„Das Hahnrupfen ist der am weitesten verbreitete Erntebrauch in der Niederlausitz“

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Viele Sorbische Sommerbräuche haben sich rund um die Zeit der Ernte gebildet. Besonders die Getreideernte ist dabei im Mittelpunkt zu finden: Denn diese hat in früheren Zeiten über Wohl und Wehe der dörflichen Gemeinschaft entschieden. Aus diesem Grund wird noch heute der erste Königsorbisch „kral“ gefeiert.

>>Stadt Cottbus<<

„Das Hahnrupfen ist der am weitesten verbreitete Erntebrauch in der Niederlausitz. Auf einem geeigneten Platz im Dorf wird aus Balken eine mit grünem Laub umwundene Pforte aufgestellt, und am Querbalken wird an den Füßen, mit dem Kopf nach unten hängend, ein toter Hahn angebunden. Die Burschen durchreiten auf Pferden nacheinander die Pforte und versuchen, dem toten Hahn den Kopf abzureißen. Wem das gelingt, der wird als erster König, sorbisch „kral“, geehrt und gefeiert.“

 

>>Tourismusverband Spreewald<<

„Ein geschlachteter Hahn wird an ein reich verziertes Tor gehängt. Rittlings versuchen die Jungen und Männer, den lose befestigten Kopf oder die Flügel des Hahns zu erhaschen. Dem Sieger gebührt ein Tanz mit der Gewinnerin des Froschkarren.“

 

>>Louisenhof<<

„Heute werden die Feste aber vor allem gefeiert, um die Traditionen am Leben zu halten. Für die Jungs spielt natürlich auch der Wettbewerbscharakter eine große Rolle. Jeder möchte Erntekönig werden und sich unter den hübschen jungen Mädchen seine Königin wählen.“

 

–W E R Β U Ν G–

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