Das mysteriöse blonde Volk der Hmong in Asien und die Geheimdienstkriege der CIA

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Asiaten haben nach allgemeinen Verständnis durchgehend schwarze Haaren: Aber das ist so falsch. Das kleine Volk der Hmong sind teilweise mit – echtenblonden Haare ausgestattet und wissen in ihren Legenden von einer langen Wanderung nach Südostasien zu berichten. Zudem unterhalten sie auch gute Kontakte zum amerikanischen Geheimdienst CIA, wo sie schon so in manchen Kriegen mitkämpften: Kriege – die es nach offizieller Lesart nie gegeben hat.

„Seit dem amerikanischen CIA-Krieg in Laos werden sie auch als Hmong bezeichnet“

>>Mein Leben von Peter Scholl-Latour  (Buch) <<

„In dieser Höhe lebt ein wilder und harter Menschenschlag, die Meo. Damals waren die Meo, in China auch Miao genannt, ein nur den Ethnologen bekanntes Volk. Seit dem amerikanischen CIA-Krieg in Laos werden sie auch als Hmong bezeichnet. Die Meo von Nordtonking siedelten auf jenen trostlosen Gipfeln, die die längste Zeit des Jahres in Nebel und Sprühregen verschwinden. Die Tracht der Frauen war ähnlich wie die der Yao, aber sehr viel bunter und schmutziger. … Die Legenden dieses Volkes wissen von einer endlosen Wanderung und von einem Ursprungsland zu berichten, wo die Nacht ein halbes Jahr dauert und das Wasser zu Stein erstarrt. Die Meo mußten aus Sibirien nach Südostasien gekommen sein.“

Hmong: „Mußten aus Sibirien nach Südostasien gekommen sein“

Die Hmong stellen ein kleines Volk in Südostasien da. Ihr auffälligstes Merkmal als Asiaten – dürfte wohl ihre teilweisen natürlich-blonden Haare sein. Da sie in keine Kategorie so recht hinein passen wollen: Weshalb sie schnell zum Spielball verschiedene Großmächte wurden und zum Teil es auch geblieben sind.

„Die Männer seines Dorfes beim Kampf in der CIA-Geheimarmee gefallen“

>> Die CIA und das Heroin: Weltpolitik durch Drogenhandel von Alfred W McCoy  (Buch) <<

„Wir kamen kurz vor Einbruch der Nacht an und wurden zum Haus von Ger Su Yang geleitet, dem örtlichen Hmong-Führer. Beim Abendessen aus Schweinefett und klebrigem Reis fragte Ger Su Yang Everingham über unseren Dolmetscher, was wir in seinem Dorf wollten. Everingham, der den Hmong-Chef von früheren Besuchen kannte, war offen und sagte ihm, dass ich ein Buch über Opium schriebe. … Er würde uns bewaffnete Männer zu Verfügung stellen, die uns in seinem Bezirk überallhin eskortierten und uns erlauben würden, alles zu fragen, was wir über Opium wissen wollten; würde ich dafür einen Artikel in einer Washingtoner Zeitung veröffentlichen und darin berichten, dass die CIA ihr Versprechen gebrochen hatte? Zehn Jahre lang, erklärte er, waren die Männer seines Dorfes beim Kampf in der CIA-Geheimarmee gefallen, bis nur noch 14-jährige Jungen übrig waren. Als er sich weigerte, auch noch diese für den endlosen Krieg in den sicheren Tod zu schicken, stellte die CIA ihre Reislieferungen, von denen sich die verbliebenen Frauen und Kinder seines Dorfes ernährten, ein. Junge wie Alte waren vom Hunger geschwächt. Sobald die Amerikaner in Washington von dieser Situation wüssten, würden sie gewiss, so war Ger Su Yang überzeugt, wieder Reis schicken. Ich versprach, es zu versuchen.“

„Dass die CIA ihr Versprechen gebrochen hatte?“

Ausländische Geheimdienste versuchen seit jeher verschiedene Minderheiten zu instrumentalisieren und das ist nicht erst seit dem Vietnamkrieg so.

