Viehdiebstahl in der Lausitz: “Ein durchaus ernsthaftes Problem”

Screenshot cromn.org

Die Zucht von Rindern ist ein mühsames Geschäft: Es vergehen Jahre bis eine Kuh ihr erstes Kalb zur Welt bringt und dementsprechend aufwendig ist der Aufbau einer Herde. Um so ärgerlich ist die Tatsache, dass die Lausitz seit vielen Jahren von Viehdieben heimgesucht wird, die es insbesondere auf kostbare Zuchttiere abgesehen haben.

>>Focus<<

“Unbekannte drangen nach Polizeiangaben am frühen Freitagmorgen in das Gebäude ein und nahmen 21 Kälber und 23 Jungrinder mit. Zudem stahlen die Täter Weidezäune und Folien. Der Eigentümer bezifferte den Schaden auf rund 35 000 Euro. Im benachbarten Brandenburg sind Fälle von Viehdiebstahl bereits länger ein Thema. „Wir stehen mit den Kollegen im Austausch und prüfen einen Zusammenhang“, erklärte ein Polizeisprecher.”

 

>>Lausitzer Rundschau<<

“Im Frühjahr hat die Diebstahlserie auf Lausitzer Bauernhöfen für ziemlichen Wirbel gesorgt. Das Landeskriminalamt (LKA) hatte daraufhin extra eien Soko „Koppel“ eingerichtet. Danach herrchte plötzlich Ruhe. Bis heute. In der Nacht zum Dienstag haben die Täter wieder zugeschlagen, diesmal in Schönwalde (Dahme-Spreewald). „Der Polizei wurde am Dienstagnachmittag ein Viehdiebstahl angezeigt, der offenbar in der voran gegangenen Nacht an der Waldower Straße verübt wurde“, berichtet Polizeisprecher Ralph Meier am Mittwoch. Der Agrargenossenschaft seien acht Jungkühe gestohlen worden, ein weiteres Tier sei bei dem Diebstahlversuch verendet. Dem Betrieb entstand so ein geschätzter Schaden von insgesamt 7500 Euro. Im Rahmen der ersten Spurensicherung waren am Abend Kriminaltechniker des Tatortdienstes im Einsatz. Die weiterführenden Ermittlungen hat die Soko „Koppel“ des LKA übernommen. … „Bei Viehdiebstahl handelt es sich zwar um einen zahlenmäßig kleinen Deliktbereich, aber hinsichtlich des entstehenden Schadens für die landwirtschaftlichen Betriebe um ein durchaus ernsthaftes Problem“, erklärte Wolfgang Brandt vom Innenministerium im Frühjahr gegenüber der RUNDSCHAU. „Zumal sich die Schadenshöhe allein in diesem Jahr bereits auf geschätzt mehr als 360 000 Euro beläuft.“

Die sogenannte Soko „Koppel“ brachte bisher keine nennenswerten Ergebnisse hervor, was wenig verwunderlich ist: Denn in der Regel verschwinden die mutmaßlichen Täter über die offene Grenze, womit die angestrengten Ermittlungen ins leere laufen. Die verursachten Schäden müssen die Landwirte in der Regel selbst tragen. Ein wirkliches Konzept um das Problem zu lösen, ist von Seiten der Behörden nicht mal in Ansätzen zu erkennen.

 

 

 

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