Die geheimen Killerkommandos des Geheimdienstes

Screenshot youtube.com

Die Welt der Geheimdienste besteht aus seltsamen Todesfällen und mysteriösen Zufällen. Es verschwinden auf ungeklärte Weise Waffen und Munition aus Bundeswehrbeständen und die zuständigen Ministerien hüllen sich soweit wie es irgend geht in Schweigen. Alle Ungereimtheiten der Fälle würdigt man mit Nichtbeachtung und die Ermittlungsbehörden scheinen auch nicht sonderlich bestrebt zu sein die Fälle aufzuklären.

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

„Unbekannte haben aus einem Panzer der Bundeswehr Gewehre gestohlen. Das teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag auf Anfrage mit. Zuvor hatte die „Welt“ darüber berichtet. Demnach wurden Mitte Februar auf dem Truppenübungsplatz Munster in Niedersachsen ein „Fuchs“-Panzer aufgebrochen und zwei G36-Sturmgewehre, eine P8-Pistole, eine Signalpistole, zwei Funkgeräte, zwei Magazine ohne Munition und ein Doppelfernrohr gestohlen.“

 

>>Welt<<

„Auffällig ist, dass ausschließlich jenes Bundeswehrfahrzeug aufgebrochen worden war, in dem Waffen gelagert waren. … Die Mitglieder des Verteidigungsausschusses waren zum damaligen Zeitpunkt vom Bundesministerium der Verteidigung noch nicht über den schwerwiegenden Waffendiebstahl informiert worden. Mehrere Abgeordnete äußerten anschließend Kritik an der Informationspolitik des Ministeriums.“

Bei der beschriebenen Signalpistole könnte es sich durchaus auch um eine Granatpistole handeln. Das ausschließlich – das Fahrzeug aufgebrochenen worden ist worin Waffen lagerten – deutet daraufhin, dass die Täter genau wussten was sie taten. Auch verirren sich selten unbeteiligte Zivilisten auf Truppenübungsplätze.

>>Focus<<

„Mehr als 500 Kilogramm wog die Munition, die Diebe Anfang Februar aus der Kaserne Seedorf in Niedersachsen schleppten. 34.881 Schuss – geeignet für Sturmgewehre vom Typ G 36, MG 3 Maschinengewehre oder P 8 Pistolen. „Ein Diebstahl in diesem Umfang ist schwer erklärlich“, sagt Rainer Arnold, der für die SPD im Verteidigungsausschuss des Bundestags sitzt, zu FOCUS Online, „die müssen die Patronen ja kistenweise rausgeschleppt haben“. Bemerkt hat die Diebe in der Fallschirmjägerkaserne im Landkreis Rotenburg jedoch niemand.“

Eine Teil der gestohlenen Munition ist zwar wieder aufgetaucht. aber ein Teil bleibt ebenso verschwunden. Ein großer Teil der entwendeten Patronen ist kompatibel mit den gestohlenen Waffen von dem Truppenübungsplatz Munster. Die Gemeinsamkeit beider Fälle: Durchschnittliche Kriminelle sind zu solchen Taten normalerweise unfähig. Außerdem das Risiko erwischt zu werden ist sehr hoch und die Beute von geringen Wert und darüber hinaus auch noch schwierig zu Geld zu machen. Ungeachtet dessen: Viele Länder haben liberale Waffengesetze und die Grenzen sind faktisch unkontrolliert. Folglich: Es macht – für gewöhnliche Kriminelle – einfach keinen Sinn, Waffen oder Munition von der Bundeswehr zu stehlen.

>>Der Schattenkrieg: Israel und die geheimen Tötungskommandos des Mossad von Ronen Bergman (Buch) <<

„Der Plan zur Ermordung von Mahmud al-Mabhuh war vier Tage zuvor, am 15. Januar, bei einer eilig einberufenen Besprechung im großen Konferenzraum unweit von Meir Dagans Büro gebilligt worden, nachdem der israelische Militärgeheimdienst al-Mabhuhs E-Mail-Server gehackt und entdeckt hatte, dass der Palästinenser für den 19. Januar einen Flug von Damaskus nach Dubai gebucht hatte. Bei der Besprechung hatten etwa 15 Personen an einem langen Tisch gesessen, unter ihnen Vertreter der Nachrichtendienst-, der Technologie- und der Logistikabteilung des Mossad. Die nach Dagan wichtigste Person, Caesarea-Chef »Holiday«, hatte es übernommen, die Operation »Plasma-Bildschirm« persönlich zu leiten. Al-Mabhuh stand seit Langem auf der Todesliste der Israelis. … Dubai war der Ort, an dem al-Mabhuh am bequemsten getötet werden konnte. Die anderen Städte oder Länder, in denen er sich zeitweilig aufhielt – Teheran, Damaskus, der Sudan und China –, hatten fähige Geheimdienste und hätten ein Killerkommando des Mossad vor weit mehr Probleme gestellt. Im Vergleich dazu besaß Dubai, wie der Mossad glaubte, nicht entfernt so starke Ordnungskräfte und qualifizierte Geheimdienste. Außerdem wimmelte die Stadt von Touristen und ausländischen Geschäftsleuten. Dubai, Israel offiziell feindlich gesinnt, war zwar immer noch ein Ziel-Land, aber der Mossad hatte schon einen Mann in der Innenstadt von Damaskus getötet und einen syrischen General in seiner eigenen Villa: Verglichen damit würde ein Hamas-Agent in Dubai eine relativ leicht zu eliminierende Zielperson sein.“

Zunächst sollte man wissen nicht alle Operationen der Geheimdienste kommen ans Tageslicht: Morde zu vertuschen oder in die Schuhe Unschuldiger zu schieben gehört ebenso dazu. Zu diesen Zweck würden sich auch die Waffen der Bundeswehr ausgezeichnet eignen: Die Schuld bei einen hypothetischen Mord hätte dann irgendein Bundeswehrsoldat oder frei nach belieben, ein anderer Zivilist – der noch dazu eine Waffe gestohlen hat.

 

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