Warum das Autofahren teurer werden soll

Screenshot truckyeah.jalopnik.com

Das Autofahren wird seit Jahren immer teurer, sei es durch Treibstoff, KFZ-Steuer, TÜV, Versicherung oder durch die angedachte PKW-Maut. Allerdings gibt es darüber hinaus äußerst weit reichende Pläne.

>>Spiegel<<

“Die Bundesländer wollen nach SPIEGEL-Informationen ab 2030 keine Benzin- und Dieselautos mehr neu zulassen. Das geht aus einem Beschluss hervor, den der Bundesrat in seiner jüngsten Sitzung gefasst hat. Damit befürworten sowohl SPD- als auch unionsregierte Länder ein entsprechendes Verbot.”

 

>>Welt<<

“Nun soll in Brüssel geprüft werden, wie man Steuern und Abgaben so ausgestalten könnte, dass Pkw mit Verbrennungsmotor praktisch verschwinden, weil sie für die Halter zu teuer werden. Eine entsprechende Regelung ist nur EU-weit möglich, weil es dabei um die Typenzulassungen von Autos geht. Die regeln, welche Fahrzeuge am Straßenverkehr teilnehmen dürfen.”

Offensichtlich steht es nicht gut um dem klassischen Verbrennungsmotor für dem PKW. Es ist zwar höchst fraglich, ob es tatsächlich im Jahr 2030 keine Benzin- und Dieselautos mehr zugelassen werden sollen, allerdings steigende Steuern und Abgaben scheinen ein verhältnismäßig realistisches Szenarium zu sein. Denn diese Stellschrauben drehen sich kontinuierlich seit Jahrzehnten und zwar ausschließlich in eine Richtung – nach oben.

>>ExxonMobil<<

“Aus den beiden Kostenelementen Energiesteuer und Mehrwertsteuer ergeben sich Minimalpreise in Höhe von 77,89 Cent/Liter für Benzin und von 55,98 Cent/Liter für Diesel, die nicht unterschritten werden können. Diese Steuern müsste man auch dann entrichten, wenn man das Produkt verschenkte.”

Screenshot corporate exxonmobil.de

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Ein interessantes Detail ist: Das auf die Energiesteuer nochmals Umsatz- oder Mehrwehrsteuer berechnet werden. Also Bürger zahlen auf Steuern nochmals Steuern, aber genau genommen sind die Verhältnisse noch viel schlimmer. Aber gehen wir einem Schritt zurück – da der durchschnittliche Arbeitnehmer keinen Bruttolohn erhält, sondern ein durch Steuern und Sozialabgaben belasteten “Nettolohn” überwiesen bekommt und dieser ausgezahlte Betrag stellt in Wirklichkeit nur eine Zwischensumme und kein “Netto” da. Denn von diesem voll belasteten Einkommen müssen Menschen dem wiederum doppelt versteuerten Treibstoff kaufen. Viele Bürger verwenden einem ganzen Tageslohn: Um ein Produkt zu erwerben, welches in Wahrheit Steuer- und Abgabenfrei nur ein paar Euro an Wert besitzt und nicht selten nur gekauft wird – um überhaupt auf Arbeit zu kommen.

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

“Mehr Tote bei weniger Unfällen: 1.593 Menschen kamen im ersten Halbjahr 2015 bei Verkehrsunfällen auf deutschen Straßen ums Leben. Das war nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ein leichter Anstieg um 22 Personen oder 1,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.  … Die steigende Zahl der Verkehrstoten geht vor allem auf den Zuwachs an verunglückten Motorradfahrern zurück.”

Besondere Aufmerksamkeit sollte auf dem letzten Satz gerichtet werden: Denn im Jahr 2011 gab es noch 4.009 Verkehrstote, jedoch davon hat nicht mal die Hälfte nämlich 1.986 in einen geschossenem Fahrzeug gesessen. Weswegen es wenig verwunderlich ist: Das Motorrad-, Radfahrer und Fußgänger viel gefährdeter sind als Autofahrer. Aber selbst bei Autos können noch Abstufungen gemacht werden, denn je größer der PKW ist – desto sicherer ist man unterwegs.

>>CNN<<

“The all-aluminum Ford F-150 earned a Top Safety Pick award from the Insurance Institute for Highway Safety after receiving the best rating in a tough front crash test.”

Screenshot youtube.com

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Screenshot foxnews.com

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Jedoch genau an dieser Stelle beginnt das finanziellen Nachdenken: Große Autos kosten und je größer das Fahrzeug – desto höher der Treibstoffverbrauch, Steuern und Versicherung – was entsprechend zu exponentiell steigenden Ausgaben führt. Von der Logik her müssten die finanziellen Anreize genau anders herum sein: Denn je sicher die PKW`s wären desto weniger Tode, als auch weniger Verletzte im Straßenverkehr würde es geben. Womit gleichfalls weniger Folgekosten von Verdienstausfall, Krankenhausaufenthalt und medizinische Rehabilitation entstehen würden – da können leicht bei einem Einzelfall fünfstellige Summen zusammen kommen. Im Verhältnis gesehen sind die Mehrkosten eines sicheren PKW`s bei einem realistischen Vergleich allemal vernachlässigbar. Man mag es kaum glauben, aber die hohen politischen Funktionäre haben diesem Sachverhalt durchaus erkannt und schon Nägel mit Köpfen gemacht.

>>Berliner Morgenpost<<

“Bekannt ist allerdings, dass das Modell 530 PS unter der Haube hat und bei 210 Stundenkilometern in der Spitze aus Sicherheitsgründen gedeckelt ist. Der Boden ist mit einer Metallplatte gesichert, die Fenster sind splittersicher. … Zum Preis gibt es unterschiedliche Angaben. Die Einstiegsvariante der S-600-Serie liegt bei rund 160.000 Euro. In der gepanzerten Maybach-Spitzenversion kostet der Wagen mehr als eine halbe Million Euro. Die Version von Müller wird in der Mitte liegen. Die “Bild”-Zeitung hatte von 325.000 Euro Kosten berichtet. In der Senatsverwaltung wollte man das weder bestätigen noch dementieren.  Fest steht, dass der neue S 600 des Regierenden eines der sichersten Autos in Berlin sein dürfte. Denn das Fahrzeug erfüllt die Voraussetzungen der Schutzklasse VR9. Konkret heißt das, dass das Fahrzeug einem Beschuss aus einem Nato-Sturmgewehr mit Stahlhartkern-Munition standhalten müsste.”

Wohlgemerkt handelt es sich hierbei um keine Ausnahme, sondern um einem durchschnittlichen Regelfall. Die meisten Spitzenpolitiker sind in ganz ähnlichen Fahrzeugen unterwegs und nicht nur von der Marke Mercedes beziehungsweise Maybach. Denn in Wirklichkeit geht es um kein Totalverbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, sondern nur der durchschnittliche Bürger soll keine echten und vor allem sicheren Autos mehr fahren dürfen.

Screenshot autobild.de

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Screenshot blog caranddriver.com

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Screenshot larsondodge.com

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