Schiene: Verkehrskorridor Prag-Liberec-Görlitz-Cottbus

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Anders als in West-Deutschland, habe der Osten nach dem Zweiten Weltkrieg Reparationsleistungen an die Sowjetunion leisten müssen, deswegen seien wichtige Schienenverbindungen abgebaut – und bis heute nicht wieder aufgebaut worden. Als Beispiel nannte Woidke die Verbindung zwischen Lübben und Cottbus, die noch immer eingleisig ist, weil ein Teil der Gleise 1948 abgebaut und an die Sowjetunion übergeben wurde.“ Was der Politiker unerwähnt lässt: Seit der Wiedervereinigung wurden viele Strecken ganz stillgelegt und demontiert. Im Zuge der Wiedervereinigung  wurde mit den sogenannten „Aufbau Ost“ eigentlich das Gegenteil versprochen. Die Strecke Bautzen-Hoyerswerda war schon immer Eingleisig und wurde nicht von der Sowjetunion, sondern von der Deutschen Bahn demontiert. Viele weitere Strecken teilen das gleiche Schicksal. Die übrig geblieben Schienenverbindungen, befinden sich in einen bedauernswerten Zustand. Allerdings einige Politiker geben sich mit dem Status-Quo keineswegs zufrieden: Nur leider sind es keine deutschen Politiker.

>>Sächsisch.de<<

„Wir wollen die Schnellbahn Prag-Liberec-Görlitz“ Jaroslav Zámecník ist der neue Oberbürgermeister von Liberec. © Steffen Neumann Jaroslav Zámecník, neue Liberecer OB, spricht über deutsche Ordnung, Sicherheit und Nahverkehr. Von Steffen Neumann 6 Min. Lesedauer Seit dem 20. November ist Jaroslav Zámečník neuer Oberbürgermeister von Liberec (Reichenberg) in Tschechien. Der Spitzenkandidat des Bündnisses Starostové pro Liberecký kraj (Bürgermeister für den Bezirk Liberec) ist aus sächsischer Sicht eine sehr gute Besetzung, denn der studierte Maschinenbauingenieur führte mit einer Unterbrechung von vier Jahren seit 1992 das tschechische Büro der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa. Nach Martin Půta als Bezirkshauptmann ist auch der Oberbürgermeister von Liberec eine Person, die gewohnt ist, grenzüberschreitend zu arbeiten.“

 

>>Radio Prag<<

“ … bleibt die Bahnverbindung zwischen Zittau und Liberec weiter ein Problem. Die Züge pendeln im Stundentakt zwischen beiden Städten, und das auf geneinsamen Auftrag der Kreisverwaltung in Liberec und des deutschen Verkehrsverbundes „Zvon“. Die Strecke führt aber über drei Kilometer auch durch Polen, wo die Schienen in einem katastrophalen Zustand sind. Deswegen schleichen die Züge dort mit Tempo 30.“

Auf Deutschere Seite sieht der Schienenweg mitnichten besser aus. Im Allgemeinen befindet sich die Strecke in einem bemitleidenswerten Zustand und ist eigentlich als stromlose Schienenverbindung in weiten Teilen unbrauchbar. Neben den Personenverkehr reichen die Kapazitäten keinesfalls aus, um nennenswerte Mengen an Güterverkehr darüber zu transportieren. Dabei hätte der Verkehrskorridor Prag-Liberec-Görlitz-Cottbus durchaus Potential und die Lausitz würde damit aus ihrer Randlage in puncto Bahn herauskommen.

 

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