Rundfunkbeitrag: Wie ein System sich selbst abschafft

Screenshot tiniandynasty.com

Das Niveau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist – von wenigen Ausnahmen mal abgesehen – sehr niedrig. Auch die Unterhaltungssendung bewegen sich auf einer ähnlichen Ebene. Einige Politiker bringen deswegen recht abwegige Vorschläge auf`s Tapet: Pornographie bezahlt von Gebührengeldern soll die Beliebtheit des Staatsfunks steigern. Allerdings,  jenseits dieser recht abwegigen Vorschläge werden die Stimmen – parteiübergreifend – immer lauter, die die Abschaffung oder Reduzierung des Systems fordern.

>>Bild<<

„Die Jungpolitiker stören sich an den „Mainstream-Pornos“, die an Leistungssport erinnerten, bei dem scheinbar immer alles auf Anhieb funktioniere. Juso-Landeschefin Annika Klose (25) meint, dass vor allem die weibliche Lust in den meisten Produktionen zu kurz kommt. „Wenn wir über die Gleichstellung der Frau reden, dann müssen wir auch solche Dinge thematisieren.“ Aha. Das Geld für den Sex-Dreh könnte laut Klose von öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten kommen.“

 

>>Junge Union<<

„Die Junge Union fordert, den Rundfunkbeitrag für Schüler, Auszubildende und Studenten abzuschaffen. Dies beschlossen die Teilnehmer des Deutschlandrates am Wochenende in ihrem Papier zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.“

 

>>Focus<<

„Es ist ein kühner Plan, den die Jungen Liberalen, also die Nachwuchsorganisation der FDP, da präsentieren. Die Julis wollen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk radikal umkrempeln. Sie halten ARD und ZDF für aufgebläht, ineffizient und wenig informativ. … Der Rundfunkbeitrag soll abgeschafft werden.“

 

>>Berliner Zeitung<<

„Nun war die Rundfunkgebühr, die seit einiger Zeit Rundfunkbeitrag heißt, schon immer ein steter Quell für Diskussionen, doch in diesem Jahr ist die öffentliche Stimmung gegen den Rundfunkbeitrag größer geworden. Die AfD forderte zum Beispiel, den Beitrag gleich ganz abzuschaffen, weil er ihrer Meinung nach eine unzulässige „Zwangsfinanzierung“ darstellt. Wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk stattdessen funktionieren und vor allem finanziert werden soll oder ob es ihn aus Sicht der AfD überhaupt braucht, darüber war wenig zu hören. Auch der CSU-Chef Horst Seehofer machte einen Vorschlag, der bei den Sendern nicht so rasend gut ankam. Er fand, dass auch eine einzige Fernsehanstalt die Grundversorgung sicherstellen könne.“

Jenseits verschiedener parteipolitischen Meinungsverschiedenheiten verläuft die eigentliche Front nicht zwischen den Parteien, sondern vielmehr zwischen den Generationen: Besonders junge Politiker können der Rundfunkgebühr wenig abgewinnen – auch wenn sie sich mit ihrer Meinung nicht immer durchsetzen können.

 

Werbung

Loading...
Bild: nordvpn.com
Scroll Up Titel Seiteninhalt