Drohnen: Wie der Staatsfunk das Publikum in die Irre führt

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Der staatliche Rundfunk berichtet über Drohnen: Und präsentiert eine unterirdische Berichterstattung. Kritische journalistische Fragen: Fehlanzeige. Einfache technische Kenntnisse: Nicht Vorhanden. Der geistige Drohnentiefflug endet mit einer abenteuerlichen Schlussfolgerung. Doch die wirklich wichtigen Aspekte über die Drohnentechnologie: Die bleiben Unerwähnt.

Staatsfunk: Vogelschlag bei Flugzeugen angeblich keine Gefahr

>>Staatsfunk „Deutschlandfunk“ <<

„Die Drohne ist nicht vergleichbar mit einem Vogel. Der wird von einem Triebwerk noch einigermaßen verdaut. Aber das ist bei der Drohne eben anders, weil sie Metallteile hat und weil sie vor allem diese schweren Akkus hat, die eben zu Zerstörungen im Triebwerk führen.“

Notlandung im Fluss wegen Vogelschlag ab

Zerstörungen im Triebwerk führen“ – In diesem Zusammenhang wird auf unbekannte Studie verwiesen. In Wirklichkeit: Es existieren praktisch zahllose Drohnentypen und kaum minderweniger Flugzeugtypen. Die Frage: Welchen Schaden – welcher Drohnentyp – bei welchen Flugzeugtyp tatsächlich anrichtet? Das ist sehr schwierig zu beantworten. Die allermeisten Drohnen sind sehr klein und dürften somit wohl keine Gefahr darstellen.

„Über dem New Yorker Hudson River eine gigantische Flugzeugkatastrophe“

>>Spiegel<<

„Die Triebwerke fielen aus, es roch nach Kerosin, dann war Stille: Im Januar 2009 drohte über dem New Yorker Hudson River eine gigantische Flugzeugkatastrophe. Doch statt vieler Toter gab es ein Wunder – weil der Kapitän den Airbus auf dem Wasser landete.“

US-Airways-Flug 1549: Nur durch Glück und Können des Piloten gab es keine Toten

US-Airways-Flug 1549 – musste nicht wegen den vermeintlich gefährlichen Drohnen, sondern wegen Vögeln eine abenteuerliche Notlandung hinlegen. Vogelschlag: Das „Verdauungssystem“ der Triebwerke, kam mit Vögeln wohl doch nicht zurecht. Aber der geistige Tiefflug des Staatsfunks, ist mit dieser Peinlichkeit noch lange nicht am Ende.

Der geistige Tiefflug des Staatsfunks

>>Staatsfunk „Deutschlandfunk“ <<

„Das bundeseigene Unternehmen der Luftverkehrsverwaltung hat im vergangenen Jahr in Deutschland 158 Fälle registriert, bei denen Flugzeuge durch Drohnen behindert wurden. … „Drohnen sind auf dem Radarschirm des Lotsen nicht sichtbar“, so Kelek. „Und die Aufgabe des Fluglotsen ist eben, dass er einen Piloten vor möglichen Gefahren im Luftraum warnt.“

„Drohnen sind auf dem Radarschirm des Lotsen nicht sichtbar“ – Tatsächlich?

Drohnen sind auf dem Radarschirm des Lotsen nicht sichtbar“ – Die haben es tatsächlich geschrieben. Das Gegenteil ist Richtig: Drohnen sind auf dem Radschirm sichtbar. Sollten die UAV tatsächlich „unsichtbar“ sein, ist entweder das Radar kaputt oder der verantwortliche Operator hat davon keine Ahnung. Auch größere Vögel, wie Enten, Gänse und Schwäne können mit den Radar geortet werden. Anhand des Flugverhalten und Radarrückstrahlung, lässt sich sogar meist die Vogelart bestimmen. Bestenfalls sehr kleine Drohnen und Vögel sind entweder sehr schwierig oder gar nicht zu orten: Aber die spielen ohnehin keine Rolle im Flugverkehr.

Vögel und Drohnen sind auf den Radar sichtbar

>>Staatsfunk „Deutschlandfunk“ <<

„Ja, der Gesetzgeber ist in jedem Fall gefordert“, so der CDU-Politiker Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. „Die Drohnenverordnung ist jetzt auch schon eine Zeit lang alt, und in einem so dynamischen Bereich wie den Drohnen müssen wir einfach immer wieder die rechtlichen Rahmenbedingungen aktualisieren.“

Wie Kai aus der Kiste: Schärfere Gesetze für Drohnen gefordert

Und hier sieht man auch, in welche Richtung der Artikel geht: Neue Gesetze, Gebühren und Verordnungen sollen den privaten Drohnenflug madig machen. Der vermeintlich „staatsferne“ Rundfunk hält es im ganzen Beitrag nicht ein einziges mal für nötig: Eine kritische Frage zu stellen. Obwohl die ganze Gesetzesverschärfung an einen künstlich geschaffenen Problem festgemacht wird.

Drone Shield: Störsender gegen Drohnen

Der staatliche Rundfunk verschweigt: Das australische Unternehmen >>Drone Shield<< bietet eine ganze Reihe von Störsender und elektronische Detektoren gegen Drohnen an. Einrichtungen wie Flughäfen, wären problemlos in der Lage: Das betreffende Flugfeld dauerhaft elektronisch Abzuschirmen und somit den Aufstieg von Drohnen zu verhindern. Auch Drohnenpiloten, die ihre Drohnen über illegalen Gebiet fliegen lassen, können mit entsprechenden Detektoren gefunden werden. Sollten tatsächlich Drohnen den Flugverkehr behindern, lautet die zu stellende Frage: Wieso ist die Technik nicht schon längst installiert?

Drone Shield: Drohnenpiloten können elektronisch aufgespürt werden

Gesetzesverschärfungen: Terroristen oder feindlich gesinnte Agenten, dürften sich kaum um irgendwelche Gesetze scheren. Auch dieser Aspekt bleibt in den langen Bericht unerwähnt. Der staatliche Rundfunk betrachtet sich selbst gern als „Elite“ – aber der ganze Beitrag ist doch sehr Mangelhaft. Es fehlt nicht nur an einfachen journalistischen Kenntnissen, sondern die ganzen vorgebrachten technischen Aspekte sind einfach nur Peinlich.

Mini-Drohnen: Die heimliche Überwachung

>>PC-Welt<<

„Die 168 Millimeter langen und unter 33 Gramm leichten Drohnen sehen wie ein Mini-Hubschrauber aus, lassen sich bequem mit einer Hand tragen und hören auf die Bezeichnung Black Hornet Personal Reconnaissance System. Die Drohnen sind extrem leicht, fliegen nahezu unhörbar und können mit einer Akku-Ladung bis zu 25 Minuten lang und 2 Kilometer weit und rund 21 km/h schnell fliegen.“

Spionage und Überwachung durch Drohnen: Für den Staatsfunk kein Thema

Von – fast unsichtbaren – Minidrohnen und aktueller Kameratechnik geht tatsächlich eine Gefahr aus. Der „Lauschangriff“ kann nicht nur über die Telefonleitung erfolgen, sondern auch von Drohnen ausgehen. Denn im Allgemeinen handeln die Behörden nach der Devise: Was technisch möglich ist, wird auch umgesetzt. Doch vom staatlichen Rundfunk, dürfte hierüber keinerlei Kritik zu erwarten sein.

 

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