Lausitzer Literatursammlung: Die Förderung von Schriftstellern

Screenshot sbnd.de

Die Lausitzer Literatursammlung hat sich zum Ziel gesetzt, die Literatur in der Lausitz zu fördern. Der Fokus liegt in bestehenden literarischen Texten von Autoren, und das Fördern von neuen Schriftstellern in der Lausitz.

>>Lausitzer Literatursammlung<<

„Wussten Sie, dass es in Senftenberg einen Platz gibt für das Schreiben? Eine Zuflucht für die Lesenden und Selbstschreibenden – nicht in Berlin, nicht in Dresden, in einem kleinen Ort zwischen den beiden Großstädten? Wussten Sie’s? Ja? Nein? … Dann ist es aber höchste Eisenbahn, dass Sie von folgender Einrichtung endlich Kenntnis nehmen. Das darf Ihnen keineswegs vorenthalten bleiben! Das NACHWUCHS-LITERATUR-ZENTRUM „Ich schreibe!“ ist als 2007 gegründeter und eingetragener Verein eine Initiative der Autoren Wolfgang Wache – Yana Arlt – Andrea Beutel. Seit 2012 wird die Vereinsarbeit unter dem Vorsitz von Wolfgang Wache fortgeführt. Mit vielfältigen Aktionen wird die Entwicklung der Schreib- und Lesekompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unterstützt. Dabei sind Literatentreffen, (szenische) Lesungen, eine Wanderpuppenbühne und regelmäßige Zusammenkünfte des „Autorenkreis Kornblume“ als entscheidende Eckpunkte zu nennen. … „Ich bin nur ein kleines Licht“ Mina Witkojc‘ zum 125. Geburtstag „Was ich an Mina Witkojc schätze, ist ihre literarische Vielseitigkeit“, sagt Yana Arlt von der Lausitzer Literatursammlung. Sie sieht in ihrem eigenen lyrischen Schaffen Parallelen zum Oevre der sorbischen Dichterin und Journalistin, die vor 125 Jahren, am 28. Mai 1893 in Burg/ Spreewald geboren wurde. Mina Witkojc beginnt als Jugendliche Gedichte in deutscher Sprache zu schreiben. Das ist deshalb nennenswert, weil es der Begegnung mit Arnošt Muka, dem sorbischen Schriftsteller und Volkskundlers bedarf, um für die 30 Jährige den Anstoß zur Auseinandersetzung mit den eigenen wendischen Wurzeln zu geben. Jetzt schreibt sie in Niedersorbisch und arbeitet als Redakteurin beim „Serbski Casnik“. Es entsteht auch der Text „Mysli wo wojnje/Gedanken über den Krieg“, der für Yana Arlt so aktuell wie damals ist und den sie deshalb in das Leseprogramm aufnimmt, das sie zu Mina Witkojc‘ 40. Todestag im Jahr 2015 gemeinsam mit Günther Paulisch (Domowina Ortsgruppe Senftenberg), Susann Vogel (Dichterin und Literaturwissenschaftlerin) und Hanka Mark (Schauspielerin und sorbische Muttersprachlerin) in Senftenberg gestaltet. „Wenn ich in Schulen und Bibliotheken Autoren der Lausitzer Literatursammlung vorstelle“, so Yana Arlt, „lese ich diesen eindringlichen Text von Mina Witkojc und frage, ob die Zuhörer sagen können, wann er geschrieben wurde.“ Doch 1928 und in den Folgejahren entstehen in Burg, Erfurt und Prag nicht nur Artikel, Essays und Briefe sondern besonders auch Gedichte. Die „Erfurter Erinnerungen/ Erfurtske spomnjeśa“ widerspiegeln die Zeit um 1941, in der Mina Witkojc, unter der Ausweisung aus der Lausitz leidet. Trotz allem bewahrt sich die Dichterin den poetischen Blick auf ihre Heimat und die Lebensbegegnungen. So setzt sie in „Geburtstagsgeschenk“ ihrer Großmutter ein Denkmal und Kito Lorenc, sorbisch-deutscher Lyriker, Übersetzer und Dramatiker übersetzte aus „Mjatel“ die letzten Verse: „Da nun der Frühling kam – erwach doch, lebe! Aus dunklem Todesschlaf die Flügel hebe, daß sie mit allen Farben schmück die Sonne!“ Lausitzer Literatursammlung/ Literaturzentrum „Ich schreibe!“

 

>>Wolfgang Wache<<

„Wolfgang Wache ist ein Mensch, wie es sie nur selten gibt. Immer der Kunst und Kultur treu, organisiert er Veranstaltungen, sucht den Austausch und Zusammenschluss mit Kollegen, ruft neue Initiativen ins Leben, schreibt selbst, gründete einen eigenen Verlag, der sich der Lyrik und Kurzprosa, der regionalen Literatur und Literaturgeschichte widmet. In den Regalen der 2013 begründeten „Lausitzer Literatursammlung“ stehen auch einige Bände des, 1918 in Senftenberg geborenen, Schriftstellers Horst Mönnich.“

 

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