Neue Wege in der Landwirtschaft

Screenshot youtube.com

Im Bereich der Landwirtschaft zeichnet sich auf verschiedenen Gebieten ein schleichender Paradigmenwechsel ab. Der bisher kaum von der allgemeinen Öffentlichkeit beachtet wird.

>>Mobilegeeks.de<<

„In Pagosa Springs in Colorado wird nun gezeigt, wie man das Beste aus allen Jahreszeiten herausholen kann. Und das sogar nachhaltig! Die kleine Stadt im zentral gelegenen Bundesstaat hat das Problem, dass der Frühling zwar recht heiß ist, aber nur an bis zu 80 Tagen im Jahr kein Frost herrscht. Dafür liegt eine Sache im Überfluss vor: geothermische Energie. Um die Schwächen der Region mit ihren Stärken zu verbinden, haben sich Freiwillige, die Stadt und das Projekt “Geothermal Greenhouse” für zunächst fünf Jahre zusammengeschlossen, um das bei Touristen beliebte Reiseziel in eine ganzjährige, nachhaltige Lebensmittelproduktion zu verwandeln.“

Auf billige Heizenergie basiert ebenso, der Gurken- und Tomatenanbau in der Lausitz.

>>Lausitzer Rundschau<<

„Drei Grad Kälte zum Trotz laufen die Gartenbaumitarbeiter in Boxberg größtenteils kurzärmelig in der Anlage herum. Das liegt einerseits an für Januar paradiesischen 17 Grad Innentemperatur im 1,2 Hektar großen Gewächshaus. Andererseits packen hier alle Mitarbeiter energisch zu, weil sie große Hoffnungen in die diesjährige Saison setzen. Erstmals beruhen diese bei der GBT Boxberg GmbH auf dem Tomatenanbau. Die Früchte von fast 24 000 Pflanzen werden die Mitarbeiter des neuen Betriebsleiters Sigfrid Oswald voraussichtlich ab der zweiten Aprilwoche ernten. Eine schwierige Situation für Anja Schütze, die schon seit mehreren Jahren am Standort arbeitet und im vergangenen Jahr die Anlage leitete. „Ich habe schon von vielen gehört, dass sie befürchten, keine Boxberger Gurken mehr zu bekommen“, erzählt sie. Händler wie der Fruchthof Cottbus wären in den letzten Jahren sehr zufrieden mit der Boxberger Ware gewesen. „Das Produkt hat sich einen exzellenten Ruf erworben“, bestätigt Betriebsleiter Oswald seine Mitarbeiterin. „Doch was zählt, ist der Preis, den das Unternehmen für sein Produkt am Markt bekommt, und da ist die Gurke leider ein absolutes Ramschprodukt“, begründet er die Umstellung auf den Tomatenanbau. Doch ganz werden die Lausitzer nicht auf ihre Boxberger Gurke verzichten müssen.“

 

>>Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (PDF-Datei)<<

„Gegenüber der durchgängigen Teichbewirtschaftung führt die Karpfenproduktion unter Nutzung der K1 – K2-Aufzucht im Winterhalbjahr zu einer Verkürzung des Produktionszyklus um ein Jahr. Die hohen K1-Überwinterungsverluste werden vermieden und durch die Bereitstellung gut konditionierter schwerer K2 werden die Voraussetzungen für eine verlustarme Erzeugung starker Speisekarpfen geschaffen. Da die Karpfenerträge unter den klimatischen Verhältnissen Mitteleuropas in starkem Maße von den Witterungsverhältnissen abhängig sind und dadurch erhebliche jährliche Schwankungen aufweisen, kann die K1 – K2-Warmwasserproduktion ein wesentliches stabilisierendes Kettenglied des dreistufigen Produktionszyklus bilden. Diese Vorteile wurden bereits im Zeitraum Ende der 1960er-Jahre bis kurz nach der politischen Wende 1989 in den Warmwasseranlagen der DDR genutzt (SÄUBERLICH 1972, STEFFENS 1981, SOBOTA 1984, BREUNINGER 1984, AUERBACH 1984, FRITZSCHE 1984, SCHRECKENBACH et al. 1987). Der Hauptanteil des Aufkommens wurde damals in vier großen Rinnen- bzw. Beckenanlagen erzeugt, die das von Braunkohlekraftwerken abgegebene Warmwasser nutzten. Zur weitgehenden Ausnutzung der verfügbaren Warmwassermengen arbeiteten diese Anlagen im offenen Kreislauf mit herkömmlicher Belüftung (STEFFENS 1981, SCHRECKENBACH et al. 1987).“

In anderen Ländern finden auf diesem Bereich der Landwirtschaft, ebenso intensiver Forschungen statt, und man ist bereits dabei dem Anbau in viel größeren Dimensionen zu organisieren.

>>Hannoversche Allgemeine<<

„Um die Landwirtschaft wieder näher zu den Konsumenten zu bringen, investiert Musk in Projekte zum sogenannten Vertical Farming. Die Anhänger dieser Idee wollen die Landwirtschaft zurück in die Stadt holen – und weil es in Megacitys keinen Platz für Felder gibt, stapeln sie ihre Anbaufläche in die Höhe. In riesigen Hochhäusern werden, so die Vision, in Zukunft auf mehreren Etagen Pflanzen angebaut.  Unten Äpfel und Pfirsiche, in der Mitte Erdbeeren und Tomaten und ganz oben wachsen Spinat und Kräuter. Die Pflanzen werden von künstlichem Licht bestrahlt und ihre Wurzeln hängen in einer Nährstofflösung, die sie optimal versorgt. Normale Erde wäre zu schwer und würde die Konstruktion zum Einsturz bringen. … Despommier sieht die Lösung deshalb in vertikaler Landwirtschaft. In den luftdicht abgeriegelten Gewächshochhäusern könnten die Bedingungen so optimiert werden, dass die Pflanzen schneller wachsen. Sie wären außerdem unabhängig von Jahreszeiten und klimatischen Bedingungen. Auf den Anbauetagen könnten moderne Bauern deshalb wesentlich häufiger ernten, als es in der konventionellen Landwirtschaft möglich ist.“

Ohne Zweifel kann man geteilter Meinung über die Sinnhaftigkeit von mehrstöckigen Gebäuden für die Aufzucht von Pflanzen und Tieren sein. Jedoch geschlossene Systeme haben sehr wohl ihre Vorzüge: Diese bieten eine bessere Planbarkeit bezüglich Ertrag und Finanzen. Das Potential könnte in der Lausitz vorallem durch die bestehenden Braunkohlekraftwerke und der zur Verfügung stehenden Abwärme – bei entsprechender wirtschaftlicher Förderung – ausgebaut werden. Dies würde Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region schaffen würde.

 

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