Strukturwandel in der Lausitz: Es zeichnen Parallelen zur Wirtschaft in Simbabwe ab

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Die wirtschaftliche Entwicklung der Lausitz weist sicherlich nicht ganz zu Unrecht gewisse Parallelen zur Wirtschaft von Simbabwe auf. Mitte der 1980er Jahre hat das Land als eines der wirtschaftlich stärksten in ganz Afrika gegolten. Es war wirtschaftlich Betrachtet zu der Zeit etwa auf einer Augenhöhe mit Taiwan oder Südkorea.

Strukturwandel in Simbabwe: Das Armenhaus von Afrika

Natürlich ist der wirtschaftliche Abstieg nicht alleine auf die wirtschaftlichen Sanktionen zurückzuführen. Es dürfte wohl vielmehr eine Mischung aus Korruption, Vetternwirtschaft und vollkommen irrwitzige Ideen einiger Politiker sein. Vergleichbare Parallelen sind auch in der Lausitz zu beobachten. Ein gutes Beispiel hierzu dürfte „#MISSION2038“ sein. Die tieferliegende Idee dahinter: Alle Kohlekraftwerke abzuschalten und die gesamte Volkswirtschaft in eine neue Art von Utopia zu verhandeln.

Strukturwandel: Sinnlose staatliche Förderprogramme schießen wie Pilze aus dem Boden

>>#MISSION2038<<

“ #MISSION2038 – Wir suchen deine Ideen für die Lausitz … Was motiviert junge Menschen, in der Lausitz zu bleiben? … Wünsche und Vorstellungen der jungen Lausitzerinnen und Lausitzer richten und konkrete Projekte mit Ihnen umsetzen.“

#MISSION2038 – Ein weiteres hoch subventioniertes Feigenblatt der Politik

Solche staatlichen Projekte schießen – durch die geschaffene Förderlandschaft – wie Pilze aus dem Boden hinaus. Zu der „#MISSION2038“ liegt sogar ein offizielles Ergebnis vor. Zwar mögen die philosophischen Gedanken der Kinder und Jugendlichen insoweit richtig sein, allerdings dürfte jeden vernünftigen ebenso Menschen klar sein: Damit lässt sich kein einziges funktionierendes Unternehmen aufbauen. Dennoch hat die „#MISSION2038“ ihr Anliegen erfüllt: Ein weiteres hoch subventioniertes Feigenblatt der Politik ist entstanden. Inwieweit Steuergelder dabei aus dem Fenster geworfen oder Missbrauch der Schulpflicht stattgefunden haben mag: Solche Fragen sind in der heutigen Zeit ohnehin vollkommen unerwünscht.

Strukturwandel in der Lausitz: Viele Unternehmen stecken in ernsten Schwierigkeiten und müssen Arbeitsplätze abbauen

In der Zwischenzeit nimmt der Strukturwandel in der Lausitz so richtig Fahrt auf: Viele Unternehmen stecken in ernsten Schwierigkeiten und müssen Arbeitsplätze abbauen.

Abgewickelt: Ehemalige Zuckerfabrik im Mühlberger

>>Niederlausitz Aktuell<<

„Die Zuckerfabrik im Mühlberger Ortsteil Brottewitz (Landkreis Elbe-Elster) soll nach dem Willen des Eigentümers Südzucker AG geschlossen werden.“

„Schokoladenwerk Kathleen macht zu“

>>Sächsisch.de<<

„Schokoladenwerk Kathleen macht zu – „Viele von uns hatten es schon geahnt“, – Wirklich überrascht war man deshalb nicht.“

„Werk in Krieschow bei Cottbus zu schließen“

>>Main-Spitze<<

„Zurzeit drängten Anbieter aus Osteuropa aggressiv auf den Markt, heißt es von Intersnack. Dies sei ein Grund, warum man sich entschlossen habe, das Werk in Krieschow bei Cottbus zu schließen.“

