Verkehrsinfrastruktur für Panzer – Jugendoffiziere in Schulen – Bundesagentur für Arbeit zum Rekrutieren: Ist alles schon auf Krieg getrimmt?

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NATO-General lästert über „miserables“ deutsches Verkehrssystem – Deutsche Verkehrswege sind mancherorts in keinem guten Zustand.“ – Mit der Aussage ist aber weniger die allgemeine Verkehrsinfrastruktur, sondern mehr die Verwendbarkeit für militärische Operationen gemeint. Denn ein 60-Tonnen-Panzer verlangt beispielsweise eine ganz andere Statik besonders bei Brücken ab.

„NATO-General lästert über „miserables“ deutsches Verkehrssystem“

Auch andernorts ist bereits alles auf Krieg getrimmt. Jugendoffiziere der Bundeswehr gehen in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen ein und aus. Bei der Bundesagentur für Arbeit nimmt die sogenannte „Karriere bei der Bundeswehr“ viel Raum ein. Ganz offen wird dort über die innige Kooperation berichtet.

Verkehrsinfrastruktur für Panzer – Jugendoffiziere in Schulen – Bundesagentur für Arbeit zum Rekrutieren: Ist alles schon auf Krieg getrimmt?

>>Bundeswehr<<

„Die Bundesagentur für Arbeit bringt ihre Kompetenzen im Bereich Weiterbildungsberatung, Arbeitsmarkttransparenz und Integrationsarbeit ein. Dabei entstand eine seit 2014 bestehende Kooperationsvereinbarung, die eine „Win-win-Situation„ für beide Partner zum Vorteil der in den Arbeitsmarkt einzugliedernden SaZSoldatinnen und Soldaten auf Zeit als Ziel hat. … Die 156 Agenturen für Arbeit mit ihren etwa 600 Niederlassungen setzen die Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit unmittelbar vor Ort um. Außerdem haben die Agenturen gemeinsam mit Landkreisen oder kreisfreien Städten 302 Jobcenter eingerichtet. Dazu kommen die Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit mit rund 100 Standorten.“

Warum die Bundesagentur für Arbeit wie eine untergeordnete Behörde der Bundeswehr wirkt

Nach der Wortwahl der Bundeswehr zu urteilen: Die Bundesagentur für Arbeit scheint wohl eine untergeordnete Behörde der Bundeswehr zu sein. Nichtdestoweniger kann die Armee niemals als normaler „Arbeitgeber“ auftreten, was viele Beamte offenkundig schon vergessen haben. Außerdem bleibt bei der engen „Kooperation“ die Frage offen: Was soll das alles noch mit der Landesverteidigung zu tun haben? – Immerhin soll es die einzige Existenzberechtigung der Bundeswehr sein.

Nato-Großübungen: Bundeswehr als Hilfsarmee der US-Streitkräfte?

Zudem führt die Bundeswehr selbst kaum noch Großübungen zur Landesverteidigung durch. Die regelmäßig stattfinden Nato-Großübungen kommen mehr als Aufmarschübungen für das US-Militär daher und die Bundeswehr nimmt dabei praktisch immer die Rolle einer untergeordneten Hilfsarmee ein. Ohnehin gibt innerhalb der Nato ein US-General – manchmal ein US-Admiral – den entscheidenden Ton an: Die gesamte Nato-Struktur ist auf das US-Militär – entsprechend den Supreme Allied Commander Europe – ausgerichtet.

Nato-Großübungen: Westeuropa als Schlachtfeld und Aufmarschgebiet

Die militärische „Handschrift“ der US-Streitkräfte bei den regelmäßig stattfinden Nato-Großübungen ist leicht zu durchschauen. Als potentieller Gegner tritt Russland und manchmal China hervor. Westeuropa soll in diesem Szenario als Schlachtfeld und Aufmarschgebiet fungieren, während das US-Territorium weitestgehend verschont bleiben soll.

Nato-Großübungen: Westeuropa als Kriegsschauplatz und US-Territorium bleibt völlig unbehelligt

Dieses Kriegsszenario dürfte auch ganz das Interesse der USA entsprechen. Schließlich wäre auch ein andere Front – gewissermaßen auf der anderen Seite der Welt – denkbar: Nur rund 85 Kilometer ist die Behringstraße an ihrer schmalsten Stelle breit. Im manchen Winter könnten die US-Panzer theoretisch über die zugefrorene Meeresenge – mit einer nur Tankfüllung – direkt aus der USA nach Russland fahren. Aber solche Überlegungen dürften bei der US-Administration auf wenig Gegenliebe stoßen.

Zugefrorene Behringstraße: US-Panzer könnten im Winter direkt nach Russland fahren

Ein solcher Krieg wäre den amerikanischen Volk wohl kaum zu vermitteln und außerdem möchte die wirtschaftlich-schwankende US-Supermacht ihre eigene Vormachtstellung behalten. Aus diesem Grund muss Westeuropa als Aufmarschgebiet für einem potentiellen Krieg herhalten: Das Kriegsszenario klingt zu weit hergeholt? – Zumindest der passende Nachrichtentext vom Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk ist schon publiziert worden.

