Privilegien von Beamten und Abgeordneten: „Das ist nicht fair sondern abgehoben“

Screenshot youtube.com

Beamte und Abgeordnete genießen zahlreiche Privilegien: Von denen der „Normalbürger“ nur träumen kann. Alleine für das „Verheiratetsein“ gibt es extra Geld. Der Zulagen- und Zuschlägekatalog ist sehr reichhaltig gefüllt: An jede Unwägbarkeit des alltäglichen Lebens ist gedacht worden. Die Spendierlaune des Staates, setzt nur das allgemeine Steueraufkommen Grenzen: Und dies scheint so langsam erreicht. Exakte Zahlen werden keine genannt: Denn diese wurden mittlerweile zur geheimen Verschlusssache erklärt.

„Luxus-Altersversorgung ohne eigene Beiträge zu zahlen das ist nicht fair sondern abgehoben“

>>Bund der Steuerzahler Deutschland<<

„Jährlich eine automatische Gehaltserhöhung – das ist für die Abgeordneten des Bundestags längst Realität.  … Nicht nur die automatische Diätenerhöhung kritisieren wir aufs Schärfste. Unser Präsident Reiner Holznagel sagt weiterhin: „Grundsätzlich steht das gesamte System der Abgeordneten-Entschädigung in unserer Kritik: Dabei ist nicht die Höhe der Entschädigung das eigentliche Problem, sondern die steuerfreie Kostenpauschale, die Altersversorgung und viele weitere Privilegien.“ …  erhalten Bundestagsabgeordnete eine Luxus-Altersversorgung, ohne eigene Beiträge zu zahlen. Das ist nicht fair, sondern abgehoben.“

„Steuerfreie Kostenpauschale die Altersversorgung und viele weitere Privilegien“

Es betrifft nicht nur das ohnehin schon hohe Gehalt. Besonders die zahlreichen Privilegien – wie die steuerfreie Kostenpauschale und die üppige Altersversorgung – öffnen eine tiefe Kluft, zu den gewöhnlichen Bürgern. Kostenfreie Flugreisen und Bahnfahrten: Für die nähere Umgebung steht ein Limousinenservice samt Chauffeur bereit. Ein neuer Computer lässt sich ganz einfach von der steuerfreien Kostenpauschale bezahlen. Selbstverständlich sind das alles geldwerte Vorteile: Bei jeden normalen Steuerpflichtigen, würde das Finanzamt kurzen Prozess machen. Jedoch die Abgeordneten befinden sich mit ihren Privilegien in bester Gesellschaft.

Steuerfreien Kostenpauschale: Wie Leben ohne Geld tatsächlich funktioniert

>>Beamte – Was die Adeligen von heute wirklich verdienen von Torsten Ermel (Buch) <<

„Während der Normalbürger also nur zu viel gezahlte Steuern erstattet bekommt unter der irreführenden Bezeichnung Kindergeld, erhalten Beamte ein wirkliches Kindergeld, nämlich einen Zuschlag zu ihrer Besoldung, den Kinderzuschlag. … Ein verheirateter Beamter bekommt zusätzlich zu seiner Besoldung noch einen Zuschlag, einfach für das Verheiratetsein.“

Einfach für das Verheiratetsein, plus eigene Kinder ergibt zusätzliches Geld von Staat. Bei einen verheirateten Beamten mit drei Kindern, kommt so schnell ein zusätzliches Einkommen zustande – gemessen am Niveau eines normalen Arbeiters oder Angestellten. Aber selbst das alles reicht noch nicht aus.

Bestechung darf man nicht sagen: Vielleicht Nebentätigkeit mit Hintergedanken?

>>Focus<<

„648 Mitarbeiter haben Nebentätigkeiten: Überlastete Ministerien? … Darunter auch Spitzenbeamte, die Bezüge von gut 10.000 Euro erhalten.“

 

>>Welt<<

„Hohe Nebeneinkünfte, viel Arbeitszeit. Einige Bundesrichter verdienen erstaunliche Summen nebenher. … Einige Richter aber verdienen nebenher viel Geld. Was durchaus die Unabhängigkeit der Juristen untergraben könnte“

Der viel beschäftigte Richter und Beamte

>>Der Tagesspiegel<<

„Jeder fünfte Abgeordnete hat zusätzliche Einkünfte … Insgesamt verdient sie zwischen 136.000 und 241.000 Euro im Jahr dazu. „

Häufig haben die Nebeneinkünfte: Etwas mit der – offiziell – ausgeübten Tätigkeit zu tun. Richter, Beamter oder Abgeordneter sitzen in einflussreichen Positionen und können „staatlich-neutrale“ Entscheidungen maßgeblich beeinflussen. Das ganze Gebaren stößt natürlich vielen Bürgern sauer auf und das hat auch der Deutsche Beamtenbund registriert: Deshalb haben sie extra eine Broschüre herausgeben, um mal endlich mit all den „falschen“ Mythen aufzuräumen.

