„Versorgung der Bevölkerung mit regionalen Lebensmitteln“ – Prekäre Lage der Landwirtschaft

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Ob in der der Lausitz oder anderen Teilen von Deutschland: Überall sind am viel befahrenen Straßen grüne Kreuze zu sehen. Die gut sichtbaren Mahnzeichen sollen auf die prekäre wirtschaftliche Lage der Landwirtschaft aufmerksam machen. Viele Betriebe mussten deshalb schon aufgeben. Der Protest wurde von Bauer Willi initiiert.

>>Bauer Willi<<

„Ich bin immer noch aufgebracht über das Agrarpaket von BMEL und BMU. Aber als Unternehmer unternehme ich was und verlasse mich nicht darauf, dass andere das für mich machen.

Mein stiller Protest

Das Abfackeln von alten Reifen, einen Treckerkorso oder das Bespritzen von Gebäuden mit Gülle (wie es die Franzosen machen) würde uns sicher nicht das Wohlwollen unserer Mitbürger einbringen. Deshalb habe ich heute auf unserem Feld, an einer vielbefahrenen Bundesstraße, ein grünes Kreuz aufgestellt. Quasi als stiller Protest. Täglich fahren daran mehrere tausend Fahrzeuge vorbei. Unsere Mitbürger werden es sehen, und sich fragen, was das soll. Die Idee dahinter: euch zu motivieren, auch grüne Kreuze aufzustellen.

Die Wirkung

Stellt euch einfach mal vor, dass im Verlauf der nächsten Tage und Wochen überall in Deutschland grüne Kreuze stehen! Auf euren Feldern, entlang von Straßen, Gehwegen oder Radwegen. Rund um die Dörfer oder in den Orten und Städten, am Bahnhof oder vor dem Supermarkt. Überall dort, wo viele Menschen vorbeikommen. Irgendwann wird das auch den Medien auffallen und sie werden anfangen zu fragen. Den Bauern, den Bürgermeister oder auch Verbände. Wir Bauern werden den Journalisten sagen, dass es Mahn-Kreuze sind, die auf die Folgen des Agrar-Paket und die allgemeine Lage der Landwirtschaft hinweisen. Wir werden ihnen erzählen, dass dieses „Agrarpaket“ (?) nicht nur die Existenz unserer Betriebe gefährdet, sondern auch die Versorgung der Bevölkerung mit regionalen Lebensmitteln. Ich habe das ja im Artikel von Freitag ausführlich beschrieben. Und ich habe mir auch einen Text einfallen lassen, den ihr gerne an eure Nachbarn, an Journalisten oder den Bürgermeister weitergeben dürft.

Was ihr tun könnt

Das alles wird nur funktionieren, wenn viele mitmachen. Gebt diese Informationen deshalb auch an die weiter, die nicht im Internet unterwegs sind. Überzeugt sie, mitzumachen. Was ihr braucht sind: zwei Bretter, etwas grüne Farbe (egal ob John Deere, Fendt oder Claas ) und ein paar Schrauben. Das müsste doch auf jedem Hof zu finden sein. (und ist steuerlich absetzbar…(Ironie) ) Heute und am Wochenende findet ihr vielleicht eine halbe Stunde Zeit und die passenden Bretter. Und wenn ihr gerade in der Mais-Ernte seid, macht ihr es halt danach.

Ihr findet das lächerlich, albern oder primitiv? Ein Zeichen von Hilflosigkeit? Auch gut, dann feiert weiter euer Selbstmitleid, schimpft weiter über die Politiker, die Medien oder die bösen NGO. Wer jetzt noch nicht den Knall gehört hat, soll brav zusehen, wie die deutsche Landwirtschaft abgewickelt wird. Es ist Zeit zu handeln. Jetzt.

Dieser Artikel wurde um 5 vor 12 veröffentlicht.

Euer Bauer Willi“

 

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