„Odyssee durch die absurde Welt der E-Mobilität“

Screenshot youtube.com Screenshot youtube.com

Immer wieder fangen Elektroautos ohne erkennbaren Grund an zu brennen. Um die Sicherheit dieser Fahrzeuge ist es eher schlecht bestellt. Da die Fahrzeuge schon bei leichten Unfällen recht schnell in Flammen aufgehen, lautet die Frage: Was passiert mit einen ausgebrannten E-Auto-Wrack? Bei konventionellen Fahrzeugen stellt sich die Frage so nicht: Denn selbst ein ausgebranntes Wrack bringt noch ein paar Euro als Altmetall ein. Hingegen: Ein Elektroauto ist – komplizierter Sondermüll – und niemand will es haben – nicht mal der E-Auto-Hersteller.

„In Ratingen brannte ein Tesla ohne erkennbaren Grund komplett aus“

>>Focus<<

„In Ratingen brannte ein Tesla ohne erkennbaren Grund komplett aus, auch in China und den USA gab es zahlreiche Brände. Wie feuersicher sind Akkus von Elektroautos?“

„Wie feuersicher sind Akkus von Elektroautos?“

>>ADAC<<

„Speziell bei Elektroautos heißt das, die elektrischen Komponenten müssen „eigensicher“ ausgelegt sein. Eigensicher bedeutet, dass der Stromfluss der Batterie unterbunden wird, wenn im System ein Defekt auftritt. Im Klartext: Kommt es zum Beispiel zu einem Unfall, wird die Batterie sofort automatisch von den anderen Hochvoltkomponenten und den Hochvoltkabeln getrennt, so dass dort keine Spannung mehr anliegt.“

„Dominik Freymuth fühlt sich einfach „verarscht“ – Tesla vor die Wand“

>>Watson<<

„Dominik Freymuth fühlt sich einfach „verarscht“. Anfang Oktober setzte der Tiroler nach einem Hustenanfall seinen Tesla vor die Wand. Der Beginn einer Odyssee durch die absurde Welt der E-Mobilität.“

„Odyssee durch die absurde Welt der E-Mobilität“

Ein Verkehrsunfall ist zwar nie eine schöne Angelegenheit, aber im Summe handelt es sich hierbei eher um einen minderschweren Unfall – eigentlich. Denn das gefahrene Auto ist kein Gewöhnliches, sondern ein voll elektrisches Tesla-Automobil. Nur rund 60 Stundenkilometer und ein Baum reichten aus: Um ein Feuer-Inferno auszulösen. Sein Leben verdankt der Unfallfahrer nur durch das beherzte und zügige Eingreifen von zufällig vorbeifahrenden anderen Autofahrern. Ansonsten wäre er wohl im E-Auto-Wrack lebendig verbrannt.

„Hunderten einzelnen Batteriezellen besteht“ – „Wird eine davon beschädigt können in der Folge viele elektrische Kurzschlüsse folgen“

>>t3n<<

„Das Problem liegt darin, dass ein üblicherweise in Elektroautos eingebauter Lithium-Ionen-Akku aus Hunderten einzelnen Batteriezellen besteht. Wird eine davon beschädigt, können in der Folge viele elektrische Kurzschlüsse folgen, die das Feuer ständig neue entfachen, wie ein freiwilliger Feuerwehrmann gegenüber Zeit Online erklärte. Dann helfe nur noch Kühlen. Insgesamt sei das Löschen eines Elektroautos auf einer Landstraße oder Autobahn, auch wegen des großen Wasserbedarfs, ein gewaltiger logistischer Aufwand, warnte der Experte.“

„Löschen eines Elektroautos“ – „Gewaltiger logistischer Aufwand“

Bei einen gewöhnlichen Auto wäre der Fahrer vermutlich mit leichten Verletzungen davon gekommen, und er wäre weder mit einem Feuer-Inferno, noch mit unkontrollierten Stromschlägen konfrontiert gewesen. Vermutlich hätte der Unfall es nicht mal in die örtliche Lokalpresse geschafft. Die richtige Odyssee des nunmehr „Ex-Tesla-Fahrers“ setzte aber erst nach dem Verkehrsunfall ein.