Wie ein Nachrichtensprecher des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks schon mal Kriegsberichterstattung probt

>>Der Westen<<

„Moderator Claus Kleber blickte mit einem ernsten Gesicht in die Kamera und verkündete: „Guten Abend, zu Wasser und zu Luft sind heute Nacht amerikanische, deutsche und andere europäische Verbündete unterwegs nach Estland, um die die russischen Verbände zurückzuschlagen, die sich dort wie vor einigen Jahren auf der Krim festgesetzt haben.“ Ein Krieg zwischen Nato-Streitkräften und Russland im Baltikum?“

„Ein Krieg zwischen Nato-Streitkräften und Russland im Baltikum?“

Natürlich ist es keine echte Nachricht, aber die hätte es – nach Ansicht des Moderators – sein können. Der Moderator selbst hat viele Jahre in der USA gelebt und er ist bestens in die hiesigen US-Netzwerke eingebunden. Vermutlich dürfte er in Gedanken mehr US-Staatsbürger als Deutscher sein. Aber zum offenen Krieg muss es gar nicht erst kommen: Durch die ganze Embargo und Sanktionspolitik wird viel wirtschaftlicher Schaden angerichtet und als strahlender Sieger tritt hierbei die USA hervor. Vereinfacht: Die USA spielen die Staaten gegeneinander aus und setzen indirekt die Bundeswehr als Hilfsarmee ein, um die eigene geopolitische US-Vormachtstellung zu behalten.

„China und Europa sollen nicht in die Schlachtfeldfalle der USA tappen“

>>China Internet Information Center<<

„China und Europa sollen nicht in die Schlachtfeldfalle der USA tappen – Der Streit über Xinjiang betreffende Themen gärt weiter. Vor einer vorbestimmten Schlachtfeldfalle der USA sollten aber sowohl China als auch die EU vorsichtig sein, weil ansonsten beiden Seiten verlieren, während die Vereinigten Staaten ihre Hegemonie weiter ausbauen würden.“

„Beiden Seiten verlieren, während die Vereinigten Staaten ihre Hegemonie weiter ausbauen würden“

Dabei dürfte der Streit über Xinjiang nur als Aufhänger-Thema für die eigentliche US-Politik eine Rolle spielen. Denn die eigenen geopolitischen Ziele kann man niemals direkt, sondern nur indirekt über vorgeschobene Themen verfolgen. Irgendwo lässt sich fast immer eine vermeintlich unterdrückte Gruppe oder irgendein benachteiligter Oppositioneller aus dem Hut zaubern. Die ganze neuzeitliche Politik ruft natürlich unwillkürlich Erinnerungen an den Kalten Krieg wacht. Dennoch hat die Politik zu DDR-Zeiten auf diesem Gebiet viel offener agiert, wie die Friedensfahrt bewiesen hat.

Fernsehschrank mit Fernseher: „Ein Kasperletheater für Erwachsene“

>>Das gabs früher nicht: Ein Auslaufmodell zieht Bilanz von Bernd-Lutz Lange (Buch) <<

“ … stand ein Möbelstück, das ich nie vorher gesehen hatte: ein Fernsehschrank. Man öffnete links und rechts eine Tür und sah einen Bildschirm. Mich erinnerte das zunächst an ein Kasperletheater für Erwachsene. Dieser Einschätzung ist bis heute nichts hinzuzufügen. In Augustusburg sah ich in den fünfziger Jahren einen Bericht von der Friedensfahrt. Ein Ereignis, das Kinder wie Erwachsene damals sehr beschäftigte.“

Friedensfahrt: „Das Kinder wie Erwachsene damals sehr beschäftigte“ 

Die Friedensfahrt hat nicht nur Radsportveranstaltung gegolten, sondern sollte vorwiegend eine politische Botschaft sein. Auch die Olof-Palme-Friedensmärsche – benannt nach einem schwedischen Politiker – fanden mit offizieller DDR-Genehmigung statt.

DDR: „Zwischen dem 1. und 18. September 1987 fand der offiziell zugelassene Olof-Palme-Friedensmarsch statt“ 

>>Endspiel Die Revolution von 1989 in der DDR von Ilko-Sascha Kowalczuk (Buch) <<

Zwischen dem 1. und 18. September 1987 fand der offiziell zugelassene Olof-Palme-Friedensmarsch statt. Der schwedische Ministerpräsident war am Abend des 28. Februar 1986 im Zentrum Stockholms auf offener Straße erschossen worden. Mit dem europaweiten Marsch sollte an seinen Vorschlag eines atomwaffenfreien Korridors in Mitteleuropa erinnert werden. … Zum Höhepunkt wurde der von der Aktion Sühnezeichen vorbereitete Pilgerweg über 80 Kilometer zwischen Ravensbrück und Sachsenhausen vom 2. bis 5. September, an dem sich 500 bis 600 Personen, darunter viele Vertreter unabhängiger Gruppen, beteiligten. Sie führten Losungen mit, auf denen sie u.a. unbehelligt forderten «Schwerter zu Pflugscharen», «Sozialer Friedensdienst für Wehrdienstverweigerer», «Friedenserziehung statt Wehrunterricht», «Abrüstung auch in Schule und Kindergarten», … „

„Vorschlag eines atomwaffenfreien Korridors in Mitteleuropa“

Friedenserziehung statt Wehrunterricht“ oder „Abrüstung auch in Schule und Kindergarten“ – Solchen Forderungen würden heutzutage vermutlich als Gewaltaufruf oder gar Umsturzversuch von vielen offiziellen Regierungsvertretern gewertet werden. Zumindest ließen sich solche Forderungen zu DDR-Zeiten noch offen proklamieren, während man sich da heute in keiner falschen Sicherheit wiegen sollte.

 

–W E R Β U Ν G–

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