Wieso Armut die Grundlage für fragwürdige Offerten darstellen

Screenshot secondlife.com

Verhandlung auf Augenhöhe sind eine spärlich gesäte Angelegenheit. In dem meisten Fällen dominiert eine Partei das Geschehen und je größer die Unterschiede sind – desto höher ist das Abhängigkeitsverhältnis bezogen auf die unterlegene Seite.

>>Focus<<

„Es war ein Jobangebot der ungewöhnlicheren Art. Statt wie gewünscht eine Stelle als Hauswirtschaftlerin vermittelt zu bekommen, erhielt eine 19-jährige Frau stattdessen den Vorschlag, doch in einem Bordell an der Bar zu arbeiten. Das Pikante: Die schlüpfrige Offerte kam von offizieller Stelle – von der Arbeitsagentur Augsburg. Nicht nur der Job an sich, auch die Beschreibung sorgte für Entsetzen bei der Arbeitssuchenden. „Ansprechendes Auftreten“ wurde im Schreiben verlangt. Auch der Hinweis auf Nachtarbeit fehlte nicht. … Bereits am Mittwoch hatte Geschäftsführer Roland Fürst eingeräumt, dass der Brief unglücklich gewesen sei. Bei Stellen im Rotlichtmilieu hätte die Frau ursprünglich vor dem Schreiben gefragt werden müssen, ob Interesse besteht. „Hier ist uns ein Fehler unterlaufen. Die zuständige Vermittlerin hat das Gespräch nicht geführt und den Brief am Freitag verschickt“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“.“

 

>>taz<<

„Sexuelle Anmache im Dienstzimmer einer Arbeitsagentur: Wer in Stuttgart als Prostituierte einen Ausstieg aus dem Milieu wagen wollte, kam am 62-jährigen Mitarbeiter der örtlichen Jobvermittlung nicht vorbei und war ihm dann sexuell ausgeliefert. Jedenfalls erging es zwei 44 Jahre und 55 Jahre alten Frauen so, die mit ihm Möglichkeiten eines Jobwechsels austarieren wollten. Der Mann begrapschte sie, wollte Oralverkehr, masturbierte vor ihnen und belästigte sie telefonisch auch nach Feierabend.“

Diese Vorgänge stellen dem Ausdruck eines bestehenden Machtgefälles zu Ungunsten der Betroffenen da.

>>HuffPost<<

„Hartz IV ist ein Teil dieses Gesetzespakets und hat die übelsten Auswirkungen auf die Betroffenen. Wer auf das Arbeitslosengeld II – so die offizielle Bezeichnung – angewiesen ist, wird per Gesetz in Armut gestoßen. Der Regelsatz reicht für ein Leben in Würde nicht aus. Viele Betroffene können sich das Lebensnotwendige nicht leisten. Es breiten sich Armutskrankheiten aus. Kinder, die unter so erbärmlichen Verhältnissen aufwachsen, weisen überdurchschnittlich häufig Blutarmut auf. Erwerbslose leiden vermehrt an Depressionen. Das Versprechen, dass über die neue Arbeitslosenverwaltung Menschen schneller weitergebildet und in Jobs vermittelt würden, hat sich nicht erfüllt. Von dem vermeintlichen Grundsatz des Förderns und Forderns stand von Anfang an das Fordern im Vordergrund: die so genannten Kunden der Jobcenter werden zu allen möglichen mehr oder weniger unsinnigen und überflüssigen Terminen und Maßnahmen vorgeladen.“

 

>>german.china.org.cn<<

„Bert Hofman, Landesdirektor bei der Weltbank für China, die Mongolei und Korea, sagte: „Chinas erlebte bei seinem Kampf gegen die Armut, bei dem zwischen 1981 und 2015 Hunderte von Millionen von Menschen aus der Armut geholt wurden, einen phänomenalen Erfolg. Dies ist die höchste Rate bei der Armutsbekämpfung, die ein Land je hatte.“

Während bei anderen Länder sehr wohl Fortschritte in der Armutsbekämpfung zu verzeichnen sind – ist hierzulande eine Zunahme der gleichen zu beobachten, inklusive mit allen negativen Konsequenzen.

 

 

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