Warum ausländische Geheimdienste versuchen Minderheiten zu instrumentalisieren?

Um den größeren Rahmen zu verstehen: Vietnam hatte schon im 19. Jahrhundert eine gemeinsame Grenze mit China und war mit seinem Nachbarn kulturell und wirtschaftlich eng miteinander verflochten. Als verhältnismäßig wirtschaftlich-schwaches Land war die vollständige Assimilation mit China immer omnipräsent. In dieser Situation trat die später Kolonialmacht Frankreich auf den Plan. Die Franzosen konnten deshalb im damaligen Indochina so leicht Fuß fassen, weil die damalige vietnamesische Führung sich dadurch dem Fortbestand ihres Landes versprach. Die Präsenz von der Kolonialmacht Frankreich ist sozusagen als Gegengewicht zu China zu verstehen.

Die Kolonialmacht Frankreich als Gegengewicht zu China

Der spätere Autor Peter Scholl-Latour kämpfte selber noch in jungen Jahren in Frankreichs Kolonialkriege als Fremdenlegionär mit und widmete später erhebliche Teile seines Lebens damit: Das politische-wirtschaftliche-kulturelle Verhältnis in Südostasien zu „entschlüsseln“ . Anhand seiner Bücher kann man heute leicht: Dem Infantilismus in der heutigen Berichterstattung des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks nachvollziehen.

Warum Frankreich seine Kolonialträume aufgeben musste?

Der Bestand von Französisch Indochina war also unmittelbar mit China verbunden. Als der Bürgerkrieg in China im Jahre 1949 endete, dauert es daraufhin folglich auch nicht lange, bis Frankreich seine Kolonialträume aufgeben musste.

Vietnam als Spielball unterschiedlicher Interessen

Aber nach der Kolonialzeit ist zugleich vor der Kolonialzeit. Das kleine Land wurde schnell zum Spielball unterschiedlicher Interessen eingestuft. Das Gipfelte letztlich im Vietnamkrieg, wo die USA eine blutige Nase davon trugen. Wie schon die Franzosen davor, bissen sie sich am kleinen Land Vietnam die Zähne aus.

Amerikaner und Franzosen bissen sie sich am kleinen Land Vietnam die Zähne aus

Doch nach dem Ende des Vietnamkriegs rücken immer wieder Minderheiten wie die Hmong in den Fokus hinein. Die Hmong stellen eine eigene Ethnie dar und sind größtenteils in einer unwirklichen Gebirgsregion zu finden.

Hmong: „Deine Rolle ist wichtig!“

>>Das Megatrend-Prinzip von Matthias Horx (Buch) <<

„In »Committed«, einem erzählerischen Essay über Bindung und Heirat, besucht Gilbert Jahre später mit ihrem neuen Partner ein Dorf der Hmong, einer ethnischen Minderheit in den Bergen Vietnams. … »Die Lebensauffassung der Hmong-Familien lässt sich nicht auf den Punkt ›Du bist wichtig!‹ bringen, sondern auf ›Deine Rolle ist wichtig!‹ Jeder in diesem Dorf schien zu wissen, dass es Aufgaben im Leben gibt – Aufgaben, die Männer zu erledigen haben, und Aufgaben, die Frauen zu erledigen haben. Und jeder muss sein Bestes geben, damit diese Aufgaben erfüllt werden. Wenn dies geschieht, kannst du beruhigt schlafen gehen, mit dem Wissen, dass du eine gute Frau oder ein guter Mann bist.“

Hmong: „Jeder in diesem Dorf schien zu wissen, dass es Aufgaben im Leben gibt“

Solche Völker stellen noch heute eine Anlaufstelle für Geheimdienste dar. Nicht wenige stehen mit der örtlichen Regierung ohnehin auf Kriegsfuß und ausländische Agenten laufen somit dort gewissermaßen offene Türen ein.

 

–W E R Β U Ν G–

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