Klimaingenieurwesen: Was genau soll ein erstrebenswertes Klimaoptimum sein?

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Das Klimaingenieurwesen ist normalerweise recht unverdächtig. Im Fach dreht es sich hauptsächlich um Gebäudetechnik herum. Vereinfacht: Wie muss ein Gebäude konstruiert sein, damit es eine bestimmte Temperatur halten kann. Mittlerweile will man aber die Temperaturen auf der Erde etwa genauso regeln.

Begann die Industrialisierung im Jahre 1750 oder 1850?

>>Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit<<

„Von Menschen verursachte Emissionen haben dazu geführt, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre heute um 40 Prozent höher ist als vor dem Beginn der Industrialisierung (um 1750). … Mit der Klimaerwärmung werden ferner Tropenkrankheiten in bisher nicht betroffene Gebiete vordringen können.“

„Als vor dem Beginn der Industrialisierung (um 1750)“

Tropenkrankheiten durch Klimaerwärmung? – Das Ministerium lehnt sich mit solchen Behauptungen sehr weit aus dem Fenster hinaus. Zumal Tropenkrankheiten – wie Malaria – meist eher die Ursache von mangelnder Hygiene und Armut darstellen. Laut Auswärtigen Amt: „Die Insel Kuba ist malariafrei.“ – Während die selbe „Tropenkrankheit“ auf der Nachbarinsel Haiti als echtes Problem anzusehen sei. Allgemein sind wissenschaftliche Aussagen mit Vorsicht zu genießen.

„Durchschnittstemperatur noch vor dem Beginn der Industrialisierung um 1850“

>>Welt<

„Das heilige Klima-Ziel ist reine Willkür – Die zwei Grad, von denen er spricht, sind längst zur heiligen Zahl des Klimaschutzes geworden. Das Zwei-Grad-Ziel verlangt, den Anstieg der globalen Temperaturen auf zwei Grad zu begrenzen – ausgehend von der Durchschnittstemperatur noch vor dem Beginn der Industrialisierung um 1850.“

„Das heilige Klima-Ziel ist reine Willkür“

Die widersprüchlichen Aussagen dürften recht offensichtlich sein: Der Beginn der Industrialisierung wird wahlweise mit 1750 und 1850 festgelegt. Ohnehin scheinen die Werte recht willkürlich gewählt zu sein. Genauso ließe sich die mittelalterliche Warmzeit als „Referenzwert“ festlegen, zumal sich hierfür eine gute Begründung ableiten ließe.

Klimaoptimum: „Mittelalterliche Warmzeit von 1100 bis 1350“

>>Mitteldeutsche Zeitung<<

„Die Geschichte der Menschheit belegt die Tatsache, dass Warmzeiten wirtschaftliche und kulturelle Blütezeiten waren, während Kaltzeiten Hunger und Seuchen verursachten. In den letzten 1 000 Jahren wechselten drei mittelstarke Schwankungen einander ab: die mittelalterliche Warmzeit von 1100 bis 1350 wurde von der Kleinen Eiszeit abgelöst, in der im Winter die Flüsse gefroren waren und die seit 1800 mit kurzen Zwischenphasen bis 1900 zu Ende ging. Seitdem erleben wir die Rückerwärmung nach der Kleinen Eiszeit, in deren Zwischenphasen wir uns wohl noch befinden.“

Kleine Eiszeit: „Seit 1800 mit kurzen Zwischenphasen bis 1900 zu Ende ging“

Die sogenannte „Kleinen Eiszeitzeichnete sich vorwiegend durch kühle kurze Sommer und strenge lange Winter aus, wobei es auch innerhalb diese Zeit warme Jahre gab. Doch es scheint sehr fraglich zu sein: Ob dieses Zeitalter wirklich im Sinne eines „Klimaoptimum“ erstrebenswert sei. Gerade die etablierte Wissenschaft sollte mit ihren Prognosen lieber viel Vorsicht walten lassen.

„Straßen New Yorks wegen der Zunahme an Kutschen bis zum Jahr 1910 in meterhohem Pferdemist ersticken“

>>Spiegel<<

„Um 1850 prognostizierten Stadtplaner, dass die Straßen New Yorks wegen der Zunahme an Kutschen bis zum Jahr 1910 in meterhohem Pferdemist ersticken würden. Die Geschichte strafte ihre Voraussage Lügen. Die Stadtplaner allerdings befinden sich damit in bester Gesellschaft – in einer Reihe nämlich mit mehr oder weniger prominenten Persönlichkeiten, die sich allesamt von ihren Vorahnungen gründlich täuschen ließen. … Und sie erinnern daran, dass auch heutige Zukunftsprognosen in ein paar Jahren ähnliches Amüsement erregen könnten … „

Pferdemist-Theorie – „Geschichte strafte ihre Voraussage Lügen“

Die „Pferdemist-Theorie“ ist bekanntlich so nicht eingetroffen. Auch wenn man heutzutage über solche Aussagen schmunzeln kann: Die „Pferdemist-Theorie“ wurde damals als ernsthaftes Zukunftsproblem in Betracht gezogen. Doch zurück zum „Klimaoptimum“ . Neben der mittelalterliche Warmzeit von 1100 bis 1350 ließe sich noch ein anderes Klimazeitalter anführen. Als die heutige Braunkohle im Lausitzer Revier noch keine Braunkohle, sondern lebende Pflanzen und Bäume waren, da sah die hiesige Vegetation deutlich anders aus.

Als in der Lausitz riesige Mammutbäume wuchsen

>>Naturwissenschaftlicher Verein der Niederlausitz<<

„Im Tagebau Klettwitz wurde 1982 die Oberfläche des Mammutbaumstubbens durch einen Bagger freigelegt und im Rahmen einer Sammelexkursion durch die damaligen Mitarbeiter des Museums Cottbus Ursula und Rolf Striegler sowie den Schüler Michael Steiner entdeckt. Der Fund wurde in einer mehrtägigen (!!!) Aktion durch die Kumpel im Tagebau geborgen. Mit seinen 22-25 t erwies sich der Stubben bald als ein schwer beherrschbares Objekt. Alle verfügbare Technik, darunter der Eimerkettenbagger ES 1291 und der Kran UB 162 mussten eingesetzt werden.“

Schwerer Mammutbaum-Baumstumpf: Bei der Bergung kam selbst moderne Technik an ihre Grenzen

Das Gewicht ist lediglich auf dem Baumstumpf – nicht den gesamten Baum – bezogen. Heutzutage können selbst ausgewachsene Eichen und Buchen nicht mal ansatzweise mit dieser Größe mithalten. Ganz allgemein zeichnet sich der Tertiärwald nicht nur durch eine andere Pflanzenwelt, sondern auch durch seine beeindruckende Größe aus. Zu dieser Zeit war es erheblich Wärmer und die CO2-Konzentration viel höher als heute gewesen: Genau solche Bedingungen werden in modernen Gewächshäuser künstlich nachgebildet, da Pflanzen nun mal Wärme und CO2-Dünger zum besseren Wachstum brauchen. Natürlich ließen Klimaparameter auf Grundlage des optimalen Pflanzenwachstums errechnen und dies als neues „Klimaziel“ festlegen, wobei es hier wenigstens eine nachvollziehbare Begründung geben würde.

 

–W E R Β U Ν G–

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