Slawenburg Raddusch: „Lausitz verdankt ihren Namen dem Volk des slawischen Stammes der Lusizi“

Screenshot slawenburg-raddusch.de

Die Lausitz verdankt seinen Namen, dem Volk des slawischen Stammes der Lusizi. Dieses Slawenvolk hinterließ beeindruckte architektonische Denkmale, die leider die Zeiten nicht überdauert haben. Deshalb gibt es einen originalgetreuen Nachbau einer solchen Wehranlagen.

>>Slawenburg Raddusch<<

„Durch die intensiven archäologischen Untersuchungen konnte geklärt werden, dass die slawischen Rundwälle ( 9. / 10. Jh. n. Chr.) in Holzrostkonstruktion erbaut wurden und meist einen umlaufenden Graben besessen hatten. Dieser entstand durch die Entnahme des Erdmaterials zur Auffüllung der Rostkonstruktion. Der Durchmesser der originalen SLAWENBURG RADDUSCH betrug innen 38 m und außen 58 m. Die Burg war von einem ca. 5,5 Meter breiten Sohlgraben umgeben. Durch zwei Tunneltore gelangte man in das Innere des 7 Meter hohen Walls. Im Burghof befanden sich hölzerne Brunnen, von denen einer nahezu 14 Meter tief war. Im Innenhof der Burg wurden Gebäudestrukturen festgestellt. Die zu der Slawenburg Raddusch gehörige Siedlung befand sich in unmittelbarer Nähe vor der Burg, die allerdings heute nicht rekonstruiert werden konnte.“

 

>>Arbeitskreis Lausitzer Museenland<<

„Es wurden nicht nur die Ausgrabungsergebnisse von Raddusch selbst, sondern auch Untersuchungsresultate von Burgen der Niederlausitz, Sachsens und Polens berücksichtigt. Die Konstruktion besteht aus einem hohlen Betonring, der alle nötigen Räume von der Ausstellung bis zur Gaststätte aufnimmt und einer Verkleidung aus Eichenholz und Lehm, um das vermutliche ursprüngliche Äußere zu imitieren. Um die Slawenburg Raddusch herum führt ein Zeitsteg, auf dem die Geschichte der Niederlausitz wortwörtlich erlaufen werden kann. Ein Spielplatz und Landschaftsinseln laden zum Verweilen und Austoben ein.“

 

>>Spreewald Info<<

„In der Slawenburg Raddusch tauchen Sie ein in die Geschichte des slawischen Siedlungsgeschichte des Spreewalds. Die Lausitz verdankt ihren Namen dem Volk des slawischen Stammes der Lusizi, die sich in diesem Gebiet ansiedelten (9./10.Jh.n.Chr.). Sie lebten in Burgwällen, die ihnen gleichzeitig als Wehranlage dienten. Die Slawenburg Raddusch im Spreewald ist eine dieser Befestigungsanlagen und nach aufwändiger Rekonstruktion ist sie nun für Besucher geöffnet. Die Bauarbeiten begannen im August 1999. Heute ist hier in der Slawenburg Raddusch eine der interessantesten Ausstellung im Spreewald zu sehen. Wie wohnten und lebten die Slawen vor einem Jahrtausend? In Bild, Text und archäologischen Fundstücken erfahren Sie mehr über das hier einst angesiedelte Volk.“

 

>>In-Berlin-Brandenburg.com<<

„Aus ferner Vogelperspektive mutet die riesenhafte, kreisrunde Wallkonstruktion in Raddusch bei Vetschau im Spreewald fast wie eine moderne Sportarena an. Doch bei genauerem Augenschein entpuppt sich das imposante Gebilde als ein Bauwerk, das zumindest äußerlich weder aus Stahl, Glas, Beton noch aus Eisen oder Ziegeln gefertigt ist, sondern sich in erster Linie aus Stämmen, Ästen, Lehm und Erde zusammensetzt. Die wehrhafte Burganlage ist zwar ein Neubau, soll jedoch als möglichst originalgetreue Rekonstruktion jene Burg nachbilden, wie sie die Slawen vor über tausend Jahren an selber Stelle erbaut hatten. Sie diente für die in unmittelbarer Nähe lebende Bevölkerung als Fluchtburg vor germanischen Eroberern. … Die Ausstellung „Archäologie in der Niederlausitz“ beschäftigt sich mit der Siedlungsgeschichte der letzten 12.000 Jahre in der Region. Ausstellungsthemen sind etwa „Von der Alt- bis zur Jungsteinzeit“, „Bronze- und frühere Eisenzeit der Lausitzer Kultur“ … Die Radduscher Fliehburg war jedoch nicht die einzige ihrer Art. Im frühen Mittelalter überzogen die Lusizi die Niederlausitz am westlichen Spreewaldrand förmlich mit einem dichten Netz kleiner ringwallförmiger Burganlagen. Als lausitz-typisches Bodendenkmal erinnert die Slawenburg Raddusch somit an eine heute weitgehend verschwundene Kultur.“

 

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