Lausitzer Sorben und Wenden: „Die alten Grabenkämpfe zwischen Sejm und Domowina zu beenden“

Screenshot vimeo.com

Die beiden Organisationen >>Serbski Sejm<< und >>Domowina<< zeichneten sich nicht unbedingt dadurch aus, dass sie immer einer Meinung seien. Dies soll sich aber in Zukunft ändern, und es wurden sogar gemeinsame Ziele vereinbart.

>>Berliner Zeitung<<

„Nach Wahlen hatte sich im Herbst 2018 der Serbski Sejm als Sorbisches Parlament konstituiert. Die Führung des Bundes Lausitzer Sorben (Domowina) stellt bisher aber die Legitimität des Sejm in Frage und pocht auf seinen Status als Interessenvertretung. An der Basis wünscht man sich dagegen Einigkeit. Braumann machte geltend, dass gerade in der Region Hoyerswerda das Miteinander bereits Alltagsrealität sei. Braumann hatte unlängst Sejm-Alterspräsidentin Edith Pjenkowa bei einem Treffen die Hand gereicht. Der Serbski Sejm sprach von einem «Paukenschlag». Das Sorbische Parlament besteht aus 24 Abgeordneten – je zwölf Wenden und Sorben – und begehrt Autonomie bei Bildung und Kultur.“

 

>>Serbski Sejm<<

„Der Vorsitzende des Domowina-Regionalverbandes Hoyerswerda Marcel Braumann warb in seinem Grußwort dafür, die alten Grabenkämpfe zwischen Sejm und Domowina zu beenden und für das Erreichen zahlreicher gemeinsamer Ziele zukünftig zusammenzuarbeiten. Die Sejm-Alterspräsidentin besiegelte dies mit ihm mit einem symbolträchtigen Handschlag. Zudem begrüßte der Ortsvorsteher Zeißigs, Herr Jens Sarodnik, den Sejm in seinem Ort und wünschte viel Erfolg. Im Sitzungsteil wurde der Bildungsausschuss aufgefordert, u. a. in Antwort auf die alarmierenden Evaluationsergebnisse zur sorbischen/wendischen Sprachbildung in Brandenburg, mit allen Akteuren einen Bildungsgipfel in der Niederlausitz durchzuführen. Dem folgte ein Beschluss mit der Aufforderung an die Landesregierungen Sachsens und Brandenburgs als erste Sofortmaßnahmen,

  • Sorbisch/Wendisch für Muttersprachler als vollwertige Muttersprache und für Nicht-Muttersprachler als vollwertige zweite Fremdsprache anzuerkennen,
  • in allen Schulen die Vermittlung von Kenntnissen in sorbisch/wendischer Geschichte, Kultur, Identität und Sprache obligatorisch in den Lehrplänen vorzusehen und zu realisieren
  • geeignete Statistische Daten zum sorbischen/wendischen Lehrerstamm und zum Unterrichtsumfang öffentlich bereitzustellen.“

 

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