Blühende Landschaften 2.0: „Konkrete Projekte vom Bund für alternative Jobs“

Screenshot leag.de

“ … „Wir fahren hier in der Lausitz nicht mit dem Bagger, weil wir gerne Bagger fahren. Sondern der Strom aus Braunkohle wird gebraucht für eine zuverlässige und preiswerte Energieversorgung in Deutschland“, rief Dietmar Woidke den Demonstranten und auch den Mitgliedern der Kohlekommission in Weißwasser entgegen.“ An dieser Behauptung ist grundsätzlich nichts auszusetzen: Jedoch ist fraglich, welche politischen Intentionen dahinter wirklich stecken mögen. Zwischen den Zeilen, kommen nämlich ganz andere Tatsachen ans Licht.

>>Lausitzer Rundschau<<

Die Länder Brandenburg und Sachsen fordern in der Kohleausstiegs-Debatte endlich konkrete Projekte vom Bund für alternative Jobs in der Braunkohleregion Lausitz. Dies Projekte müssten dabei helfen, den seit vielen Jahren laufenden Strukturwandel „weiter gut für die Region zu gestalten“.

Übersetzt bedeutet es ungefähr soviel: Der Kohleausstiegs ist vollkommen in Ordnung, sofern „konkrete Projekte vom Bund für alternative Jobs“ – wie konkret und langfristig diese Projekte seien: Darüber verliert der angereiste Parteifunktionäre keine Silbe. Bedeutet: Sobald nur irgendein Papier oder Gutachten „konkrete Projekte“ in Aussicht stellt, können die – Kraftwerke und Tagebaue in der Lausitz geschlossen – werden. Zum Vergleich Blühende Landschaften: Die Industrie wird nach der Wiedervereinigung abgewickelt, aber dafür wurden „Blühende Landschaften“ in Aussicht gestellt.

>>Branchenbuch Lausitz<<

„Die gesicherte Leistung aus deutschen Erneuerbaren ist nach wie vor nahe Null! Daran wird sich auch mit einer Vervielfachung der installierten Leitung nichts ändern. Vor diesem Hintergrund muss Deutschland fast seine gesamte benötigte Strommenge jederzeit über ein zweites System absichern – und wenn es sich dieser Möglichkeit im eigenen Land beraubt, dann wird es fossilen oder Atomstrom aus dem Ausland importieren müssen, soweit er überhaupt zur Verfügung steht. Mit steigenden Strompreisen und politischen Abhängigkeiten geht eine Aufgabe der Versorgungssicherheit aus eigener Hand einher. … Die Leistungen der Energiewende in Deutschland sind zudem sehr überschaubar und die in hiesigen Berichten postulierte „Vorreiterrolle“ längst ein Märchen. Kein Land der Welt folgt diesem exorbitant teuren und ebenso ineffektiven Kurs. … Da sich Deutschland im gesellschaftlichen Konsens von Atomenergie verabschiedet hat, können sich diese Technologien nur auf andere fossile Energien beziehen und das macht auch Sinn, wenn andere Länder dem Beispiel folgen sollen. Die Berichterstattung reflektiert zudem noch immer nicht die globale Dimension der Kohleverstromung. So hat die Braunkohleförderung im Weltmaßstab seit 2000 um knapp 100 Mio. Tonnen zugenommen und befindet sich seit zehn Jahren trotz aller europäischen Anstrengungen auf einem stabilen Niveau. Bei der Steinkohle hat sich die Fördermenge im Vergleich zum Jahr 2000 sogar nahezu verdoppelt. In vielen Entwicklungsländern wächst der Energiehunger, eine Milliarde Menschen haben noch gar keinen Zugang zu Elektrizität. Weltweit wird Kohlestrom als günstige und verlässliche Energiequelle noch weit in die zweite Hälfte dieses Jahrhunderts eine wichtige Rolle spielen. Hier muss der Technologieansatz her, wie selbst Klimaforscher postulieren. … Die Lausitz verfügt über einen der modernsten Kraftwerksparks der Welt und eine rege Forschungstätigkeit zur Braunkohleverstromung.“

 

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