Warum das christliche Erbe erhalten werden muss

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Die christliche Zivilisation ist untrennbar mit den aufgeklärten Abendland verbunden. Gemälde, Statuen, Literatur, Musik, Philosophie und sogar das Recht haben oftmals Wurzeln, die tief im Christentum verankert sind. Umso verwerflicher ist es, wenn dieses Erbe nun droht vollständig zu verschwinden.

>>idea<<

„Er habe sich sehr darüber geärgert, dass ein Richter während eines Prozesses gegen einen muslimischen Afghanen im Januar ein Kreuz aus dem Gerichtssaal in Miesbach entfernen ließ. Laut Söder ist das Kreuz kein Symbol der Ausgrenzung anderer oder „die Anstecknadel eines religiösen Vereins“. Vielmehr handele es sich um ein Symbol der Nächstenliebe und des Respekts für den Einzelnen. „Es reicht nicht, dass man Kreuze nur nicht mehr abhängt, sondern ich möchte, dass wir uns mehr bekennen zu den Symbolen, die uns ausmachen“, so der 51-Jährige. Die Gesellschaft in Bayern sei christlich-abendländisch geprägt. Die Verfassung begründe sich auf der Menschenwürde, die wiederum der Grundgedanke der christlichen Lehre sei. Daher müsse sich jeder, der in Deutschland leben wolle, „unseren Werten, Sitten und Gebräuchen anpassen und nicht umgekehrt“. Söder weiter: „Wer glaubt, dass der Islam oder sogar die Scharia zu unserm Land gehört, da kann ich nur sagen: Diese haben kulturgeschichtlich nichts mit Bayern zu tun.“ Söder soll auf Horst Seehofer im Amt des bayerischen Ministerpräsidenten folgen. Damit wäre er nach Günther Beckstein (2007–2008) der zweite evangelische Politiker in diesem Amt seit 1945. Söder gehört der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern an und ist seit 2014 berufenes Mitglied der Landessynode.“

 

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

„Die Säle im imperialen Prachtbau, der seinerzeit vom Architekten Heinrich von Ferstel im Stil der italienischen Hochrenaissance geschaffen wurde, sind hoch und hell, sie bieten ideale Rahmenbedingungen für die Lehre. Gleichwohl hat das Rektorat wegen verschärfter Brandschutzbestimmungen und erhöhten Bürobedarfs entschieden, diese Hörsäle im zweiten Obergeschoss aufzugeben und baulich umzuwidmen. Vom kommenden Sommersemester an soll der Lehrbetrieb der katholischen Theologie daher im Tiefparterre der Universität wieder aufgenommen werden. Manche bedauern dies und sehen in dem Vorgang auch eine symbolische Degradierung.“

 

>>Wiener Zeitung<<

„In Wirklichkeit sieht die Sache freilich anders aus: „In vielen öffentlichen Räumen hingen Kreuze mit einer gewissen Selbstverständlichkeit – quasi gewohnheitsrechtlich immer schon“, so Richard Potz, Professor der Religions- und Kulturwissenschaften der juridischen Fakultät. Allerdings: Im Ständestaat mussten die Kreuze in Schulklassen dann verpflichtend hängen; unter dem Naziregime wurden sie verpflichtend abgehängt. Nach dem Dritten Reich begründete man ihre Wiederanbringung mit der Überwindung der Nazizeit. Zwar gibt es eine traditionelle Bindung der theologischen Fakultäten an das jeweilige Bekenntnis – allerdings keine rechtliche Grundlage für das Hängen der Kruzifixe. Als pragmatische Lösung schweben Potz statt monumentaler Kruzifixe schlichte Kreuze vor.“

Das Holzkreuz war integraler Bestandteil in der Architektur des Raums von der Fakultät in Wien. Durch die Entfernung wurde das historische Erbe aus der italienischen Hochrenaissance zerstört. Der berühmte Architekt Heinrich von Ferstel hatte sich bei der Gestaltung sicherlich viele Gedanken gemacht, die Wirkung des Ensemble auf diese Weise zu Geltung zu bringen. Bei der ganzen Betrachtung geht es dabei nur in Ansätzen um das Kreuz: Das Christentum ist – wie in der Fakultät von Wien – untrennbar mit der übrigen europäischen Zivilisation verbunden. Auch der bayrische Ministerpräsident spricht es richtigerweise an: „Die Verfassung begründe sich auf der Menschenwürde, die wiederum der Grundgedanke der christlichen Lehre sei.“ Große Teile des Rechts und der Juristerei leiten sich unmittelbar von der christlichen Theologie ab. Ebenso viele historische Gemälde haben einen christlichen Hintergrund.

 

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