Strukturwandel: „In der Lausitz haben sie bereits mehrfach erlebt – Dass es bei einem Strukturbruch keinen Ersatz gibt“

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Hochwertige Ersatzarbeitsplätze in der Lausitz wolle man angeblich für die wegfallenden Arbeitsplätze im Lausitzer Revier schaffen. – So haben zumindest die vollmundigen Versprechen der hohen Politik gelautet. Tatsächlich sind nicht nur die Arbeitsplätze im Braunkohlesektor bedroht, sondern viele Unternehmen finden sich im Zuge der Wirtschaftskrise kurz vor der Insolvenz wieder. Sofern sie nicht schon längst diesem Schritt machen mussten.

Strukturwandel in der Lausitz: Es wird noch viel Schlimmer kommen

Die Versprechen von „Hochwertige Ersatzarbeitsplätze in der Lausitz angesiedelt“ und „Ausgleich für die wegfallende Braunkohleverstromung“ sind bereits an der Realität gescheitert: Auch wenn offizielle Papiere noch immer die Wirklichkeit leugnen. Doch es wird noch viel Schlimmer kommen.

„Ausgleich für die wegfallende Braunkohleverstromung“ – „Hochwertige Ersatzarbeitsplätze in der Lausitz angesiedelt“

>>Zukunftswerkstatt Lausitz (PDF-Datei) <<

„Ein Ziel der regionalen Entwicklung kann sein, einen Ausgleich für die wegfallende Braunkohleverstromung zu finden. Das bedeutet insbesondere, dass hochwertige Ersatzarbeitsplätze in der Lausitz angesiedelt werden und dass eine Kompensation der Steuerausfälle stattfindet.“

Strukturwandel und Wirtschaftskrise in der Lausitz: Die Pleitewelle rollt unaufhörlich

Staatliche Stellen haben solche Gutachten über „Ersatzarbeitsplätze in der Lausitz“ im Auftrag gegeben. Schon aus rechtlicher Sicht sind diese Gutachten reichlich mit Konjunktiven gesegnet: Allerdings sieht die Realität dann doch ganz anders aus.

Strukturwandel: „Entlassungen bei MS Powertec“

>>Sächsisch.de<<

„Entlassungen bei MS Powertec – Beim Autozulieferer in der Zittauer Weinau wird eine der beiden Produktionslinien abgebaut. … Auch Betriebsleiter Andreas Beckmann schweigt: „Kein Kommentar“, antwortet er auf die Frage, was denn dran sei am Gerücht, dass der Firmenstandort in Zittau geschlossen werden soll.“

„Gerücht – Dass der Firmenstandort in Zittau geschlossen werden soll“

Es dürfte vermutlich kein allzu großes Geheimnis sein: Andere Firmen sind ebenso in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten oder sie haben schon längst ihre Türen für immer zugeschlossen. Aber beim Kohlegutachtenrespektive KommissionWachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ – steht etwas ganz anderes drin: Die pleitegegangenen Firmen soll(t)en faktisch beim Strukturwandel helfen. – Kurzum: Diese Unternehmen sollten also sogar neue Arbeitsplätze schaffen. Vieles ruft dabei Erinnerungen an die Wendezeit Anfang der 1990jahre wach.

„In der Lausitz haben sie bereits mehrfach erlebt – Dass es bei einem Strukturbruch keinen Ersatz gibt“

>>Weser Kurier<<

„Man verspricht ihnen Geld, viel Geld sogar, doch in der Lausitz haben sie bereits mehrfach erlebt, dass es bei einem Strukturbruch keinen Ersatz gibt. Da war die Textilindustrie, die der Lausitz ersten Wohlstand bescherte und verschwand. Es gab die Glasindustrie, die kam und ging. Und schließlich trieb es mit dem Zusammenbruch der Braunkohleindustrie nach der Wende 300 000 Menschen fort. Die Bahn ließ in Döbern die Gleise demontieren. Doch der Bahnhof blieb stehen und verfällt seither.“

Strukturwandel im Kleinen: „Die Bahn ließ in Döbern die Gleise demontieren – Doch der Bahnhof blieb stehen und verfällt seither“

Doch anders als bei der Wiedervereinigung kommt jetzt noch eine große Wirtschaftskrise hinzu: Der gewollte Abwicklung des Lausitzer Reviers fällt mit einer ausgewachsenen Wirtschaftskrise zusammen. Das Ausmaß an Unternehmenspleiten und  Arbeitsplatzabbau ist längst noch nicht abschätzbar: Aber die Lausitz dürfte – durch dem Kohleausstieg – darunter doppelt leiden. Am wirtschaftlichen Aufschwung dürfte nicht mal mehr die Bundesregierung glauben, worauf so manche Aussage hindeutet.

Der stets klamme Staat hat sich mal wieder verzockt – „Höheren Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens“

>>Welt<<

„Der Finanzminister will die Reichen zu Kasse bitten. … «Angesichts der vielen Aufgaben, die der Staat jetzt schultert, muss klar sein, dass Leute, die ein paar Hunderttausend Euro verdienen, künftig einen höheren Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens leisten können»

Steuererhöhungen wegen verfehlter Wirtschaftspolitik

Vereinfacht: Der stets klamme Staat hat sich mal wieder verzockt und schon ist eine erneute Steuererhöhung fällig. Die richtig reichen Menschen sitzen entweder im Ausland oder sind als Minister oder Beamter ohnehin von den allermeisten Steuern befreit. In der Praxis wird es also vermutlich ganz anders aussehen: Jeder der noch über etwas Guthaben – im Form von Immobilien oder Sparguthaben – oder halbwegs ein regelmäßiges Einkommen verfügt: Der muss sehr tief in die Tasche greifen. Die angedachten Steuererhöhungen werden die wirtschaftliche Krise nochmal verstärken und noch mehr Bürger und Unternehmen in die Not treiben.

 

–W E R Β U Ν G–

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