Verschlusssache: Die Gefährlichkeit von selbstfahrenden Autos

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Wie gefährlich sind selbstfahrenden Autos? Eine nicht ganz einfach zu beantwortende Frage. Die Software, die Sensoren und vieles weitere sind geheim. Kommt es zum Unfall, treten Unmengen an juristischen Fragen auf und der Bürger zieht dabei fast immer den Kürzeren. Die Hersteller solcher Fahrzeuge, wollen sich offensichtlich nur ungern in die Karten schauen lassen und auf der Strecke bleibt die Sicherheit im Straßenverkehr.

>>Spiegel<<

„Nachdem in Arizona eine Fußgängerin von einem autonomen Auto des US-Fahrdienstleisters Uber erfasst und getötet wurde, veröffentlichte die Polizei von Tempe nun die Videos des Unfallhergangs. Die Kameras haben dabei sowohl das Geschehen auf der Straße, als auch im Inneren des Autos aufgezeichnet. Zum Zeitpunkt des Unfalls war das Fahrzeug nach Angaben der Polizei mit einer Geschwindigkeit von 64 Kilometern pro Stunde unterwegs. Die Außenaufnahmen der Kamera auf dem Armaturenbrett zeigen, wie das Auto eine schlecht ausgeleuchtete Straße entlangfährt. Im Scheinwerferlicht des Fahrzeugs taucht unvermittelt von links eine Fußgängerin auf, die ihr Fahrrad über die Straße schiebt. Die 49-jährige war aus einem unbeleuchteten Bereich auf die Fahrbahn getreten. Zuerst sind nur die Füße der Passantin zu sehen, die Sekunden später vom Fahrzeug erfasst wird.“

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 >>Staatsfunk „Deutschlandradio“ <<

„Allein in Deutschland sterben pro Jahr über 3000 Menschen bei Verkehrsunfällen: Fast alle, weil Autofahrer Fehler gemacht, mit dem Smartphone telefoniert haben oder zu schnell waren. Es werde deshalb Zeit, Menschen mittelfristig durch selbstfahrende Autos zu ersetzen, kommentiert Stefan Römermann. Die Fragen, die der tödliche Unfall in Arizona aufwirft, sprengen die Regeln der Logik: Oder macht es wirklich einen Unterschied, ob ein Mensch von einem unachtsamen Autofahrer überfahren wird – oder von einer Maschine? Ist ein Unfalltod schlimmer, wenn eine Software die falsche Entscheidung getroffen hat? Offenbar schon – auch wenn es sich rational kaum erklären lässt.“

Selbstverständlich lässt es sich rational erklären! Im Gegensatz zum belehrenden Ton eines Staatsfunks, sind dafür sehr wohl logische Erklärungen vorhanden. Die meisten von den ungefähr 3.000 Verkehrstoten befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls außerhalb eines Fahrzeugs: Sprich, Fußgänger und Radfahrer. Auch ist die Unfallrate von autonomen Fahrzeugen signifikant höher, was schon seit längerer Zeit bemängelt wird. Gleichzeitig werden – echte – sichere Fahrzeuge steuerlich benachteiligt. Demzufolge fügt sich der tödliche Uber-Unfall wunderbar in die vorhandene Statistik ein. Jedoch die Stärken von Stefan Römermann liegen gänzlich woanders: Er hat an der Universität Leipzig Theaterwissenschaft und Anglistik studiert und seine Schwerpunkte sind demnach – nach Logik des Staatsfunks – Computer, Medien und Technik. Wie ein Studium der Theaterwissenschaft für die Themen Computer und Technik qualifizieren sollen, können nur Rundfunkfunktionäre erklären. Die Fachkompetenz beim Staatsfunk lässt also zu wünschen übrig. Der Uber-Unfall: Es gibt jenseits des Videos mit den Unfall auch eine – neutrale andere – Aufnahme der selben Gegend in Dunkelheit – aber ohne Verkehrsunfall. Für die Diskrepanz der beiden Bilder sind nur zwei Erklärungen möglich: Entweder sind die verbauten Kameras in den selbstfahrenden Autos sehr schlecht, beziehungsweise falsch eingestellt oder beim Videomaterial wurde nachträglich der Kontrast verändert. Vieles spricht für die letztere Möglichkeit: Der Lichtkegel der Straßenlaternen wirkt sehr unnatürlich und sie leuchten die darunter führende Straße kaum aus. Besonders deutlich wird die Diskrepanz mit den Vergleichsmaterial, wo die selbe Straße hell erleuchtet ist. Nebel und andere Witterungsverhältnisse können ausgeschlossen werden. Aufschlussreiche Daten zur Fahrzeugkamera und deren Einstellung sind unter Verschluss. Hinzu kommt das Uber-Fahrzeug fährt – ungebremst – auf die Person zu. Normalerweise könnte die Computersteuerung binnen Bruchteil einer Sekunde einen Bremsvorgang einleiten. Demnach sind Schwachpunkte bei der Software vorhanden: Denn selbst normale Bremsassistenten in gewöhnlichen Fahrzeugen können heutzutage eine Notbremsung einleiten – auch wenn es den Opfer sicherlich nicht mehr geholfen hätte. Aber genau hier beginnen auch die Seltsamkeiten: Diese autonomen Fahrzeuge sind „wahre Datenstaubsauger“ . Ausgestattet mit unzähligen Sensoren, Radar und Kameras nehmen sie alles in der Umgebung auf. Wo sind die gesammelten Unfalldaten? Das Unfallfahrzeug selbst, ist beim Unfall weitestgehend intakt geblieben – daran kann es nicht liegen. Weder Hersteller, noch Behörden machen – bis auf das Video – die Fahrzeugdaten zugänglich. Das selbe trifft auf die Software zu. Ohne genaue Einzelheiten lässt sich naturgemäß der Unfall nicht rekonstruieren und ob Hersteller oder Behörden unbedingt die Wahrheit veröffentlichen, daran sind Zweifel angebracht. Die ganze Heimlichtuerei und das seltsame Unfallvideo sorgen mit Seichtheit für eines: Es schürt Unmengen an Misstrauen. Aber möglicherweise kann die Theaterwissenschaft – in Form von Stefan Römermann – hier Abhilfe leisten: „Die Fragen, die der tödliche Unfall in Arizona aufwirft, sprengen die Regeln der Logik

 

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