Im geheimen Untergrund: Agenten als gesellschaftliche Agitatoren

Screenshot messynessychic.com

Die Methoden des Geheimdienstes sind vielfältig und nicht alle scheinbaren Zufälle im Leben – sind auch wirklich echte Zufälle. Denn viele Missionen werden gezielt geplant und bestimmte Situationen dementsprechend planmäßig arrangiert. Wirklich Abhilfe schafft nur der gesunde kritische Menschenverstand.

>> Mossad: Missionen des israelischen Geheimdienstes von Michael Bar-Zohar & Nissim Mischal (Buch) <<

„Und dann tauchte auf einmal Cindy auf. »Sind Sie vom Mossad?«, fragte er, halb im Scherz. »Nein, nein«, erwiderte sie. »Bin ich nicht. Was ist das überhaupt?« Sie fragte ihn nach seinem Namen. »George«, sagte er. Unter diesem Namen war er im Hotel abgestiegen. »Soso«, meinte sie lächelnd, »kommen Sie schon, Sie heißen nicht George.« Sie gingen in ein Café, wo er ihr seinen richtigen Namen nannte. Dann erzählte er ihr von der Sunday Times und den ganzen Problemen. Sie schlug ihm sofort vor, nach New York zu kommen. Dort könne sie gute Zeitungen und gute Anwälte für ihn auftreiben. Doch er hörte nicht zu, nicht wirklich. Mordechai Vanunu hatte sich Hals über Kopf verliebt. Innerhalb der nächsten Tage traf er sich mehrere Male mit Cindy. Seinen Aussagen zufolge war es die beste Zeit seines Lebens. Die beiden spazierten Hand in Hand durch die Londoner Parks, gingen ins Kino, sahen »Der einzige Zeuge« mit Harrison Ford und Woody Allens »Hannah und ihre Schwestern«. Sie besuchten das Musical »42nd Street«, und vor allem tauschten sie unzählige Küsse aus. Niemals würde er sie vergessen, diese innigen Umarmungen und süßen Küsse. Von denen schenkte Cindy Vanunu jede Menge – doch weigerte sie sich standhaft, mit ihm zu schlafen. Sie könne ihn nicht mit in ihr Hotel nehmen, sagte sie, weil sie ihr Zimmer mit einem anderen Mädchen teile; sie lehnte es auch ab, ihn in sein Hotelzimmer zu begleiten. Du bist gereizt und angespannt, meinte sie immer wieder, es würde nicht funktionieren. Nicht hier in London. Dann hatte sie eine Idee. »Warum kommst du nicht mit mir nach Rom? Meine Schwester lebt da, sie hat dort eine Wohnung. Wir könnten eine echt schöne Zeit miteinander haben, und du würdest deine Sorgen vergessen.« Zuerst lehnte er ab. Doch Cindy war fest entschlossen, nach Rom zu gehen. Sie kaufte sich ein Flugticket – Businessclass –, und als sie ihn schließlich überzeugt hatte, kaufte sie ihm auch eines. »Du kannst es mir später zurückzahlen«, meinte sie. Und Vanunu erlag der Versuchung. Wäre er ein ernsthafterer und vernünftigerer Mann gewesen, hätte er gemerkt, dass er in eine »Honigfalle« getappt war, wie Geheimdienste die sexuelle Verführung durch eine Frau bezeichnen. Es war ein Paradebeispiel: Du triffst auf der Straße ein Mädchen; sie verliebt sich Hals über Kopf in dich; sie ist bereit, alles für dich zu tun: dich nach Rom in die Wohnung ihrer Schwester mitzunehmen, dir ein Flugticket zu kaufen, obwohl sie dich kaum kennt. In London kann sie nicht mit dir schlafen, aber in Rom kann sie es. Einem gescheiten Mann wäre Cindys Geschichte merkwürdig vorkommen, wenn nicht gar lächerlich. Doch die Psychologen des Mossad hatten hervorragende Arbeit geleistet: Sie wussten ganz genau, was Vanunu wollte, und hatten vorausgesehen, dass die süßen Küsse und die noch süßeren Versprechungen einer Frau, die wunderschön und sexy war, ihn vollkommen blind machen würden.“

