„Pädokriminelle“ und „Volkes Zorn“ (1)

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Kinder haben keine Lobby!

Das behaupte ich als investigativer Journalist, der seit über drei Jahrzehnten zum Teil Undercover recherchiere nach wie vor. Selbst wenn es in der gesellschaftlichen Debatte alles andere als „politisch korrekt“ ist.

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Von Guido Grandt

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Millionen pädokriminelle Opfer in Deutschland

Schätzungen der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs gehen davon aus (basierend auf einer WHO-Statistik), dass hierzulande rund eine Million Mädchen und Jungen Opfer sexueller Übergriffe sind.

Das bedeutet, dass etwa ein bis zwei Schüler in jeder Klasse von sexueller Gewalt durch Erwachsene betroffen sind, so die Berliner Kommission.

„Vergehen“ statt „Verbrechen“

Kindesmissbrauch gilt hierzulande juristisch immer noch als „Vergehen“ und nicht als „Verbrechen!“ Das ist Verrat an den Schutzsuchenden, an den Kindern – und an den Opfern!

Völlig zu Recht forderte Niedersachsens CDU-Justizministerin Barbara Havliza im Juni 2020 „eine umfassende Reform“: Missbrauch dürfe nicht wie bisher als Vergehen, sondern müsse als Verbrechen eingestuft werden. Bedeutet: Zwölf statt sechs Monate Mindeststrafe.

Das völlige Versagen der Bundesjustizminsterin

Seit mindestens einem Jahr verlangen auch die Innenminister der Bundesländer von SPD-Bundesjustizministerin Christine Lambrecht, dass der Besitz von Kinderpornos härter bestraft werden muss! Doch bislang – Fehlanzeige.

Noch schlimmer: Lambrecht ließ die Forderung, Missbrauch nicht mehr als „Vergehen“ zu sehen, sondern zum „Verbrechen“ heraufzustufen, zurückweisen! Ein Sprecher ihres Ministeriums erklärte, dass Kindesmissbrauch schon jetzt zu den „schwersten“ Straftaten gehöre.

Doch dann kam Widerstand auf, auch aus den Reihen der CDU. Der Druck der Öffentlichkeit wurde schließlich so groß, dass Lambrecht zurückrudern musste. Auf einmal war sie ebenfalls für eine Strafverschärfung bei Kindesmissbrauch und dem Handel mit Kinderpornografie. Fragen, wie es zu diesem plötzlichen Sinneswandel kam, beantwortete sie jedoch nicht.

Ein armseliges Zeugnis deutschen Politik-Stadels!

Der Umgang mit Pädokriminellen in den USA

Manch einer richtet seinen Blick in dieser fast unerträglichen Diskussion beispielsweise in die USA. Denn dort übt kaum jemand Nachsicht mit verurteilten „Kinderschändern“, wird die Diskussion seit Jahren doch mit aller Härte und äußerst kontrovers geführt.

Hinschlich des Wegschließen gefährlicher Sexualstraftäter meinte beispielsweise Mark Green, ehemaliger Kongress-Abgeordneter in Wisconsin schon vor fast zwanzig Jahren:

„Wer sich sexuell an wehrlosen Kinder vergeht, der gehört lebenslänglich hinter Gitter. Ich mache keinen Hehl daraus, dass es mir bei Kinderschändern nicht um Rehabilitierung und nicht einmal um Abschreckung geht, sondern nur darum, diese Kriminellen aus der Gesellschaft zu entfernen und für immer wegzusperren.“

„Megans Law“

„Megans Law“ („Megans Gesetz“) heißt in den USA das „Zauberwort“ für viele verängstige, fassungslose und wütende Bürger, die meistens auch Eltern sind, angesichts verschiedener Tötungsdelikten an Kindern.

Dieses Gesetz wurde nach der siebenjährigen Megan Kanka aus New Jersey benannt, die im Sommer 1994 von dem zweimal wegen Sexualvergehen vorbestraften Jesse Timmendequas in ein Haus in Hamilton Township gelockt, vergewaltigt und stranguliert wurde.

Der Täter wurde später zum Tode verurteilt.

Am 17. Mai 1996 unterzeichnete der damalige US-Präsident Bill Clinton ein Gesetz („Megans Law“), das besagt, dass die örtliche Polizei jedes US-Staates umgehend alle Nachbarn eines Bezirks informieren muss, wenn sich dort ein Sexualstraftäter niederlässt.

In Teil 2 zeige ich Ihnen auf, welche drastischen Auflagen es in den USA gegen Pädokriminelle gab und gibt. Und was der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder von den laschen Gesetzen hierzulande gegen Sexualstraftäter hielt.

 

–W E R Β U Ν G–

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