholten sich schneller.”

 

>>Bescheidener Vorschlag zur Lösung der Eurokrise von Yanis Varoufakis (Buch) <<

“Auf der Grundlage der bestehenden Institutionen und politischen Strategien kann der Euro keinen Bestand haben.”

 

>>Statista<<

“Die Statistik zeigt die Staatsverschuldung von Deutschland gemäß Maastricht-Vertrag in den Jahren von 1991 bis 2016. Im Jahr 2016 beliefen sich die Schulden von Deutschland auf ungefähr 2,14 Billionen Euro. Im Vertrag von Maastricht aus dem Jahr 1992 wurde beschlossen, dass die Gesamtverschuldung maximal 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und die Neuverschuldung maximal 3 Prozent des BIP betragen darf.”

Als Ziel wurde das Jahr 2020 verkündet, um den Vertrag von Maastricht einzuhalten: Demzufolge dürfte rein rechtlich gesehen, die Bundesrepublik Deutschland kein Mitglied der Eurozone sein. Auch der Kauf von Staatsanleihen läuft geltendes Recht zuwider. Es sind zahlreiche Gründe vorhanden entweder aus der Währung Euro komplett auszusteigen oder sie sie in Gänze abzuwickeln.

 

Share on LinkedInShare on XingShare on TumblrPrint this pageEmail this to someonePin on PinterestShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on VK

Andere interessante Beiträge

Loading...
Scroll Up