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Dubiose Verträge: „Ein einträgliches Geschäft“

Screenshot vimeo.com

Vermieter von Schrottimmobilien machen mit der Not mancher Flüchtlinge ein einträgliches Geschäft. Sie gehen gezielt an die gewährte Miet-Obergrenze.“ So berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Unter den Geschäftemachern, befinden sich auffällig viele, mit guten Beziehungen zur Politik oder gleich mit Parteibuch.

>>Rheinische Post<<

„Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise unterschrieb die Stadt Krefeld Mietverträge quasi im Eiltempo: In der Zeit habe die Verwaltung rund 500 Wohnungen zur Unterbringung von Geflüchteten angemietet. Darüber hinaus seien durch noch nicht anerkannte Geflüchtete weitere rund 200 Wohnungen selbst gemietet worden, berichtete Stadtsprecherin Angelika Peters auf Anfrage unserer Redaktion. … Offenbar fehlte unter dem Druck der Ereignisse die Ruhe, um sich Wohnungen und Vermieter genauer anzusehen. „In der Zeit der Anmietung sind pro Woche rund 100 Geflüchtete in Krefeld angekommen, die ein Dach über dem Kopf benötigten.“ … Zu den Vermietern zählt auch die Via Real Finance UG. Die Gesellschaft wird von der Lebensgefährtin des SPD-Ratsherrn Mustafa Ertürk geleitet und kümmert sich unter anderem um die Vermarktung der Immobilien des Kommunalpolitikers. So hat die Stadt auf Anfrage eingeräumt, dass sie 16 Wohnungen in drei Objekten an der Inrather Straße 231, an der Hubertusstraße 86 und am Hagerweg 36c für eine Dauer von fünf Jahren gemietet hat. Über die Kündigungsmodalitäten gibt sie keine Auskunft. Wohl aber über den Mietzins. Für die sieben Wohnungen an der Inrather Straße zahlt die Stadt 50.700 Euro pro Jahr warm.“

 

>>Express<<

„6.800 Euro für eine achtköpfige Familie – das zahlt die Stadt jeden Monat für ein gut 35 Quadratmeter großes Appartement im „Boarding Home am Schokoladenmuseum“ … Es ist eins von 40 Hotels, in denen die Stadt Flüchtlinge unterbringt. In der CDU gibt es Ärger um ein weiteres: Das „Hotel zum Bahnhof“ in Dellbrück. Es gehört CDU-Vorstandsmitglied Andrea Horitzky. „Ich hatte früher Gäste aus aller Welt, ich habe heute Gäste aus aller Welt. Das ist meine Privatsache und geht Sie nichts an“, versucht Horitzky den EXPRESS abzufertigen. … Doch Andrea Horitzky sitzt im Vorstand der Kölner CDU. Und sie hat kein Problem damit, als Politikerin, die die Geschicke der Stadt mitbestimmt, von der Not bei der Flüchtlingsunterbringung zu profitieren, indem sie öffentliche Gelder kassiert. „Das Hotel ist mein Beruf und damit meine Privatsache. Das andere ist mein ehrenamtliches Engagement in der CDU. Ich will für die Kölner was tun.“ … Nach EXPRESS-Informationen leben im „Hotel zum Bahnhof“ derzeit 31 Flüchtlinge. Es wird ein Tagessatz von 35 Euro pro Person gezahlt. Macht im Monat 32.500 Euro für Horitzky.“

 

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