Bangladesch: Islamisten statten Christen Hausbesuche ab

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6-jähriges Mädchen muss islamisches Gebet sprechen / viele Christen gesellschaftlich isoliert

Im vergangenen Dezember haben muslimische Hardliner Christen muslimischer Herkunft im Norden Bangladeschs während der Weihnachtstage verstärkt unter Druck gesetzt. Sie tauchten regelmäßig in den Häusern der Gläubigen auf und zwangen sie, ihrem Glauben an Jesus abzuschwören.

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Von Open Doors

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Auch ein 6-jähriges Mädchen wurde genötigt, ein muslimisches Gebet zu rezitieren. Die Vorfälle zeigen eine Tendenz auf, die lokale Pastoren beunruhigt.

„Was macht ihr mit meiner Tochter?

“ Die kleine Jala* spielte außerhalb des Hauses, als eine Gruppe lokaler muslimischer Hardliner sie aufsuchte und dazu zwang, die Kalima (ein muslimisches Gebet und Glaubensbekenntnis) zu rezitieren. Da sie nicht verstand, was die fremden Männer da von ihr verlangt hatten, eilte Jala direkt nach Hause und berichtete ihrer Mutter davon. Nachdem sie den Schilderungen ihrer Tochter zugehört hatte, lief Dinara* wütend aus dem Haus und stellte die Männer zur Rede: „Was macht ihr mit meiner Tochter? Sie ist doch noch ein Kind. Das könnt ihr ihr nicht antun! Ich werde mich bei der Polizei beschweren“, schrie sie in Richtung der Gruppe. Daraufhin zogen sich die Männer zurück.

„Fast jeden Tag werden die Christen wegen ihres Glaubens an Jesus verfolgt und schikaniert“, erzählt Ilyas*, ein lokaler Partner von Open Doors. „Die Islamisten besuchen regelmäßig die Häuser aller Christen und zwingen sie, die Kalima zu rezitieren, ihrem Glauben an Jesus abzuschwören und sich zum Islam zu bekennen. Wer sich weigert, den bringen sie mit Gewalt in die Moschee und zwingen ihn, seinem neuen Glauben öffentlich abzuschwören. Sie drohen solange damit, ihre Familienmitglieder zu verletzen und sie zu verfolgen, bis sie nachgeben.“

Isolation bedroht Christen in ihrer Existenz

Abgesehen von den regelmäßigen Besuchen haben die muslimischen Hardliner in der Gemeinde offen verkündet, dass alle, die zum christlichen Glauben konvertiert sind, zum Islam zurückkehren müssen. Andernfalls können sie nicht im Ort bleiben, wie Ilyas weiter berichtet. „Sie sagen, dass sie die Christen mit allen Mitteln von dort vertreiben werden.“ Bereits jetzt werden sie stark ausgegrenzt: „Die Muslime teilen keine Dinge mit den Christen, verkaufen ihnen nichts, kommunizieren nicht mit ihnen; sie erlauben Christen nicht, auf dem Feld zu arbeiten und Ähnliches mehr. Die Christen sind völlig isoliert.“

In letzter Zeit nimmt in Bangladesch der Trend zu, Christen muslimischer Herkunft mit Gewalt dazu zu bringen, ihrem Glauben abzuschwören. Einige Männer sind aus Angst vor Verfolgung untergetaucht. „Sie können nicht zur Arbeit gehen. Sie können nicht einmal auf den Markt gehen, um Dinge zu kaufen“, schildert Ilyas die Situation. Die Frauen und Kinder sind am meisten gefährdet, da sie diejenigen sind, die zu Hause bleiben.

Die Gläubigen aus Jalas Dorf haben die örtliche Polizei über das Problem informiert, und die Behörden haben die Ortschaft besucht, aber lokale Kontaktpersonen sagen, dass sie keine geeigneten Schritte unternommen haben, um die Verfolgung zu stoppen. „Diese zögerliche Einstellung und Haltung der lokalen Behörden macht die Gläubigen wütend und frustriert“, teilt Ilyas mit.

Auf dem Weltverfolgungsindex 2021 steht Bangladesch an 31. Stelle unter den Ländern, in denen Christen am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

 

–W E R Β U Ν G–

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