Wie Terroristen unsere Freiheit zerstören

Screenshot youtube.com

Immer wenn irgendwo ein größerer Terroranschlag passiert, sind diverse Politiker recht schnell zu stelle und fordern schärfere Überwachungsgesetze. Auf diese Weise wird sukzessive die Freiheit zerstört, denn wer sich beobachtet fühlt verhält sich anders und das wirkt sich mitunter auf die gesamte Gesellschaft aus.

>>Golem.de<<

“… der liberale Politiker Brian Paddick dem Guardian. “Die Terroristen wollen unsere Freiheit zerstören und unsere demokratische Gesellschaft unterminieren. Drakonische Gesetze und Einschränkungen unserer Freiheiten spielen ihnen nur in die Hände.”

 

>>Spiegel<<

“Wer sich beobachtet fühlt, handelt anders. Dieses Phänomen kennen Psychologen schon länger. In den zwanziger Jahren untersuchten Wissenschaftler, ob eine bessere Beleuchtung in einer Fabrik die Arbeitsleistung der darin arbeitenden Menschen steigert. Alle Probanden waren über die Studie informiert. Ein Teil arbeitete mit der üblichen Beleuchtung, ein Teil mit besserem Licht. Das Experiment in der Hawthorne-Fabrik der Western Electric Company in Chicago brachte ein überraschendes Ergebnis: Beide Probandengruppen steigerten ihre Arbeitsleistung. Allein das Bewusstsein, unter Beobachtung zu stehen, führe zu Verhaltensänderungen, folgerten die Forscher. Seitdem heißt das Phänomen Hawthorne-Effekt.”

 

>>Süddeutsche Zeitung<<

“Schon vor mehr als zehn Jahren wurden beim amerikanischen Super Bowl in Tampa (Florida) mehr als 100.000 Zuschauer von der Polizei unter die elektronische Lupe genommen. Als sie 2001 ins Stadion strömten, wurden die Menschen – ohne ihr Wissen – von fest installierten Videokameras an allen Eingängen gefilmt. Noch während des Spiels verglichen die Sicherheitsbehörden diese Fotos mit Bildern aus lokalen und staatlichen Verbrecherkarteien. 19 Kleinkriminelle wurden so identifiziert und beim Verlassen des Stadions verhaftet.”

 

>>Focus<<

“In 900 Bahnhöfen hat die Bahn 6000 Kameras installiert. Im Testbahnhof Südkreuz sind es 77 Kameras, 3 davon liefern derzeit die Bilder für die Computerprogramme zur Gesichtserkennung. Gefilmt werden ein Ein- und Ausgang sowie eine Treppe. Drei verschiedene Software-Systeme werten jeweils die Bilder der drei Kameras aus und vergleichen sie mit den gespeicherten Gesichtern der Testpersonen. Im Obergeschoss des Bahnhofs demonstriert die Bundespolizei auf drei Laptops, wie die Gesichtserkennung funktioniert. Zum Test läuft eine Bundespolizistin die große Treppe im Bahnhof herunter – und wird fast sofort von den Computern anhand ihres vorher gespeicherten Gesichts erkannt. Ein Techniker der Bundespolizei gibt zu: “Mützen und Sonnenbrillen verschlechtern die Erkennungsquoten.” Die Software-Firmen sollen nun ihre Programme noch verbessern können. … Auch wegen einer kürzlich beschlossenen Änderung des Personalausweisgesetzes. Künftig dürfen die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern das biometrische Lichtbild im Ausweis “zur Erfüllung ihrer Aufgaben im automatisierten Verfahren” abrufen.”

Was im Anschluss mit den gesammelten Daten passiert, kann in letzter Konsequenz der Bürger kaum überprüfen und was bleibt, ist mulmiges Gefühl ständig unter Beobachtung zu stehen.

 

 

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