Die blutigen Geschäfte der Organmafia

Screenshot vimeo.com

Die Organspendezahlen gehen kontinuierlich zurück, dieser Umstand spielt den illegalen Organhandel in die Hände. Die Kriminalität nimmt in den Bereich dramatisch zu, allerdings von amtlicher Seite übt man sich in Ignoranz und Negieren.

>>Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung<<

„Vor dem Hintergrund des verschärften Organmangels in Deutschland fordert die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) die zügige Entwicklung eines gemeinschaftlichen Initiativplans zur Förderung der Organspende. „Die Situation ist zutiefst besorgniserregend. Wir sind mittlerweile auf dem niedrigsten Stand der Organspendezahlen der letzten 20 Jahre angekommen.“

 

>>Welt<<

„Schlag gegen die Organhandel-Mafia in der Türkei: Die Polizei hat nach Hinweisen aus der Bevölkerung insgesamt 40 Menschen festgenommen, die im Norden und Westen des Landes ein Netzwerk für illegale Geschäfte mit menschlichen Nieren organisiert haben sollen. Zehn Verdächtige sitzen als mutmaßliche Drahtzieher in Untersuchungshaft. Türkische Medien berichteten, die Gruppe habe Organspendern mehr als 10.000 Euro beispielsweise für eine Niere bezahlt und von den Empfängern umgerechnet 25.000 Euro verlangt. Bei den Ermittlungen werde auch das Verschwinden mehrerer Kinder untersucht.“

 

>>Rheinische Post<<

„Es sind erschreckende Geschichten, die im Netz und auf Aushängen in einigen deutschen Innenstädten über die sogenannte „Organmafia“ kursieren. Da ist von – zumeist aus dem Ausland stammenden – Männern die Rede, die in Deutschland Kinder entführen, um sie ins Ausland zu verschleppen mit dem Ziel, die Organe der Kinder zu verkaufen. Angeblich sollen sie sogar Kleinkinder aus Kinderwagen entführen. Ganz offensichtlich möchte hier jemand Angst unter den Bürgern schüren. Mit Texten wie „Achtung! Bulgarische und Rumänische Organmafia jetzt auch in Deutschland auf der Jagd nach Kindern und Jugendlichen. Entführungen bereits in Duisburg und Essen“ verunsicherten der oder die Verfasser viele Menschen. … Die übergreifende, offizielle Botschaft der Polizei in der Region lautet daher auch: Alle Meldungen zur Organmafia sind falsch, ein Fake.“

Nun Behörden sind gewohnheitsmäßig recht schnell in dementieren von Meldungen.

>>Bild<<

„Und bei vielen Kindern weiß niemand, welches Schicksal sie ereilt hat. Sie werden vermisst. „In Deutschland werden jedes Jahr rund 100 000 Kinder und Jugendliche als vermisst gemeldet. In 99 Prozent der Fälle tauchen sie wohlbehalten wieder auf“, sagte Lars Bruhns (36), Vorsitzender der „Initiative Vermisste Kinder“, gegenüber BILD. … Darunter gibt es rätselhafte Fälle, in denen Kinder ohne eine Spur verschwanden und die Ermittler völlig im Dunkeln tappen. Und dementsprechend gibt es verzweifelte Angehörige, die Monate und Jahre bangen und warten, manchmal sogar Jahrzehnte.“

Knapp 2.000 Kinder werden vermisst und in den meisten Fällen gibt es keine oder wenig Anhaltspunkte über deren Aufenthalt und Schicksal. Es bleibt daher reine Spekulation, ob sie der Organmafia zum Opfer gefallen sind. Jedoch wohlweislich sagt der gesunde Menschenverstand, wo eine Nachfrage besteht, wird sich immer jemand finden, der ein entsprechendes Angebot schafft.

>>Welt<<

„Knapp ein Jahr nach dem Tod ihres 17-jährigen Sohnes auf Malta sucht seine Familie aus Oldenburg noch immer nach Antworten. Ungeklärt sei etwa die genaue Todesursache, sagte der Vater des Jungen, Bernd Mansholt. „Vieles ist in Malta schiefgelaufen.“ An der Leiche fehlten Organe.“

Höflich und verkürzt formuliert: Hält sich der Aufklärungseifer der amtlichen Stellen in Malta in sehr engen Grenzen. Ähnlich wie hierzulande, ist man ebenfalls eher bestrebt wegzusehen, anstatt hinzusehen.

 

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