„Verrucht und verbrecherisch“ – Das schändliche Sexualleben der Päpste (2)

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In der Vergangenheit machten sich Päpste nicht nur verschiedener Verbrechen schuldig, sondern vor allem auch dem Missbrauch von Kindern, dem Inzest und der Unzucht mit Blutsverwandten. Das schändliche und verruchte Triebleben der „Heiligen Väter“ war ein Kaleidoskop von Abartigkeiten und Perversionen.

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Von Guido Grandt

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Im 1. Teil meines Artikels habe ich dafür viele Beispiele genannt. Nachfolgend zeige ich weitere auf.

„Hurensteuer“ und Sodomie

Papst Julius II. (1443-1513), Vater von drei Töchtern, der später an Syphilis erkrankte, kassierte von seinen Huren eine jährliche Steuer von 20 000 bis 30 000 Dukaten. Zeitgenössische Autoren bezeichneten Julius II. als einen „großen Sodomiten“, der junge Männer missbrauchte. Darunter soll sich auch ein deutscher Jüngling befunden haben.

Papst Innozenz VIII. (1432-1492), huldigte unter anderem der Sodomie, hatte acht uneheliche Söhne und ebenso viele uneheliche Töchter.

Papst Pius II. (1405-1464) versicherte, dass „ohne geordnetes Bordellwesen“ die Kirche „nicht existieren“ könne.

Entjungferung und andere „fleischliche Freuden“

Papst Paul III. (1468-1549), Vater von vier Kindern, passte sich der Unmoral seiner Vorgänger an. „Ein Kommentator verzweifelte an der Aufgabe, ‚die vielen ungeheuren und schrecklichen Elternmorde, Diebstähle, Hexereien, verräterischen Taten, Tyranneien, Inzeste und beispiellosen Hurereien dieses Papstes’ aufzuzählen“, erklärt der Publizist Nigel Cawthorne dazu. Dieser „Gotteshirte“ überließ sogar seine eigene Schwester Giulia einem seiner Vorgänger, dem früheren Papst Alexander VI. zur Entjungferung.

Papst Klemens VII. (1478-1573) war „fleischlichen Freuden“ sehr zugetan.

Orgien, Prostituierte und uneheliche Kinder

Papst Julius III. (1487-1555) missbrauchte nicht nur seinen unehelichen Sohn Bertuccino, sondern auch seinen fünfzehnjährigen Adoptivsohn Innocente. Zudem ernannte er hübsche junge Männer zu Kardinälen und soll sich daran ergötzt haben, diese in Orgien beim Analverkehr zu beobachten. Sogar ein Gedicht war ihm gewidmet: „Loblied auf die Sodomie“ von Kardinal della Casa.

Als Papst Pius V. (1504-1572) die Prostituierten aus Rom vertrieb, widersetzte sich der römische Senat; unter anderem mit dem Argument: wenn die Prostituierten auszögen wäre keine anständige Frau mehr vor dem Klerus sicher.

Papst Gregor XIII. (1502-1585) zeugte nicht nur vor, sondern auch während seiner Zeit als Heiliger Vater, zahlreiche uneheliche Kinder.

Über die Vertuschung des hemmungslosen Sexlebens der Päpste

Nigel Cawthorne fasst in Das Sexleben der Päpste – Die Skandalchronik des Vatikans (Köln 1999, S. 7) zusammen: „Nicht wenige Päpste haben es in der Vergangenheit toll getrieben. Viele waren verheiratet. Noch mehr lebten zwar zum Schein im Zölibat, holten aber ihre Mätressen in den Vatikan und schanzten ihren unehelichen Söhnen – oder ‚Neffen’, wie man sie in Kirchenkreisen euphemistisch nannte – hohe Ämter zu.“

Und weiter: „Es gab schwule Päpste, die ihre Lustknaben zu Kardinälen machten, und homo- wie heterosexuelle Päpste, die ein ausgesprochen hemmungsloses Sexleben besaßen. Orgien in den päpstlichen Gemächern waren keine Seltenheit. Ein Papst betrieb im Lateranpalast ein Bordell. Einige besserten ihr Einkommen durch Besteuerung der römischen Huren auf. Andere verkauften dem Klerus Ablässe in Form von einer Sündensteuer, die es den Geistlichen erlaubte, ihre Mätressen zu behalten, sofern sie eine jährliche Gebühr entrichteten. Die katholische Kirche hat sich redliche Mühe gegeben, solche Vorkommnisse zu vertuschen.“

„Die Zöllner und Huren werden eher ins Gottesreich kommen denn ihr“

Bei diesem kurzen Streifzug durch die Geschichte haben wir an nur wenigen Beispielen gesehen, wie sehr sich die Sexuallust und die Triebverbrechen des Klerus – neben vielen anderen Aspekten – auch an der Unzucht mit Blutsverwandten, dem Inzest und dem Missbrauch von Kindern äußerte.

Vielleicht könnte man all die Ausschweifungen und Sexualverbrechen der Kleriker mit den Worten des Apostel Matthäus (21,31) zusammenfassen: „Wahrlich ich sage euch: Die Zöllner und Huren werden eher ins Gottesreich kommen denn ihr.“

 

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