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Der große Raubzug: Enteignung durch Negativzinsen

Screenshot youtube.com

Als der Staat Zypernpraktisch über Nacht – im Jahr 2013 pleite ging, wurden kurzerhand alle nennenswerten Guthaben auf Konten der Bevölkerung eingezogen. Das Bargeld der Bürger ist natürlich ungleich schwerer zu beschlagnahmen. Deswegen wird der Gebrauch wohl schrittweise eingeschränkt. Aber es gibt noch einen anderen Grund.

>>Zeit<<

„Der Rundfunkbeitrag muss über ein Konto bezahlt werden. Ein Anspruch auf eine Barzahlung besteht nicht. Das hat der hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel entschieden (Az: 10 A 2929/16 und 10 A 116/17).“

 

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

„Die entsprechende Grenze wurde mit der Umsetzung der vierten EU-Geldwäscherichtlinie in deutsches Recht von 15.000 auf 10.000 Euro gesenkt.“

 

>>Zeit<<

„Geld, das aus der Wand kommt – für uns ist das normal. Es war der 27. Mai 1968, an dem die Kreissparkasse Tübingen Deutschlands ersten Geldautomaten aufstellte, knapp ein Jahr nachdem die Barclays-Bank in Enfield, nördlich von London, das weltweit erste Gerät für seine Bankkunden installiert hatte. Heute, fünfzig Jahre später, gibt es hierzulande knapp 60.000 Automaten zum Geldabheben. Doch ihre Zahl schrumpft.“

 

 

>>Mittteldeutsche Zeitung<<

„Sie steht zumindest für Augenblicke unter dem Verdacht der Geldwäsche. Dabei geht es bei der Meinsdorferin nicht um Millionen, sondern um exakt fünf Euro. Dass nicht gleich die Polizei anrückt, hat die Frau der Umsicht einer Angestellten zu verdanken. Die weigert sich, den Schein anzunehmen und verhindert so das Einschalten des Staatsanwalts. Der vermeintliche Tatort ist die Sparkassenfiliale in Wörlitz. Zum Umfeld gehört ein Parkautomat, der fleißig kassiert, aber nicht wechseln kann. „Zum Glück standen wir mit unserem Auto ja vor der Bank. Mit gezücktem Fünf-Euro-Schein stellte ich mich an und musste zu meinem Entsetzen feststellen, dass nicht gewechselt werden konnte, da ich nicht Kunde der Sparkasse Wittenberg, sondern der von Dessau bin. Das Wort Geldwäsche fiel auch“, so Gisela Hahn. Zwischen „Lachen und Empörung“ habe sie den Raum verlassen.“

 

>>Tages-Anzeiger<<

„Zwei italienische Bankkunden kündigten ihre Schweizer Konten und verlangten die Barauszahlung der Saldi von 500’000 Euro und 75’000 Franken. Die Tessiner Bank verweigerte dies, weil die Kunden nicht beweisen wollten (oder konnten), dass das Geld versteuert sei.“

 

>>Focus<<

„Immer mehr Zentralbanken senken den Leitzins in den negativen Bereich, um die Kreditvergaben zu stärken und die Wirtschaft anzukurbeln. … Derzeit werden die Negativzinsen nicht weltweit an die privaten Haushalte weitergegeben. Je länger die Phase der negativen Zinsen andauert, desto mehr steigt der Druck, dies doch tun zu müssen. Dabei besteht die Gefahr, dass Bargeld gehortet wird. Japan ist ein Beispiel dafür, dass dort Privathaushalte ihre Geldscheine unter das Kopfkissen legen.“

Japan ist eines – gemessen am Bruttoinlandsprodukt – höchst verschuldeten entwickelten Länder der Welt: Negativzinsen grenzen den Schuldenanstieg ungemein ein. Auf diese Weise bedienen die Japaner – wohl eher unfreiwillig – die Schuldenlast des Staates, indem sie auf Guthaben-Konten Minuszinsen bezahlen. Der Ausweg aus der Misere: Konto leer räumen und Bargeld unter das Kopfkissen. Zumindest solange, wie es Bargeld noch gibt. Der 500 Euro-Schein wurde bereits abgeschafft, womit das Horten von Scheinen ungleich schwieriger geworden ist. Auch das Bezahlen mit Bargeld wird im großen Stil klammheimlich kriminalisiert. Die Umkehrung der Unschuldsvermutung: Mit der Bargeldobergrenze wird prophylaktisch der Straftatbestand der Geldwäsche unterstellt und es muss aktiv die Unschuld bewiesen werden. Neben den Banken, hat vorallem der Staat kein Interesse daran, dass die Bevölkerung Zugriff auf Bargeld hat.

 

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