Wo der Plastikmüll in den Ozeanen herkommt

Screenshot sciencealert.com

Wenn es um illegale Abfallentsorgung geht, muss als erstes die Verursacherkette rekonstruiert werden. Dies ist in anderen Ländern keinesfalls anders – lediglich die örtlichen Gegebenheiten sind unterschiedlich.

>>dersSandard.at<<

“Der Bürgermeister von Lwiw, Andrej Sadowy, hatte im März vorgeschlagen, das Sperrgebiet als Mülldeponie (Sperrzone von Tschernobyl, Anmerkung der Redaktion) zu nutzen. Die Stadt hat ein Problem mit der Abfallentsorgung, seit es im Juni 2016 einen Brand auf der Hauptdeponie gegeben hatte.”

>>Ukraine Nachrichten<<

“Umweltschutz muss man sich leisten können – das ist in der Ukraine derzeit nicht der Fall.”

 

>>www.info-tunesien.de<<

“Inmitten dieser wunderschönen Landschaft Tunesiens liegt mehr oder weniger Müll (meistens mehr) an jedem nur erdenklichen Ort. Widerlich und manchmal arg stinkend bietet sich dem Auge und der Nase alles: Der Abfall, der irgendwo außerhalb der Müllbehältnisse liegt, reicht von benutzen Damenhygieneartikeln, über Essensresten, bis hin zu sämtlichen Arten von Plastikabfällen.”

Ein Phänomen – was sich in unterschiedlichen Ausprägungen – entlang der ganzen nordafrikanischen Küste zieht. Die meisten Flüsse in dieser Region führen nur wenige Wochen oder manchmal auch nur einige Tage im Jahr Wasser und sind die restliche Zeit Staub trocken. Die Einheimischen nutzen diese ausgetrockneten Flussbette als Mülldeponie und nach einem ergiebigen Regenschauer landet dieser Abfall folglich im Meer.

Screenshot tunisia-live.net

Screenshot global-recycling.info

 

Screenshot jellyfishexpress.wordpress.com

>>INTERENA GmbH<<

“Ein weiteres Problem ist die Verschmutzung der Weltmeere. 80 Prozent der Abfälle im Meer wurden vom Land in die Gewässer getrieben. Ein beträchtlicher Teil davon ist auf eine ungenügende Abfallwirtschaft zurückzuführen. Der Abfall wird im Meer von Sonne, Wind und Wasser zerrieben. Vor allem die Plastikabfälle verursachen große Umweltschäden und auch Gesundheitsschäden, da sie als Mikropartikel in unsere Nahrung gelangen.”

 

>>Staatsfernsehen “W wie Wissen” <<

“Wie viel genau ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Laut Umweltbundesamt sind es pro Jahr rund 30 Millionen Tonnen Plastikmüll, die so in die Ozeane gelangen. Die 2015 im renommierten Wissenschaftsmagazin “Science” veröffentliche Jambeck-Studie spricht von jährlich 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen – mit zunehmender Tendenz.”

Screenshot daserste.de

Die Ursprungsquelle des Plastikmülls wird von Staatsfernsehen geflissentlich verschwiegen. Stattdessen kommt eine subtile Andeutung: “Viel sinnvoller ist es – da ist sich die überwältigende Mehrheit der Experten einig – schon einen Schritt vorher anzusetzen und zu verhindern, dass noch mehr Plastikmüll in die Meere gelangt. Doch was einfach klingen mag, bedarf einer Umstellung von uns allen.” . Mit “von uns allen” sind wohl die heimischen Fernsehzuschauer gemeint, was die Tatsache impliziert: Die eigene Bevölkerung trägt für das weltweite Müllproblem in dem Meeren die Hauptverantwortung. Eine strukturelle Ursachenerforschung unterbleibt, dafür strotzt der Beitrag mit einer Vielzahl utopischen Ideen, wobei die Realisierbarkeit vollkommen unklar ist und von der notwendigen Finanzierung ganz zu schweigen.

 

 

 

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