„Fakt oder Fake?“ – Corona-Verschwörungstheorien enthüllt! (2)

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Hinsichtlich der Corona-Pandemie sprießen diverse Verschwörungstheorien wie Pilze aus dem Boden. Wie im ersten Teil meiner diesbezüglichen Betrachtung zeige ich nachfolgend weitere Fake News auf und widerlege sie mit Fakten.

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Von Guido Grandt

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Der Fake mit Arzneien gegen Corona

Längst schon gehen windige Geschäftemacher mit der Aussage auf Tour, dass durch homöopathisches Globuli eine Immunität gegen das Coronavirus erreicht werden kann. Damit wollen sie nichts anderes, als leichtgläubige Menschen schamlos abzuzocken!

So heißt es etwa in einem diesbezüglichen Text, „durch die Globuli werde dem Organismus die Botschaft der Corona-Erkrankung in hoch-potenzierter Form zugeführt, so dass er Antikörper gegen die Erkrankung entwickele. Komme es zum realen Kontakt mit dem Corona-Virus, trage man bereits Antikörper in sich, womit sich das Risiko einer Erkrankung verringere. Das Mittel bestellen kann man direkt online …“

Irrführende Werbung

Dazu erklärt Annett Reinke von der Verbraucherzentrale Brandenburg: „Es gibt derzeit keine Arzneien, die eine Erkrankung mit dem neuartigen Corona-Virus verhindern können. Werbung, die so etwas suggeriert, führt in die Irre. Wir verurteilen Unternehmen, die die aktuelle Lage ausnutzen, um mit nicht belegbaren Aussagen oder Fake-News verunsicherten Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen.“

Gleichfalls helfen auch keine Nahrungsergänzungsmittel, wie andere Anbieter im Internet suggerieren. Denn solche sind Lebensmittel und nicht zur Prävention, Linderung oder Therapie von Erkrankungen gedacht. Es ist daher in Deutschland verboten, Vitaminkuren oder Pflanzenpräparaten Wirkungen oder Eigenschaften zuzuschreiben, die sie nicht besitzen.

Desinfektionsmittel würden belegen, dass das Coronavirus nicht neu, sondern längst bekannt ist

Tatsächlich steht auf älteren Flaschen von Desinfektionsmitteln, dass es gegen „Coronaviren“ wirksam sei. Daraus leiten nun Verschwörungstheoretiker ab, dass Corona SARS-CoV-2 längst geläufig und keinesfalls neu sei.

Doch das ist falsch! Denn: Die Familie der Coronaviren ist schon seit Mitte der 1960er-Jahre bekannt. Auch bei SARS und MERS handelt es sich um Coronaviren. Bei SARS-CoV-2 wird daher von Experten von einem „neuartigen“ Coronavirus gesprochen. Da es lange keinen eigenen Namen hatte, setzen viele Menschen SARS-CoV-2 offenbar mit dem Begriff „Coronavirus“ gleich.

Beispielsweise informiert die Firma Cooklike über ihr Desinfektionsprodukt Vibasept auf einem älteren Datenblatt, dass sie Coronaviren schon in den 2000er-Jahren in das Wirkungsspektrum der Produkte aufgenommen habe. Dementsprechend sind anderslautende Berichte (zumeist mit Fotos von den Desinfektionssprays) nichts anderes als irreführend.


WHO bietet Informationsdienst gegen Verschwörungstheorien an

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sagt Fake News und Verschwörungstheorien zum Coronavirus den Kampf an. Sie hat einen eigenen Informationsdienst eingerichtet, um so wichtige Informationen zeitnah an interessierte und besorgte Menschen zu verschicken. Damit sollen besonders die Risikogruppen geschützt werden.

Der entsprechende WhatsApp-Dienst kann am Smartphone, aber auch als Desktop-Version empfangen werden. Zunächst muss man die Telefonnummer +41798931892 in seinen Kontakten abspeichern. Danach schickt man eine WhatsApp-Nachricht mit dem Wort „Hi“ an diese Nummer.

Für die PC-Desktopversion kann man auch diesen Link http://bit.ly/who-covid19-whatsapp benutzen. Die WHO bietet den Dienst in Englisch, Arabisch, Chinesisch, Französisch, Russisch und Spanisch an.

 

–W E R Β U Ν G–

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