„Wrack in einem Spezialcontainer unter Wasser und kühlte es drei Tage lang“

>>Gründerszene<<

„Inzwischen ist nur noch ein schwarzes Wrack übrig – und die 600 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Batterie. Doch was soll damit nun passieren? Zunächst setzte die Feuerwehr das Wrack in einem Spezialcontainer unter Wasser und kühlte es drei Tage lang, um zu verhindern, dass die Batterie erneut Feuer fing. Doch seitdem sind Österreichs Recycling-Unternehmen, Wissenschaftler und Juristen ratlos und das Thema zieht immer weitere Kreise.“

E-Auto-Wrack: „Recycling-Unternehmen Wissenschaftler und Juristen ratlos“

Alleine um das Fahrzeug zu löschen war ein enormer Aufwand nötig. Nachdem das gröbste Feuer gelöscht war, musste anschließend das Fahrzeug tagelang – unter Wasser gekühlt – werden. Das kontaminierte Kühlwasser war am Ende – wie das Fahrzeug – teurer Sondermüll: Das kostspielig von Spezialunternehmen entsorgt werden „müsste“ . Doch genau das scheint nicht so recht zu gelingen.

„Ich hatte nie geglaubt dass eine solche ausgebrannte Batterie eines E-Autos so ein großes Problem ist“

>>Handelsblatt<<

„Denn die schwer beschädigte Batterie gilt als hochgefährlicher Sondermüll, den keiner der österreichischen Recycling-Unternehmen haben wollte. „Ich hatte nie geglaubt, dass eine solche ausgebrannte Batterie eines E-Autos so ein großes Problem ist“, sagte der ortsansässige Abschleppunternehmer Georg Greiderer aus Walchsee dem Handelsblatt. Der hatte den ausgebrannten Tesla am Rande des Firmengeländes gebracht – aus Angst, dass der Wagen wieder zu brennen beginnt. … Der Fall wirft grundsätzliche Fragen im Umgang mit den gefährlichen Lithium-Ionen-Batterien auf.“

„Der Fall wirft grundsätzliche Fragen im Umgang mit den gefährlichen Lithium-Ionen-Batterien auf“

In der schönen-modernen E-Auto-Welt existieren offenkundig weder Winter, noch Verkehrsunfälle. Aber damit nicht genug: Die technischen Daten von der Batterie sind – genauso wie die Fahrzeugkonstruktion – als Firmengeheimnisse eingestuft. Die Feuerwehr löscht – mehr oder weniger – im Blindflug und hält im Zweifel lieber Abstand: Denn tödliche Stromschläge sind nicht ausgeschlossen.

„Wir wissen nicht einmal nach dem Brand – Wo fängt die Batterie an und wo hört sie auf“

>>Roland Pomberger<<

„Wir wissen nicht einmal nach dem Brand, wo fängt die Batterie an und wo hört sie auf.“

Niemand will das ausbrannte E-Auto-Wrack haben – Nicht mal Tesla selbst

Folglich: Niemand will das ausbrannte E-Auto-Wrack haben, nicht mal Tesla selbst. Alleine für dem Transport des Unfallwagens ist eine spezielle Gefahrenhuterlaubnis erforderlich.

„Eine solche Batterie ist nicht nur gefährlich – Sondern auch die Rechtslage ist unklar“

>>Walter Kletzmayr<<

„Eine solche Batterie ist nicht nur gefährlich, sondern auch die Rechtslage ist unklar. Es ist nicht klar, ob der Tesla überhaupt noch ein Altfahrzeug ist.“

„Es ist nicht klar – Ob der Tesla überhaupt noch ein Altfahrzeug ist“

Natürlich rächt es sich irgendwann, dass speziell für E-Autos die Rechtslage bis zur Unkenntlichkeit gedehnt wurde. Jenseits steriler Test-Anlagen geht ein E-Auto – in der Praxis – bei einem Unfall recht schnell im Flammen auf: Nur Eingestehen will sich das augenscheinlich Niemand von offizieller Seite. Eigentlich müsste die riesige Batterie als feuergefährlicher Gefahrstoff eingestuft werden und genau dafür gibt es auch rechtliche Bestimmungen. Doch in der modernen E-Auto-Welt existieren offenkundig weder Winter, noch Verkehrsunfälle oder „triviale“ Bestimmungen die dem Umgang von Genfahrstoffen regeln. Ausbaden müssen es – wie gewöhnlich – die Autobesitzer.

 

Werbung

Loading...
Bild: nordvpn.com
Scroll Up