Erpressung: Die diplomatische Geiselnahme der Türkei

Screenshot vimeo.com

Hierzulande leben jede Menge Menschen mit einen türkischen Pass, wodurch die Einflussnahme der Türkei beträchtlich ist und diese wird auch noch beständig ausgebaut. Aus diesen Grund, wird die einheimische Politik immer mehr zur politischen Geisel, von türkischen Interessen.

>>Focus<<

„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.“ Diese Worte aus einem Gedicht rezitierte der heutige Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bei einer Rede im Jahr 1998. … Weiter heißt es in dem religiösen Gedicht: „Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten“.

 

>>Zeit<<

„Ein Mann in osmanischer Tracht, ergänzt durch einen sonderbaren Hut und eine  gigantische Türkei-Flagge, spaziert durch die Reihen und lässt sich bereitwillig fotografieren. Er symbolisiert, was Erdoğan später ausspricht: „Wir sind alle die Enkel von Sultan Süleyman“, wird der Ministerpräsident sagen, „und die Enkel von Kara Mustafa“. Sultan Süleyman der Prächtige war jener Sultan, der die Erste Türkenbelagerung Wiens 1529 zu verantworten hatte. Kara Mustafa war Oberbefehlshaber während der Zweiten Türkenbelagerung 1683. … Acht Jahre zuvor sagte der St. Pöltner Diözesanbischofs Kurt Krenn in einem Interview: „Zwei Türkenbelagerungen waren schon, die dritte haben wir jetzt.“ Nur erfolge diese auf einem anderen Weg. Die Quasi-Gleichstellung der ehemaligen Gastarbeiter mit einer plündernden und mordenden Horde osmanischer Soldaten hat dem Bischof damals viel Kritik eingebracht. … Erdoğans Rede erinnert in den anderen Momenten sehr an seinen Auftritt in Köln. Er habe die Grüße von 77 Millionen Bürgern im Gepäck, ruft er in die Menge. Er befürwortet die Integration, verurteilt die Assimilation. Lobt jene Auslandstürken, die ihre Kultur, ihre Sprache hochhalten würden.“

Die Äußerungen des türkischen Staatspräsidenten wurden zu keinen Zeitpunkt revidiert. Das bedeutet: Der politische Kurs der Türkei ist eindeutig.

>>Focus<<

„Der Vorfall reiht sich ein in eine länger werdende Kette von Ereignissen von Massenschlägereien und Messerstechereien, die immer deutlicher belegen: die Aggressivität und Gewaltbereitschaft unter Anhängern der türkisch-nationalistischen Organisation „Grauen Wölfe“ in Deutschland nimmt weiter zu. … Als „Graue Wölfe“ bezeichnen sich in der Türkei die Mitglieder der rechtsextremen Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP). Ziel dieser 1961 gegründeten Partei, die in den vergangenen Jahren zahlreicher Morde und terroristischer Gewalttaten bezichtigt wurde, ist ein großtürkisches Reich, das weit über die Grenzen der Türkei hinausgeht. In Deutschland agieren die Anhänger der Grauen Wölfe, auf Türkisch Ülkücü genannt, unter dem Deckmantel eines Vereins mit dem sperrigen Namen „Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland“. Aktuellen Schätzung zufolge soll es mindestens 10.000 Anhänger im gesamten Bundesgebiet geben. … Ritter sagt: „Es gibt in der Türkei eine zunehmende Tendenz der Nationalisierung und Abwendung von der Demokratie. … “ „Ganz sicher“ trägt nach Ansicht von Florian Ritter zur zunehmenden Gewaltbereitschaft unter den türkischen Rechtsextremisten in Deutschland auch die aktuelle Flüchtlingsdebatte zwischen der EU und der Türkei bei. „Die ‚Grauen Wölfe‘ lassen sich hochschaukeln von der allgemeinen Stimmung, der allgemeinen Zunahme nationalistischer Tendenzen und der daraus ebenfalls resultierenden zunehmenden Gewaltbereitschaft im rechtsextremen Politikspektrum“, sagt Ritter.“

 

>>Zeit<<

„Über 6.000 Informanten des türkischen Geheimdienstes MİT sind einem Medienbericht zufolge in Deutschland tätig. Die Spitzel sollen den MİT mit Informationen über die türkische Gemeinde versorgen, berichtet die Welt am Sonntag unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Sicherheitspolitiker.“

 

>>Der Tagesspiegel<<

„Die Ditib mit Sitz in Köln ist der größte Moscheeverband in Deutschland und untersteht der Religionsbehörde Diyanet in Ankara. Diese wiederum ist direkt dem türkischen Präsidenten unterstellt. Die enge Verzahnung von Staat und Religion in der Türkei hat in Deutschland bis vor zehn Jahren kaum jemanden gestört. Im Gegenteil: Die Ditib wurde gerade wegen ihrer Abhängigkeit vom angeblich laizistischen Staat hofiert.“

Natürlich stellen diese Aktivitäten der Türkei in Deutschland nur einen Auszug da: Es handelt sich dabei nur die berühmte Spitze, des sogenannten Eisbergs. Weswegen es sich in diplomatischen Fragen immer wieder zeigt, dass die Bundesrepublik vor der Türkei willfähig einknickt. Zynisch formuliert: Der türkische Präsident könnte auf den Rücken eines deutschen Außenministers den Bosporus hinaufpaddeln.

 

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