Phantomstrom ist im eigentlichen Sinne „Nicht-Strom“ – Strom, der niemals existiert hat, aber theoretisch hätte existieren können. Oder anders ausgedrückt: Die Betreiber von Wind- und Photovoltaikanalgen bekommen auch dann Geld ausbezahlt, wenn diese wegen Überlastung der Stromnetze überhaupt keinen Strom einspeisen. Und genau an dieser Stelle tritt der Phantomstrom wieder in die Realität zurück: Auf der Stromrechnung ist er – als Kostentreiber – deutlich zu sehen.

„Es geht um ein zentrales Ärgernis der Energiewende: die immer größer werdenden Kosten“

>>Spiegel<<

„Es geht um ein zentrales Ärgernis der Energiewende: die immer größer werdenden Kosten. Sie werden dadurch verursacht, dass Wind- und Solaranlagen abgeschaltet werden müssen, weil der Strom nicht durch die überlasteten Netze passt, die Erzeuger ihn aber dennoch bezahlt bekommen.“

„Strom nicht durch die überlasteten Netze passt, die Erzeuger ihn aber dennoch bezahlt bekommen“

Da die „Produktion“ von Wind und Sonne nur sehr unzuverlässig vonstatten geht, müssen Wind- und Solaranlagen in regelmäßigen Abständen abgeschaltet werden. Ansonsten könnte es zum Blackout führen.

Phantomstrom: „Der Grünstrom, der nicht in die Netze passt, muss von den Netzbetreibern trotzdem bezahlt werden“

>>Der grüne Blackout von Alexander Wendt (Buch) <<

„Der Grünstrom, der nicht in die Netze passt, muss von den Netzbetreibern trotzdem bezahlt werden. Und zwar zum vollen Tarif. Sie vergüten, was Wind-, Solar- und Biogasproduzenten theoretisch bei unbegrenzter Netzkapazität hätten einspeisen können. Natürlich bekamen die Netzbetreiber im Gegenzug das Recht, die Kosten für diesen Phantomstrom an ihre Energiekunden weiterzureichen.“

„Kosten für diesen Phantomstrom an ihre Energiekunden weiterzureichen“

„Auch dann eine Vergütung, wenn der Strom gar nicht gebraucht und ins Netz eingespeist wird“

>>Geopferte Landschaften Wie die Energiewende unsere Umwelt zerstört von Georg Etscheit (Buch) <<

„Phantomstrom – Betreiber von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien bekommen auch dann eine Vergütung, wenn der Strom gar nicht gebraucht und ins Netz eingespeist wird. Dieses Phänomen ist ein wesentlicher Kostentreiber der Energiewende.“

„Dieses Phänomen ist ein wesentlicher Kostentreiber der Energiewende“

Die Kosten des Phantomstroms macht sich am Ende auf der Stromrechnung bemerkbar. Natürlich ist das Phänomen des Phantomstroms hausgemacht. Andere Länder gehen mit jenen „Phantomschmerz der Energiewende“ ganz anders um.

Phantomstrom: „Dieser ist im Grunde der Phantomschmerz der Energiewende“

>>Dunkelflaute oder Warum Energie sich nicht wenden lässt von Frank Hennig (Buch) <<

„Dieser ist im Grunde der Phantomschmerz der Energiewende: Es gibt diesen Strom nicht, er tut aber den Verbrauchern finanziell richtig weh. … Während beispielsweise in Polen der investierende Windmüller die Zustimmung des Netzbetreibers braucht, um eine Genehmigung zu bekommen (und auch einen Mindestjahresertrag garantieren muss), werden in Deutschland die Netzbetreiber gezwungen, jede noch so abgelegene Anlage anzuschließen, auch auf hoher See, und die Kosten über die Netzgebühren allen Verbrauchern im Versorgungsgebiet aufzudrücken. Dies führt bei der Ökoindustrie zur Mentalität des »build and forget« und zu hohen Netzgebühren dort, wo viele Windkraftanlagen stehen, wie in Meck-Pomm oder Brandenburg.“

„Führt bei der Ökoindustrie zur Mentalität des »build and forget« und zu hohen Netzgebühren“

Am Ende geht das Problem weit über die Merkwürdigkeiten eines Phantomstroms hinaus. Es wird ganz allgemein kaum auf die Kosten geachtet, sondern schlicht einfach drauf los gebaut.