Die Wirtschaftskrise sorgt für eine Pleitewelle

>>Sächsisch.de<<

„Entlassungen bei MS Powertec – Beim Autozulieferer in der Zittauer Weinau wird eine der beiden Produktionslinien abgebaut. … Auch Betriebsleiter Andreas Beckmann schweigt: „Kein Kommentar“, antwortet er auf die Frage, was denn dran sei am Gerücht, dass der Firmenstandort in Zittau geschlossen werden soll.“

Strukturwandel: „Entlassungen bei MS Powertec“

Dabei stehen die echte Entlassungswelle noch bevor: Viele Beschäftigte können sich noch mit Kurzarbeit über Wasser halten. Denn nach dem Auslaufen der staatlichen Förderprogramme dürfte die Wirtschaftskrise so richtig durchschlagen.

„Erst Kurzarbeit – Dann Rausschmiss“

>>T-Online<<

„Erst Kurzarbeit, dann Rausschmiss: Um die Personalkosten zu drücken, stellen sich die Personaler vieler deutscher Firmen auf Entlassungen ein. „Die Personalabteilungen der deutschen Unternehmen bereiten sich auf Entlassungen vor“

„Personalabteilungen der deutschen Unternehmen bereiten sich auf Entlassungen vor“

Viele Unternehmen sind in Wahrheit nicht finanziell gesund, sondern sie gelten als sogenannte Zombieunternehmen und deren Zahl ist im beträchtlichen Maße gestiegen. Diese Firmen können nur durch staatliche Subventionen und andere Maßnahmen am Leben halten. Allerdings sobald die staatlichen Eingriffe nicht mehr greifen, dann sind sie am Ende angelangt. Zu allen Überfluss stellen aber genau diese Zombieunternehmen eine erhebliche Gefahr für vollkommen gesunde Unternehmen dar: Denn wenn so eine erhebliche Anzahl an Firmen in die Pleite rutscht, dann zerstören sie nicht nur Zahlungsflüsse, sondern auch ganze Lieferketten brechen zusammen. Kurzum: Erhebliche Teile der Wirtschaft werden nur durch Gelddrucken am Leben gehalten.

Warum Zombieunternehmen eine Gefahr für gesunde Firmen darstellen

Eine ganz ähnliche Misere hat das Land Simbabwe durchgemacht. Nach dem die völlig verrückten Ideen der Politiker nicht so recht aufgehen wollten und die Probleme immer offensichtlicher wurden: Da fing das Land einfach an munter Geld zu drucken. Folge: Die galoppierende Inflation ließ den „Schein des Geldes“ recht schnell erblassen.

Nach politischen Umbau der Wirtschaft: „In Simbabwe kursieren Geldscheine im Wert von 100 Billionen Simbabwe-Dollar“

>>Welt<<

„In Simbabwe kursieren Geldscheine im Wert von 100 Billionen Simbabwe-Dollar. Das heruntergewirtschaftete Land stampft sie jetzt ein – und zahlt nun offiziell mit der Währung eines fremden Landes.“

Simbabwe: „Das heruntergewirtschaftete Land stampft sie jetzt ein – und zahlt nun offiziell mit der Währung eines fremden Landes“

Der Simbabwe-Dollar hat keinen echten Nennwert mehr, er findet lediglich als „Souvenir“ ein gewisses Interesse bei Sammlern wieder.  Im Land selbst kursieren ausländische Währungen und selbst wenn die Regierung von Simbabwe eine neue „amtliche Währung“ einführen würde: Die Akzeptanz der Bevölkerung dürfte sich in engen Grenzen halten. Aber das hochgesteckte Ziel einer klimagerechten Wirtschaft und Gesellschaft scheint das Land bereits erfolgreich abgeschlossen zu haben. Auch das Bundesministerium für Umwelt scheint daran Gefallen gefunden und hat ähnliche Ziele bereits verkündet: „Das schafft Vertrauen und zeigt Wege auf, wie wir den Umbau zu einer klimagerechten Wirtschaft und Gesellschaft meistern können. Klimaneutralität im Jahr 2050 bedeutet nicht weniger als eine neue industrielle Revolution.

 

–W E R Β U Ν G–

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