Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk: Diskriminierung – Mobbing – Einschränkungen der freien Berichterstattung: Wie sieht es Hinter den Kulissen aus?

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Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk lässt fast niemals eine Gelegenheit ungenutzt verstreichen: Um Diskriminierung, Mobbing oder Einschränkungen in der freien Berichterstattung anzuprangern. Dennoch drängt sich die Frage auf: Ob diese edlen Ziele auch innerhalb der Rundfunkanstalten hochgehalten werden? Gerade beim Thema Altersdiskriminierung zeichnet sich ein überraschendes Bild ab: Denn die Diskriminierung von Älteren ist durchaus als Problem ernst zu nehmen.

Altersdiskriminierung: Warum sind fast nur junge Moderatorinnen vor der Kamera zu sehen?

>>Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen<<

„Altersdiskriminierung: Ein Problem, von dem keiner etwas wissen will – Unter Diskriminierung wird die Ungleichbehandlung von Menschen in vergleichbaren Situationen aufgrund eines schützenswerten Merkmals verstanden. Um Altersdiskriminierung handelt es sich, wenn dies aufgrund des Lebensalters geschieht. Somit umfasst „Altersdiskriminierung“ grundsätzlich auch die Diskriminierung von jungen Menschen ihres Alters wegen.“

„Altersdiskriminierung: Ein Problem, von dem keiner etwas wissen will“

Diese Form der Diskriminierung scheint beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk zum Programm zu gehören. Offenkundig werden ältere Mitarbeiter – wegen ihres Alters – konsequent aussortiert. Selbst vor recht bekannten Personen wie Simone Standl schreckt man nicht zurück.

„Warum hat man sie ausgetauscht? Zu alt?“ – Eine Form der Altersdiskriminierung?

>>Bild<<

„Warum hat man sie ausgetauscht? Zu alt?

Standl: „Das ist nicht der einzige Grund. Aber natürlich werden wir Frauen vor der Kamera immer noch kritischer beäugt als Männer. Nicht vom Zuschauer! Denn die freuen sich eher, wenn sie gleichaltrigen und kompetenten Menschen zuhören. Das schreiben mir die Menschen immer wieder.“

„Aber natürlich werden wir Frauen vor der Kamera immer noch kritischer beäugt als Männer“

Immerhin ist die Altersdiskriminierung nicht nur auf die Gesichter vor der Kamera beschränkt: Vielmehr wird augenscheinlich sogar – innerhalb der Chefetagen – gegen das eigene Publikum gewettert.

„Ich habe aus unserer Chefetage sogar mehrfach den Satz gehört, dass die Alten ja sowieso sterben würden“

>>Express.de<<

„Bitteres Aus für Simone Standl beim WDR. … Ihre bittere Abrechnung mit dem WDR: „Ich glaube, dieses krampfhafte Alles-irgendwie-neu-Machen geht auch total am Zuschauerherz vorbei. Die werden gar nicht gefragt. Ich habe aus unserer Chefetage sogar mehrfach den Satz gehört, dass die Alten ja sowieso sterben würden. … Ihr Fazit im Interview der „Bild am Sonntag“: „Aber ein Sender verprellt seine treuen Zuschauer, wenn er komplett an ihnen vorbei modernisiert. Der WDR entmündigt die alten, treuen Zuschauer und agiert ungeschickt. Das empfinde ich als schade.“

Simone Standl: „Der WDR entmündigt die alten, treuen Zuschauer und agiert ungeschickt“

Sein eigenes Publikum verunglimpfen: Das ist nur beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk vorstellbar. Noch nicht einmal die eigenen Moderatoren werden als vollwertige Menschen wahrgenommen. Denn leider stellt der Fall Simone Standl kein Einzelfall dar.

„In ihrer journalistischen Arbeit nicht ernst genommen und schlimmer noch – auch in politischer Weise – gegängelt“

>>Tag24<<

„Katrin Huß war die Beliebteste – zumindest am MDR – Nachmittag bei „Hier ab vier“. … Katrin Huß fühlte sich von den MDR-Chefs vom Dienst und von einigen Mitarbeitern des damaligen Teams in ihrer journalistischen Arbeit nicht ernst genommen und schlimmer noch – auch in politischer Weise – gegängelt, was ihr mehr und mehr missfiel und offenbar auch zum gesundheitlichen Unwohlsein führte. … Da sie sich mit einer „lenkenden Art von Journalismus“ nicht mehr identifizieren konnte, kam es nicht zu einer weiteren Vertragsverlängerung mit dem MDR. Sie erzählte auch, dass sie über all die vielen Jahre beim MDR lediglich immer nur halbjährliche Honorarverträge bekam, die meist nur einseitige Forderungen enthielten… „

„Da sie sich mit einer „lenkenden Art von Journalismus“ nicht mehr identifizieren konnte“

Normalerweise würde das Finanzamt diese Form der Beschäftigung längst einkassiert haben, aber offenbar wohnt beim beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk eine Sonderrolle inne. Diese merkwürdige Sonderstellung wird gerne mit der sogenannten „freien Berichterstattung“ begründet, doch beim genauen Hinsehen spiegelt sich ein ganz anderes Bild wider: Nicht mal die Interviewpartner dürfen – ohne Eingriffe des Moderators – frei ihre Meinung sagen.

Form der Moderation: Warum Interviewpartner keinen Satz vernünftig geradeaus sagen zu dürfen

>>Tag24<<

“ … warum es zum Beenden der Zusammenarbeit mit dem MDR kam, erzählt sie unter anderem auch im Interview bei >> Schlager-Radio B2. „Du bist verantwortlich für das, was deine Gäste sagen und hast politisch einzugreifen im Sinne des MDR“

„Du bist verantwortlich für das, was deine Gäste sagen und hast politisch einzugreifen im Sinne des MDR“

Zumindest die große Enthüllung dürfte es kaum sein: Schließlich wird bei vielen Formaten den eingeladenen Gästen häufig ins Wort gefallen. Manchmal müssen sich die Betroffenen sichtbar Mühe geben: Auch nur einen Satz vernünftig geradeaus sagen zu dürfen. Diese Art der Moderation hat beim Fall der Politikerin Sahra Wagenknecht einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen: Der Moderator muss sich später sogar dafür entschuldigen, da immerhin rund 160.000 Menschen eine Petition unterschrieben haben.