Die heimliche Abschaltung des UKW-Rundfunks

Screenshot bbc.com

Hinter verschlossenen Türen, wird heimlich an der UKW-Abschaltung gearbeitet. Da es sich um ein Reizthema handelt, soll die Bevölkerung so weit wie möglich im Unklaren gelassen werden. Die Sitzungen dazu, finden hinter verschlossenen Türen statt und nur sehr wenige Informationen dringen nach draußen.

>>Teltarif.de<<

„So fordern die Unternehmerverbände in Niedersachsen das Aus für das terrestrische Digitalradio DAB+. „Wir reden von Digitalisierung, Breitbandausbau und sehen den 5G-Standard in greifbarer Nähe. Warum sollen jetzt Millionen in eine Technologie investiert werden, die morgen schon wieder überholt ist?“, fragt sich Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen. Die meisten Radiohörer in Deutschland blieben bisher den UKW-Frequenzen treu und werden direkt zum Internetradio wechseln, das über PCs, Smartphones oder Tablets empfangen werden kann. „Wir müssen aufhören über eine Technologie zu diskutieren, die schon jetzt nicht mehr zeitgemäß ist. Die Zukunft gehört dem flächendeckenden schnellen Internet und damit dem Internetradio und nicht DAB+“, so Müller weiter. … Unterstützung bekommt der Verband auch von einer anderen Seite. Entweder zügig klare Rahmenbedingungen und Fristen oder Schluss mit der Förderung: So lautet die Empfehlung des niedersächsischen Landesrechnungshofes zum Umgang mit dem digitalen Hörfunkstandard DAB+. Es bleibe festzuhalten, dass es in einem Zeitraum von 20 Jahren bisher nicht gelungen sei, bei den Nutzern eine nennenswerte Ausstattung mit DAB oder DAB+-Geräten zu erreichen, heißt es im aktuellen Jahresbericht des Rechnungshofes. „Selbst wenn die politischen und industriellen Rahmenbedingungen gegeben und damit drei der vier Forderungen der KEF erfüllt sein sollten, muss die neue Technologie den Konsumenten überzeugen, damit sie sich am Markt durchsetzt. Eine verordnete UKW-Abschaltung erscheint nicht zweckmäßig, solange für den Hörfunkkonsumenten die Nachteile überwiegen”, lautet die Kritik der Finanzkontrolleure. Beobachter gingen davon aus, dass seit den 90er Jahren möglicherweise bis zu einer Milliarde Euro in die Technologie gesteckt wurde. Bei den Prüfern in Hildesheim wundere man sich über die Lethargie bei NDR, Staatskanzleien und Landesmedienanstalten. „In den Gesprächen war keine eindeutige Strategie zur Einführung von DAB+ erkennbar“, heißt es. „Angesichts der seit 20 Jahren andauernden, aber bisher wenig erfolgreichen Förderung der Entwicklung und Verbreitung von DAB/DAB+ und der weiterhin zu erwartenden hohen Kosten eines fortdauernden Simulcastbetriebs, erwarten die Rechnungshöfe ähnlich wie die KEF, dass sich die Beteiligten entweder auf klare und krisensichere Rahmenbedingungen sowie überschaubare Fristen zum Ersatz von UKW durch DAB+ verständigen oder die Förderung der Verbreitung von DAB+ möglichst umgehend beenden“, heißt es im Bericht weiter.“

 

>>Antenne Bayern<<

„Das gute, alte UKW-Radio könnte schon bald nur noch Rauschen senden. Bei den Berliner Koalitionsverhandlungen gibt es offenbar Bestrebungen, die UKW-Radiofrequenzen abzuschalten. Damit soll eine Umstellung auf das Digitalradio DAB erzwungen werden. Bisherige UKW-Radiogeräte würden dann allerdings nicht mehr funktionieren. Das gilt auch für fast alle Autoradios. ANTENNE BAYERN hat euch die Frage gestellt, wie ihr darüber denkt: Soll eine Abschaltung von UKW erzwungen werden? Die Antwort ist deutlich. 91,6 Prozent der Befragten sagen „Nein, sie möchten selbst entscheiden, wie sie Radio empfangen“. Nur 8,4 Prozent gaben an auf UKW verzichten zu können.“

Tatsächlich ist die Abschaltung von UKW-Radio schon voll im Gange. Durch die Hintertür werden schleichend einige Programme, im dünn besiedelten Helgoland und Mittenwald abgeschaltet. Demokratie ist offenkundig immer nur dann erwünscht, wenn das Volk auch im Sinne der hohen Politik abstimmen würde. Hinter verschlossenen Türen, wird bereits emsig an der UKW-Abschaltung gearbeitet.

>>Umweltbundesamt<<

„Mitten in Ghanas Hauptstadt Accra liegt „Agbogbloshie“. Auf der größten Elektroschrottdeponie Afrikas mit angrenzendem Slum zertrümmern und verbrennen Kinder, Frauen und Männer die Geräte mit bloßen Händen, um mit den verwertbaren Resten ihren Lebensunterhalt zu bestreiten – mit verheerenden Folgen für Gesundheit und Umwelt. Da ein Teil der Geräte aus Deutschland stammt, sind wir alle gefragt.“

Jenseits der Moral: Selbstverständlich würde durch eine UKW-Abschaltung unzählige – funktionsfähige – Radios als Elektroschrott enden. Allerdings hierbei zeigt sich das Umweltbundesamt, sehr gleichgültig.

 

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Bild: nordvpn.com
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