China und amerikanischer Geheimdienst CIA: Wie sieht die Zukunft in Europa aus? – „Als Chaos“

Screenshot youtube.com

Der amerikanischer Geheimdienst sieht die Zukunft auf den europäischen Kontinent überwiegend pessimistisch. Auch die chinesische Sicht auf die Dinge ist kaum anders. In China selbst, ist man froh in einen prosperierenden Staat zu leben und nicht in fernen Europa.

>>Neue Zürcher Zeitung<<

„Pauschal gefragt: Wie nehmen die Chinesen eigentlich Europa aus der Ferne wahr?

Als Chaos. Das hat aber natürlich damit zu tun, wie Europa in den Nachrichten dargestellt wird. Verbreitet ist die Haltung, dass sich Europa mit der Flüchtlingskrise, den Terroranschlägen, der Polarisierung und den Protesten auf dem Weg in den Ruin befindet. Man ist dankbar, im sicheren China zu leben und nicht im unsicheren Europa. Generell kann man feststellen, dass Europa sehr langsam in der digitalen Transformation und sehr international ausgerichtet ist. China dagegen ist sehr schnell in der Transformation und sehr auf China ausgerichtet.“

 

>>Die Welt im Jahr 2035: Gesehen von der CIA und dem National Intelligence Council (Buch) <<

„Den Mitgliedsstaaten fehlt ein größerer Spielraum, um das Wachstum anzukurbeln, ganz zu schweigen von entschiedeneren, pan-europäischen Lösungen für Wachstumsunterschiede und Probleme mit dem Bankensektor. Wenn trotz eines fortgesetzten schwachen Wachstums weiter solche politischen Einschränkungen gelten, wird die öffentliche Unterstützung für die EU und die nationalen Regierungen weiter zurückgehen, vor allem, wenn die Union den Herausforderungen durch Migration und Terrorismus nicht angemessen begegnen kann. … Politische Parteien, nationale Regierungschefs und EU-Beamte werden auch weiterhin verschiedener Meinung sein, wenn es um die angemessenen Funktionen und Machtbefugnisse der EU geht oder um die Klugheit des gegenwärtigen Beharrens der Euro-Zone auf Budgetdisziplin und Leistungsbilanzen. Den Mitgliedsstaaten fehlt ein größerer Spielraum, um das Wachstum anzukurbeln, ganz zu schweigen von entschiedeneren, pan-europäischen Lösungen für Wachstumsunterschiede und Probleme mit dem Bankensektor. Wenn trotz eines fortgesetzten schwachen Wachstums weiter solche politischen Einschränkungen gelten, wird die öffentliche Unterstützung für die EU und die nationalen Regierungen weiter zurückgehen, vor allem, wenn die Union den Herausforderungen durch Migration und Terrorismus nicht angemessen begegnen kann. Eine bedrohliche Peripherie. Die Gefahr durch ein streitbareres Russland und das Bedrohungsgefühl durch den islamistischen Terror und dessen Überschwappen aus dem Nahen Osten und Afrika wird die Öffentlichkeit der europäischen Staaten immer stärker ängstigen, aber nicht zur Unterstützung einer einheitlichen Reaktion führen. … Demografischer Druck. Eine instabile Peripherie wird weiterhin beträchtliche Mengen an Flüchtlingen und Migranten nach Europa schicken. Dies strapaziert die Reaktionsfähigkeit der nationalen Regierungen und EU-Institutionen, führt zu Spannungen zwischen den Mitgliedsstaaten und mit EU-Institutionen und steigert den Zulauf fremdenfeindlicher Parteien und Gruppierungen. Gleichzeitig entsteht durch das Altern der bestehenden europäischen Bevölkerungen ein wachsender Bedarf an neuen Arbeitskräften. … Ein ganzes Spektrum von Problemen stellt eine ernste Bedrohung für die Zukunft der EU dar; dazu gehören der Brexit-Prozess und dessen Auswirkungen auf andere Staaten Europas, das Versagen der wichtigen EU-Staaten bei der Umsetzung nötiger Wirtschaftsreformen, das Scheitern der EU bei der Ankurbelung des Wachstums in der Region, das Versagen bei der Koordinierung der Flüchtlingspolitik und der wachsende Nativismus, der besonders in einigen neuen Mitgliedsstaaten virulent ist. Diese Belastungen könnten einen hässlichen Bruch einleiten, der die ökonomische Abwärtsspirale verstärken und zu einer weiteren Abkehr von der Demokratie führen würde.“

 

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