Rundfunkbeitrag: Luxusgehälter und Luxusleben der Intendanten

Screenshot vimeo.com

Der Chef des größten Senders, WDR-Intendant Tom Buhrow, bezieht das höchste Gehalt im Intendantenkreis: 399 000 Euro im Jahr. Darauf hat der ehemalige „Tagesthemen“-Moderator nun eine klare Antwort: „Man kann das immer weiter treiben mit dem Neid“, erklärte der ehemalige „Tagesthemen“-Moderator am Mittwoch in Köln bei einer Pressekonferenz nach der ARD-Hauptversammlung.“ Mit dieser arroganten Bemerkung, werden Kritiker abgebügelt. Bezahlt werden die Gehälter der Intendanten und Moderatoren – die selbst zum Teil Multimillionäre sind – unter anderen von Geringverdienern. Auch ansonsten lebt der staatliche Rundfunk, wie Gott im Frankreich. Luxushotels und Privatjets gehören selbstverständlich mit dazu.

>>Der Tagesspiegel<<

„Die Intendantinnen und Intendanten der neun ARD-Anstalten treffen sich mehrfach im Jahr, um sich über aktuelle Themen im Senderverbund zu beraten und sie zu entscheiden. Die laufende Tagung findet in Berlin, im „Waldorf Astoria“ statt, was schon der „Checkpoint“ am Montag aufgespießt hatte. Das Waldorf Astoria ist eine sehr feine, sehr teure Fünf-Sterne-Adresse. Gastgeber ist der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), er bezahlt die Rechnung. Die Zwei-Länder-Anstalt verfügt sowohl in Berlin als auch in Potsdam über viel Quartier, aber offensichtlich nicht genug für eine ARD-Hauptversammlung. ARD-Hauptversammlung heißt: Da kommen rund 80 Menschen zusammen, neben den Senderchefs auch die Vertreter der ARD-Gremien, zu denen beispielsweise die Vorsitzenden der Rundfunkräte der neun Sender gehören.“

 

>>Focus<<

„Es gibt also eine Art Zweiklassengesellschaft der Sender, die Öffentlich-Rechtlichen hier, Privatsender Sat1 dort. Und nirgends zeigt sich der Unterschied zwischen den TV-Sendern so deutlich wie bei der Reisegestaltung ihrer Mitarbeiter. Die ARD- und ZDF-Mitarbeiter fliegen im Privat-Jet in Frankreich von Ort zu Ort; als die FAZ zuletzt davon berichtete, kam schnell die Frage auf: Muss das denn sein? Die Entscheidung für diese Luxus-Lösung wurde jedenfalls damit gerechtfertigt, dass sie die wirtschaftlich sinnvollste sei.Sat1-Moderator Matthias Killing twitterte in der Nacht zum Mittwoch ein Video aus einem Kleinbus und sagte unter anderem: „Wir haben ja heute gelernt, dass die Kollegen des ARD-Fernsehens und des Zweiten Deutschen Fernsehens mit dem Privatjet reisen. Wir reisen mit dem Privatbus.“ Dann starten die Mitarbeiter im Bus ein kurzes Gejohle, Fußball-Experte Mirko Slomka, der die Spiele für Sat1 analysiert, sagt spontan: „Bei Sat1 ist es immer kuschelig.“ Aus der letzten Reihe ruft ein Mitarbeiter in Anspielung auf die ARD-und-ZDF-Reisen: „Wir reisen Holzklasse!“

 

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