Wie die Telekom über Vectoring versucht ein Monopol in der Lausitz zu errichten

Screenshot vimeo.com

Die Telekom versucht in der Lausitz ein Monopol durch den Breitbandausbau zu erschaffen. Statt Glasfaser setzt die Telekom das umstrittene Vectoring ein und versperrt auf diese Weise den anderen Wettbewerbern den Zugang.

>>Glasfaser.net<<

„Die turboschnelle „Fiber to the Home“-Technik (FTTH) erfreut sich zunehmender Beliebtheit – der Ausbau schreitet in ganz Europa voran. Laut dem FTTH Council Europe ist im Jahr 2014 die Anzahl der Anschlüsse nahezu explodiert. Ende 2014 haben mehr als 40 Prozent aller Haushalte in Schweden und Litauen haben bereits einen FTTH- oder FTTB-Anschluss. In Japan und Südkorea liegt die Netzabdeckung mit Glasfaser sogar über 70 Prozent. Deutschland hängt mit schlappen 1,2 Prozent weit hinterher.“

 

>>Netzpolitik<<

„Die sozialliberale Koalition unter SPD-Kanzler Helmut Schmidt hatte 1981 bereits den Glasfaserausbau beschlossen, wie die Wirtschaftswoche aus bisher unveröffentlichten Dokumenten einer Kabinettssitzung vom 8. April 1981 erfahren hat: Altkanzler Schmidt wollte Glasfaser-Spitzenreiter werden. … Der 30-Jahres-Plan des damaligen Bundespostministers Kurt Gscheidle (SPD) sah Investitionen von drei Milliarden DM pro Jahr vor, um ab 1985 bis 2015 komplett Westdeutschland mit Glasfaser auszustatten. Doch dazu kam es nicht. 1982 wurde Helmut Kohl Kanzler einer schwarz-liberalen Koalition und der hatte andere Pläne. Statt Glasfaserausbau gab es Kabelfernsehen.“

 

>>Computer Base<<

„Wie die Deutsche Telekom heute mitgeteilt hat, hat sie „die öffentliche Ausschreibung für den Internet-Ausbau in den drei Spreewald-Landkreisen Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße gewonnen und jetzt mit dem Ausbau von schnellen Internetanschlüssen in der Tranche 1 der Spreewaldregion begonnen.“ Die Baumaßnahmen werden durch Landesmittel in Höhe von 8,3 Millionen Euro unterstützt. Bis Ende des zweiten Quartals 2018 sollen über 3.000 Haushalten und Betrieben schnellere Internet-Anschlüsse angeboten werden. Dafür werden im ersten Schritt 42 Multifunktionsgehäuse mit moderner Technik ausgestattet. Die Vectoring-Technik ermöglicht VDSL-Anschlüsse mit einem Downlink von bis zu 100 Mbit/s.“

Die Tücke der Meldung liegt im Detail: „Die Vectoring-Technik ermöglicht VDSL-Anschlüsse …“ Vectoring ist aber kein Glasfaser!

>>Golem.de<<

“ Der Telekom-Chef betont, es werde überhaupt nicht mehr mit Kupfer ausgebaut. Doch das stimmt so nicht. Wir haben auf Hinweis eines Lesers nachgeforscht. In Bergfeld, einer Gemeinde im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen, baut die Deutsche Telekom noch Kupferleitungen aus. „Derzeit ist in Bergfeld eine Versorgung der Haushalte via Kupferkabel mit bis zu 40 Megabit pro Sekunde oder per LTE mit bis zu 100 MBit/s möglich“, sagte SPD-Ortsratsmitglied Werner Müller laut einem Bericht der Allgemeinen Zeitung. Das Neubaugebiet werde die Telekom mit Kupferkabel versorgen – und nicht mit Glasfaser.“

 

>>n-tv<<

„Der Konzern darf nun – mit dem Segen der Regierung – das Internet in Deutschland schneller machen. Dafür setzt die Telekom auf die sogenannte Vectoring-Technik, mit der die Geschwindigkeit der Kupferleitungen auf der sogenannten „letzten Meile“ – der Strecke zwischen den Hauptverteilern und den Wohnungen – auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde erhöht werden kann. Der Haken an der Sache: Nur ein Unternehmen kann die Leitungen nach der Aufrüstung betreiben, sonst drohen Störungen. Wo die Telekom Vectoring einsetzt, kann sie ihre Konkurrenten faktisch von den entscheidenden letzten Kabelmetern und dem direkten Zugang zu den Kunden ausschließen.“

Die Vectoring-Technik ist nicht zukunftsfähig! Das Unternehmen Telekom verbaut noch immer Kupferkabel und setzt hierbei Vectoring ein: Auf diese Weise schafft sie ein Monopol und sperrt somit die Konkurrenz auf lange Sicht aus.

 

 

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