Mediale „Wahrheitsdrogen“ & Zukunftsszenarien – Wenn eine infantile Elite auf eine unzufriedene Bevölkerung trifft

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Schon im Mittelalter sind sogenannte „Wahrheitsdrogen“ im Zuge der Hexenprozesse eingesetzt worden. Neben der Folter – respektive „peinliche Befragung“ – hat es als gängige „Wahrheitsfindungsmethodegegolten.

Zwischen „Wahrheitsdrogen“ und Werbung für Folter

Die vermeintliche „Wahrheit“ hat schon immer hoch in Kurs gestanden und daran hat sich bis heute wenig geändert. Streng genommen ist es eigentlich noch viel Extremer geworden. Vermeintliche Wahrheits- oder Faktenfinder haben sich regelrecht in eine Hysterie gesteigert. Nicht mal mehr vor fiktiven Filmen im staatlichen Rundfunk wird halt gemacht.

„Es gibt das Böse – Ich sehe es jeden Tag auf der Straße“

>>Staatsfunk „Deutschlandfunk“ <<

„Peter Nadler ist seit 28 Jahren Polizist. Der Ermittler und Familienvater sagt in dem TV-Film: „Es gibt das Böse. Ich sehe es jeden Tag auf der Straße. Diebe, Mörder, Vergewaltiger, Drogendealer. Eine friedliche Gesellschaft kann nur existieren, wenn sie für ihre Taten bestraft werden.“

Warum manche „Wahrheit“ im infantilen Weltbild kein Platz hat

Eine andere Wahrheit dürfte aber sein: Die organisierte Kriminalität deckt das ganze genannte Spektrum ab und hat ihren Einfluss längst in Polizeistrukturen hinein ausgedehnt. Doch solche „Wahrheiten“ passen natürlich schlecht in ein infantiles Weltbild – was nur „Gut“ und „Böse“ kennt – hinein. In solch eine kindlichen Welt darf natürlich auch das „Böse“ gefoltert werden.

Subtile Werbung für Folter: „Ermittler auch bereit ist, den Tatverdächtigen zu foltern“

>>Staatsfunk „Deutschlandfunk“ <<

„Nadler will Gerechtigkeit um jeden Preis. Mit seinen Methoden schockiert er seine junge Kollegin. Im Fernsehteil „Gegen die Zeit“ erfährt der Zuschauer schnell, dass der Ermittler auch bereit ist, den Tatverdächtigen zu foltern.“

Gebühren für Rundfunk: Um wieder Folter salonfähig zu machen

Man wähnt sich also auf der Seite der „Guten“ und die dürfen ja bekanntlich alles. Abseits des Kindchenschemas soll Folter auf subtile Weise wieder Salonfähig werden. Kurzum: Gebührengelder um Werbung für Folter zu machen. Solche Fernsehproduktionen legen natürlich unfreiwillig die elitäre Denkweise offen.

Kindchenschema: Eine infantile Welt in „Gut“ & „Böse“ eingeteilt

Komplizierte Sachverhalte und das Abwägen von verschiedener Standpunkte darf in solch einer elitären Welt keinen Platz haben. Es wird alles auf die einfachen Formel: „Gut“ und „Böse“ reduziert. Innerhalb der elitären Denkstruktur kann es nur eine „Wahrheit“ geben und alle anderen müssen demnach „böse Lügner“ sein.

Elitäre Sichtweise: Warum „böse Lügner“ gefoltert werden dürfen?

Fernab solcher infantilen Eliten lassen sich natürlich auch mögliche Zukunftsszenarien ableiten. Es geht hierbei nicht um übersinnliche Kräfte, sondern durch rein rationalen Methoden um zukünftige Szenarien zu beschreiben. Alleine anhand der Elitenstruktur lassen sich wichtig Rückschlüsse ziehen. Es dürfte wohl auf der Hand liegen, dass mit solch einer Elite keine echte prosperierende Zukunft möglich sein wird. Mit durchaus vergleichbaren Methoden arbeiten auch gewöhnliche Geheimdienste ihre Szenarien für die Zukunft aus.

„Drei Szenarien für die fernere Zukunft“

>>Die Welt im Jahr 2035: Gesehen von der CIA und dem National Intelligence Council (Buch) <<

„Drei Szenarien für die fernere Zukunft – Will man weiter als fünf Jahre in die Zukunft blicken, kommen so viele Eventualitäten ins Spiel, dass es hilfreich sein kann, sich darauf zu fokussieren, wie sich ausgewählte Trends, Entscheidungen und Unsicherheiten über unterschiedliche Pfade entwickeln könnten – erzählt in einer Reihe von kurzen Geschichten, die man als Szenarien bezeichnet. Natürlich kann kein einzelnes Szenario die Gesamtheit der künftigen Entwicklungen beschreiben, doch es kann ausmalen, wie die wichtigsten Themen und Trends die Zukunft bestimmen könnten, so wie Schlagworte wie «Kalter Krieg» oder «Gilded Age» die dominanten Themen vergangener Perioden definiert haben.“

„Wie die wichtigsten Themen und Trends die Zukunft bestimmen könnten“

Auf jener Basis lassen sich verschiedene Szenarien für eine mögliche Zukunft entwickeln. Doch diese Art von „Wahrheit“ dürfte sicherlich nicht allzu Schmeichelhaft sein. Sicherlich kann sich dafür jeder vernünftige Mensch ein hinreichend wahrscheinliches Szenario ausmalen: Eine infantile Elite trifft mit einer schrumpfenden Ökonomie und unzufriedenen Bevölkerung zusammen: Die Auswirkungen hiervon müssen die vermeintlichen Wahrheits- oder Faktenfinder immer häufiger „erklären“ .

 

–W E R Β U Ν G–

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