Unter Spannung: Brandgefahr bei Elektrofahrzeugen

Screenshot berliner-zeitung.de

Die Politik versucht derzeit Elektrofahrzeuge der breiten Bevölkerung durch Steuervorteilen, kostenlosen Tanken und ähnlichen Vergünstigungen schmackhaft zu machen. Jedoch selbst als Dienstwaagen wollen die hohen Herren und Damen aus den politischen Betrieb diese Fahrzeuge nicht fahren. Grund: Zu geringe Reichweite und Schwierigkeiten beim Auffinden von Ladestationen. Nichtsdestoweniger lauern noch ganz andere Risiken beim fahren mit Strom.

>>Welt<<

“Die Elektro-Limousine hatte den Angaben des Unternehmens zufolge vor dem Brand ein Metallteil überfahren, das ein großes Loch in den Unterboden riss. Die genauen Umstände des Feuers werden derzeit noch untersucht. Eine Möglichkeit ist, dass in der Folge des Unfalls ein Kurzschluss einen Schmorbrand in einem Batteriepack ausgelöst hat, sagen die ADAC-Experten. „Kurzschlüsse können aber immer passieren, wenn eine energieführende Leitung beschädigt wird“, so ADAC-Mann Christian Buric.”

 

>>Golem.de<<

“Eine 27jährige Fahrerin eines Tesla Model S und ihr 44 Jahre alter Beifahrer kamen bei einem schweren Verkehrsunfall in Indianapolis ums Leben. Das Fahrzeug kam nach Augenzeugenberichten mit hoher Geschwindigkeit von der Straße ab und prallte zum Schluss gegen einen Baum. Der Unfall war so heftig, dass Fahrzeugteile weggeschleudert wurden und die Räder abbrachen. Das Fahrzeug ging danach in Flammen auf. Dabei soll es auch zu einer Explosion gekommen sein.”

Elektrofahrzeuge sind auch bei herkömmlichen Unfällen schwieriger zu handhaben als konventionelle Verbrennerfahrzeuge. Bevor irgendwelchen Rettungsmaßnahmen überhaupt ergriffen werden können, muss als erstes die gefährliche Batterie unschädlich gemacht und zugleich erhöhte Sicherheitsvorkehrungen für die Einsatzkräfte ergriffen werden.

>>Lippische Landes-Zeitung<<

“Bei Verbrennerfahrzeugen befindet sich die Batterie meist im Motorraum – bei Elektroautos oft im Unterboden, der für Feuerwehrleute schwer zugänglich ist. Die Abschaltvorrichtung ist in der Regel unter dem Fahrersitz. Bis das Auto völlig stromlos ist, dauert es 90 Sekunden, die Leitungen können jedoch bis zu fünf Minuten lang weiter Strom führen. Gefährlich ist außerdem die Batterie selbst. Diese besteht aus Kaliumhydroxid und Natriumhydroxid, stark alkalischen Laugen, die dem menschlichen Gewebe schaden. Bei auslaufendem Elektrolyt müssten Feuerwehrleute laut Schulungsunterlagen einen speziellen Chemikalienschutzanzug tragen. Richtig gefährlich werden Elektroautos bei Feuer, erklärt Branddirektor Heißenberg. Gerät ein Akku in Brand, droht er aufzuplatzen. Bekannt ist ein Fall aus China: Bei einem Unfall mit einem Elektrotaxi im Mai 2012 explodierte der Wagen vom Typ E6 des chinesischen Autoherstellers BYD (Build Your Dreams). Eine solche Explosion könne auch durch einen Kurzschluss ausgelöst werden, der wiederum die Batterie erhitzt und diese explodieren lässt, so die Erklärung des chinesischen Ingenieurs Lo Kok-Keung von der Polytechnischen Universität Hongkong.

Alkalischen Laugen sind grundsätzlich immer explosions- und feuergefährlich, unabhängig ob sie sich in einer Batterie befinden.

 

 

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