 

>>Neue Osnabrücker Zeitung<<

„Wenn Ditfurth auftritt, fehlen leise Töne. Ein paar interessante Denkanstöße gab es aber trotzdem. Eigentlich sollte es um den G-20-Gipfel in Hamburg gehen, der fand aber nur am Rande statt, denn wenige Tage nach dem Einzug der AfD in den Bundestag ließ es sich die Alt-Linke Jutta Ditfurth nicht nehmen, ausgiebig den Teufel an die Wand zu malen. „Ihr erlebt die Vorphase des Faschismus!“, kündigte Ditfurth ihren Zuhörern an. Zum Vortrag eingeladen hatten die „Libertären Kommunist*innen Osnabrück“, und gekommen waren so viele, dass einige auf dem Boden sitzen mussten. Das junge Publikum erlebte einen Rundumschlag gegen Politik und Gesellschaft; wer sich gelegentliches Zögern, Zweifeln, oder auch nur drei aufeinanderfolgende Sätze ohne Polemik gewünscht hätte, blieb unerhört. … Was schließlich nicht ungestellt bleiben soll, ist eine formale Frage: Wenn Jutta Ditfurth völlig selbstverständlich in Räumen der Universität Osnabrück auftritt, müsste das gleiche Privileg dann auch einem AfD-Politiker oder einem Alt-Burschenschaftler gewährt werden?“

Aber nicht nur die Türen der Universität Osnabrück öffnen sich für Jutta Ditfurth: In diversen Unterhaltungssendungen im Staatsfernsehen ist sie ebenfalls als gefühlter Dauergast omnipräsent.

>>Focus<<

„Bosbach hatte die ARD-Talksendung zum G20-Gipfel am Mittwochabend vorzeitig verlassen, weil er sich von Ditfurth angegriffen fühlte. Maischberger hatte daraufhin vergeblich versucht, Ditfurth ebenfalls zum Verlassen der Sendung zu bewegen.“

Auch hier stellt sich analog die selbe Frage: Warum wurde Ditfurth überhaupt eingeladen? Als Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Frankfurt am Main führt die werte Dame ein sehr öffentlichkeitswirksames Leben und das meist jenseits der politischen Stadtgrenzen der Mainmetropole. Vergleichbar wie in der Universität Osnabrück nutzt sie die gegebene Bühne um unentwegt zu provozieren und die gesellschaftliche Debatte in eine bestimmte Richtung zu lenken.

>>Jutta Ditfurth<<

„Es war ein Fehler, #Dresden wieder aufzubauen.“

Dazu ist sie – jenseits der klassischen Medien –  auch in den sozialen Netzwerken sehr aktiv und unterhält mehrere Accounts: Die unentwegt mit Mitteilungen und Kommentaren bestückt werden.

>>Bundesamt für Verfassungsschutz<<

„Linksextremisten wollen unsere Staats- und Gesellschaftsordnung überwinden, unsere Demokratie soll durch ein kommunistisches oder anarchistisches System ersetzt werden. Hierzu bringen sie sich in gesellschaftliche Proteste ein und versuchen, diese in ihrem Sinne zu instrumentalisieren. Die Aktionsformen reichen von offener Agitation bis hin zu verdeckt begangenen, teilweise auch schweren Gewalttaten, wobei einzelne autonome Zusammenhänge auch die Verletzung von Personen in Kauf nehmen.“

Selbstverständlich unterhält der Geheimdienst Agenten innerhalb gesellschaftlicher Gruppen – sofern sie eine gewissen Relevanz besitzen. Neben der Informationsgewinnung, bekommt die Eigenschaft als Multiplikator einen hohen Stellenwert: Auf diese Weise ist es möglich gesellschaftliche Debatten gezielt zu lenken oder zumindest zu beeinflussen.

 

 

 

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