Blockchain-Technologie: „Sie erschaffen eine Krypto-Zukunft“

Screenshot youtube.com

Ich glaube, Gefahren lauern nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren.“ Dieser Satz wird Michail Gorbatschow zugeschrieben. Das Zitat stammt aus den Zeiten am Ende der Deutsch Demokratischen Republik, passt aber auch gut auf die gegenwärtige Einstellungen einiger Amtsträger, gegenüber der Blockchain-Technologie.

>>n-tv<<

„Die Blockchain-Technologie bietet unendlich viele Möglichkeiten. Während einige Entwicklerteams immer noch in reinen Geld-Dimensionen denken, sind andere bereits weit darüber hinaus. Sie erschaffen eine Krypto-Zukunft, in der nicht mehr nur Menschen, sondern Maschinen miteinander sprechen und handeln. Die einen bevorzugen weiter dezentrale Datenbanken und schreiben Anonymität groß. Die anderen suchen inzwischen zunehmend die Kontrolle.“

 

>>Handelsblatt<<

„Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat zu Kryptowährungen eine klare Meinung. „Bitcoins sind ökonomisch und ökologisch ineffektiv“, sagt er, und hat damit zweifellos Recht. Er wehrt sich dagegen, überhaupt von „Währungen“ oder „Coins“ zu sprechen, redet lieber von „Tokens“, was auf Deutsch allesmögliche heißen kann – aber nichts, was man direkt mit Geld in Zusammenhang bringt. Der Bundesbank-Präsident fordert eine internationale Regulierung dieser Tokens, hat jedoch auch keine allzu großen Sorgen. … Er hält auch wenig von der Idee, dass eine Notenbank wie etwa die Europäische Zentralbank (EZB) eine eigene virtuelle Währung – pardon, eigene Tokens – auf den Markt bringt. Das Thema ist zurzeit noch eher theoretischer Natur, auch wenn einige Länder wie Schweden, Venezuela und Russland, aus jeweils ganz unterschiedlichen Motiven, etwas ernster darüber nachdenken.“

 

>>Spiegel<<

„Der „Petro“ taucht in den Nachrichten auf, eine hochspekulative Kryptowährung aus dem autoritär-sozialistischen Venezuela. Auf den ersten Blick wirkt das etwa so kontraintuitiv, als würde man Berlin mit dem Bau eines weiteren Flughafens beauftragen. Schließlich sollen Kryptowährungen hyperkapitalistische Konstrukte sein, die dem freien Markt und nur dem freien Markt gehorchen. Tatsächlich ist die Existenz des Petro folgerichtig, denn digitale Währungen drohen sich gerade vom libertär-antistaatlichen Freiheitstraum in einen autoritär-staatlichen Kontrollalbtraum zu verwandeln. Anonym! Dezentral! Unregulierbar durch den Staat!“

Inwieweit Kryptowährungen kontrollierbar sind, hängt im wesentlichen von den Parametern der einzelnen Währung ab. Es gibt zahlreiche Kryptowährungen die vollkommen unreguliert sind und gleichzeitig die Anonymität gewährleisten. Aber nicht alle Krypto-Konstruktionen haben diesen Anspruch. Der „Petro“ beispielsweise wurde für ganze andere Zwecke erschaffen. Der Bundesbank-Präsident scheint von der Materie nicht viel Ahnung zu haben: Es ist praktisch unmöglich Kryptowährungen in Gänze zu regulieren. Außerdem, eine internationale Regulierung dürfte angesichts der Fülle politischer Differenzen vollkommen utopisch sein. Auch weshalb, diese digitalen Währungen „ökonomisch und ökologisch ineffektiv“ sein sollen, darüber lässt er sich nicht weiter aus. Denn um diese Frage ehrlich zu beantworten, müssten der Herr „Bundesbank-Präsident“ auch alle Nachteile von klassische Staatswährungen aufschlüsseln: Inflation, Bankenpleiten, Staatspleiten, kalte Rezession und eine ungehemmte Börsenspekulation die schon erhebliche Realwerte vernichtet hat. Und genau darüber schweigen sich die amtlichen Protagonisten lieber aus. Natürlich haben auch Kryptowährungen Nachteile, aber eine ehrliche Betrachtung sähe ganze anders aus.

 

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