Wie die „Bifunktionalität-Theorie“ oben zu unten macht

>>Deutsche Beamtenbund (PDF-Datei) <<

„Wegen der Bifunktionalität erhalten Pensionäre eine Voll- bzw. Gesamtversorgung, eine Trennung in Grund- und Zusatzversorgung erfolgt nicht. Im Gegensatz dazu sind bei der Versorgung der Arbeitnehmer im Alter beide Systeme (Grundversorgung durch die gesetzliche Rente und Zusatzversorgung durch die Betriebs- oder Zusatzrente) getrennt.“

Broschüre des Beamtenbund: Warum Beamten-Kauderwelsch niemanden interessiert

Die „Broschüre“ bringt es auf – Sage und Schreibe – 40 Seiten. Nicht nur dieses kurze Zitat ist unverständlich, sondern das ganze Pamphlet ist in diesen Beamten-Kauderwelsch gehalten. Was der Schreiberling mit „Bifunktionalität für Pensionäre“ zu erklären versucht: Beamte im Ruhestand bekommen gar nicht mehr Geld als Rentner. Er stellt die These auf: Einige Rentner erhalten neben ihrer Rente, noch zusätzliche eine Betriebsrente und um diese „Ungerechtigkeit“ auszugleichen, bekommen Pensionäre mehr Geld. In der Realität: Nur sehr wenige erhalten überhaupt eine Betriebsrente und diese fällt auch noch sehr gering aus. Das verschweigt die „BifunktionalitätTheorie“ .

Doppelmoral: Beamten verwalten die Rentenversicherung – Wollen aber selbst damit nichts zu tun haben

Unausgesprochen bleibt: Beamte verwalten die Rentenversicherung und müssten es eigentlich besser wissen. Wären tatsächlich die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung so toll, könnten die meisten Beamten problemlos dorthin wechseln. Jedoch die „Bifunktionalität für Pensionäre“ scheint dann wohl doch die bessere Wahl zu sein.

Pensionsbombe: „Bundesländer rücken die Zahlen nicht raus“

>>Focus<<

„Besonders brisant: Die Pensionshöhe von Beamten berechnet sich nach der letzten Besoldungsstufe vor der Pensionierung. Beamte treten also zum Zeitpunkt ihrer höchsten Einkommen in den Ruhestand und verursachen entsprechend hohe Kosten. Dazu kommt: Die Bundesländer haben keine ausreichenden Rücklagen aufgebaut, um die Pensionsausgaben problemlos bestreiten zu können. … Wie sich der finanzielle Aufwand für Beamtenpensionen in den kommenden Jahren entwickeln wird, wagt kaum jemand vorauszusagen. Der Bund der Steuerzahler erklärte FOCUS Online auf Nachfrage, bei ihren Prognosen seien die Bundesländer „extrem intransparent“. Auch Marcel Thum, Finanzwissenschaftler an der TU Dresden, sagte, die „Bundesländer rücken die Zahlen nicht raus“. … Lediglich Rentenexperte Bernd Raffelhüschen nennt auf Nachfrage von FOCUS Online eine ungefähre Zahl: Der Ökonom prognostiziert, dass der Anteil der Pensionslasten an den gesamten Länderausgaben von derzeit zirka zehn in Zukunft auf rund 20 Prozent steigen wird.“

Viele Behörden tricksen mit ihren Personal- und Pensionskosten

Was hier prognostiziert wird, zeichnet sich auch andernorts ab. Viele Behörden schichten – mehr oder weniger – heimlich Geld in die Verwaltung um. Grund: Steigende Personalkosten. Auch der Staatsfunk ist bei genauen hinsehen, eigentlich nur eine große Pensionskasse – mit einer angeschlossenen Rundfunkabteilung. Alle haben aber eines gemeinsam: Die sind „extrem intransparent“ .

 

Werbung

Loading...
Bild: nordvpn.com
Scroll Up