Ohne Pflegevollversicherung droht weiterer Exodus der beruflich Pflegenden

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„Die Warnungen sind offenbar immer noch nicht beim Gesundheitsminister angekommen: Wir brauchen schnelle und spürbare Verbesserungen. Die durch die Pandemie noch einmal gesteigerte Arbeitsbelastung haben 81 Prozent der Pflegenden nur durch den Rückhalt bei Angehörigen und Freunden überstanden, bei 61 Prozent haben diese Beziehungen aber durch die Arbeitsbelastung gelitten. Damit geht ihnen ihre letzte Quelle für Kraft und Motivation verloren. Ohne finanzreformerische Schritte Richtung Pflegevollversicherung, durch die deutlich mehr und deutlich besser bezahltes Personal solide finanzierbar wird, werden sehr wahrscheinlich noch mehr Pflegende ihren Beruf verlassen“, erklärt Pia Zimmermann mit Blick auf die heute veröffentlichte Covid-19-Pflegestudie der Diakonie.

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Von Pia Zimmermann

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Die Sprecherin für Pflegepolitik der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Am 24. November hat Prof. Dr. Thomas Fischer aus Dresden auf dem ‚Digitalen Pflegefachtag‘ verschiedener Katholischer Organisationen auf seine aktuellen Forschungsergebnisse hingewiesen. Aufgrund der Belastungen erklärten viele Pflegekräfte, dass sie im Interesse der zu Pflegenden die Coronazeit noch durchhalten, nach dem Ende der Pandemie aber den Beruf verlassen werden, sofern es nicht unmittelbar bevorstehende spürbare Verbesserungen geben wird.“

 

–W E R Β U Ν G–

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