Warum der Breitbandausbau nicht vorankommt

Screenshot business.mediacomcable.com

Immer weiter verlagert sich das Leben ins Internet und die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes ist immer stärker von einer guten Breitbandversorgung abhängig.

>>n-tv<<

“Ende 2025 soll die “gigabitfähige konvergente Infrastruktur in Deutschland” stehen. Das liest sich so, als habe Deutschland in Sachen Glasfaserausbau eine Vorreiterrolle inne. Doch die Realität sieht ganz anders aus. Laut einer gemeinsamen Studie der Bertelsmann Stiftung und des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) investieren aber fast alle OECD-Staaten mehr in den Ausbau ihrer Glasfasernetze als die Bundesrepublik. Sie bauten Datenautobahnen, während Deutschland immer noch auf der Kriechspur fahre, so das vernichtende Urteil der Studie. “Unambitionierte Ziele, eine fehlende gesamtstaatliche Strategie, unkoordinierte Förderprogramme und fehlender Mut, konsequent auf Glasfasertechnologien zu setzen”, seien die Hauptursachen für das Hinterherhinken Deutschlands. “Der aktuelle Stand der Glasfaser-Versorgung ist nicht gut, aber das eigentliche Drama ist, dass der Aufholprozess durch politische Weichenstellungen unzureichend unterstützt wird”, sagt Brigitte Mohn, Vorstand der Bertelsmann Stiftung.”

Der “fehlender Mut, konsequent auf Glasfasertechnologien zu setzen” rührt im wesentlich daraus: Die Telekom nach wie vor auf das sogenannte Vectoring setze, wobei hierfür zum Teil alte Kupferleitungen genutzt werden. Es ist allgemein bekannt, dass diese Technologie mittelfristig in eine Sackgasse führt.

>>Süddeutsche Zeitung<<

“Doch ausgerechnet Deutschland, die stärkste Wirtschaftsnation Europas, hinkt beim Ausbau von Glasfaserleitungen dramatisch hinterher. Im OECD-Vergleich liegt Deutschland auf Platz 28 von 32. Nur 6,6 Prozent der deutschen Haushalte haben Zugang zu Glasfaserleitungen, auf dem Land sind es gar nur 1,4 Prozent. In Estland dagegen sind es 73 Prozent, in Schweden 56. Ermittelt hat diese Daten das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.”

 

>>Lausitzer Rundschau<<

“Tatsächlich stellte das Markterkundungsverfahren für Döbern-Land 499 unterversorgte Haushalte fest: 50 in Döbern, 186 in Felixsee, 24 in Groß Schacksdorf-Simmersdorf, 39 in Jämlitz-Klein Düben, 106 in Neiße-Malxetal, neun in Tschernitz und 85 in Wiesengrund. Sie mit einem Breitbandanschluss von mindestens 50 Megabit zu versorgen, wird mit der Mischplanung mehr als 5,9 Millionen Euro kosten. Der Bund würde sich mit 70 Prozent, das Land mit 20 Prozent beteiligen. Zehn Prozent Eigenanteil könnten aus dem Topf für finanzschwache Kommunen fließen. Die Einwohner aus Jämlitz – Klein Düben warten sehr aufs Internet, hatten sogar überlegt, als Gemeinde Fördermittel zu beantragen oder sie vor Gericht zu erstreiten – weil es in ihren Augen zur Grundversorgung gehört und nicht noch mehr Einwohner Döbern-Land verlassen sollen.”

Viele Kommunen in der Lausitz – wie in Döbern-Land – stehen vor einen ganz  ähnlichen Dilemma. Die dauerhaft unterfinanzierten Gemeinden in der Region können häufig den Eigenanteil nicht aufbringen, um die dringend notwendige Investitionen in den Breitbandausbau zu stemmen. Hinzukommt die Problematik: Das die betreffenden Bundesländer, inklusive der Bund ihre Fördermittelzusage auch tatsächlich einhalten und keine verwaltungstechnischen oder politischen Manöver – wie Haushaltssperren – durchführen. Eine koordinierte Zusammenarbeit der betreffenden Verwaltungseinheiten würde zumindestens langfristig zu einer positiven Entwicklung beitragen.

Screenshot lausitzrunde.de

 

 

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