Inkontinenz lässt sich auf unterschiedliche Weise behandeln

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Die Behandlung der Inkontinenz richtet sich nach der Ursache der Krankheit. In manchen Fällen verlieren Betroffene Urin bei Anstrengung. Mediziner sprechen von einer Stressinkontinenz. Andere Patienten verspüren aufgrund einer schwachen Blase ständig einen Harndrang. In diesem Fall helfen Medikamente weiter.

Die Behandlung der Inkontinenz ist wichtig

Da Inkontinenz nicht lebensbedrohlich ist, wird sie von vielen Ärzten nicht ernst genommen. Das ist aber nicht richtig, denn viele Betroffene gehen aus Scham nicht mehr aus dem Haus. Professionelle Hilfe bei Inkontinenz finden Patienten bei Ärzten. Ansprechpartner sind Frauenärzte und Urologen, auch Allgemeinärzte kennen sich mit dem Problem aus. Die Patienten müssen oft eine gewisse Schwellenangst überwinden. Am besten ist es, dieses Problem bei einem Arzt anzusprechen, denn man schon länger kennt und zu dem ein gewisses Vertrauensverhältnis besteht.

Bei Stressinkontinenz den Beckenboden stärken

Stressinkontinenz betrifft häufig Frauen, die mehrere Geburten hinter sich haben. Dadurch ist das Becken geweitet und die Frauen verlieren häufig schon Urin beim Husten. Viele tragen den ganzen Monat Binden oder sogar Windeln. Bei leichteren Formen der Stressinkontinenz kann die sogenannte Kegelübung helfen. Diese stärkt den Beckenboden. Diese Übungen können ohne Hilfsmittel mehrmals am Tag durchgeführt werden Die Beckenbodenmuskulatur ist für die Unterbrechung des Harndrangs wichtig. Patienten beginnen am besten damit auf der Toilette. Sie unterbrechen das Urinieren. Später ist ein Toilettengang nicht mehr notwendig. Der Muskel kann einfach beim Stehen oder Gehen trainiert werden, ohne dass die Umwelt etwas davon mitbekommt. Der Muskel kann auch bei Männern trainiert werden. Hilfreich ist das Training bei der Dranginkontinenz und bei Problemen mit der Prostata.

Bei manchen Formen helfen Medikamente

Bevor der Arzt eine geeignete Therapie vorschlägt, bestimmt er die Art der Inkontinenz. Bei der Stressinkontinenz hilft die beschriebene Kegelübung. Manchmal ist auch eine Operation sinnvoll. Handelt es sich um Dranginkontinenz (die manchmal auch „Instabile Blase“ heißt) verschreibt der Arzt Medikamente. Diese beruhigen die nervöse Blase, sodass der Patient nicht ständig einen Harndrang verspürt. Diese Arzneimittel verschaffen den Betroffenen Linderung, heilen das Problem aber nicht. Diese Medikamente müssen bis zum Ende des Lebens eingenommen werden.

Die passenden Einlagen auswählen

Sämtliche Methoden zielen darauf ab, dass der Patient möglichst wenige Einlagen benutzen muss. Diese sind unangenehm und manchen Betroffenen peinlich. Deshalb sollte man diese unter fachmännischer Beratung auswählen. Zunächst ist wichtig, dass sie beim Tragen nicht auffallen. Frauen tragen bei leichteren Formen einfach ihre Binden den ganzen Monat. Bei schwereren Formen reicht das aber nicht aus. Im Fachhandel sind verschiedene Einlagen erhältlich. Diese sollten den Harn sicher auffangen, aber möglichst nicht auffallen.

Fazit

Betroffenen sollten bei Harninkontinenz nicht lange zögern und einen Arzt ihres Vertrauens aufsuchen. Dieser stellt zunächst eine genaue Diagnose. Darauf baut er dann die Therapie auf. Diese lindert zwar die Symptome, kann aber nicht die Ursache beseitigen. Bei der sogenannten Stressinkontinenz hat sich die Kegelübung bewährt, welche die Beckenbodenmuskulatur stärkt. Falls diese nicht ausreicht, muss der Patient oder die Patientin Einlagen tragen. Die Dranginkontinenz zeichnet sich durch eine nervöse Blase aus. Der Patient hat immer das Gefühl, er muss ständig auf die Toilette. Dieses Symptom lässt sich mit Medikamenten gut behandeln.

 

–W E R Β U Ν G–

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