Warum der Goldkauf staatlich reguliert wird

Screenshot vimeo.com

Für den Kauf von Gold ist eine staatlich Registrierung nötig. Dies bedeutet: Die Behörden wissen, welche Person wieviel von den glänzenden Edelmetall besitzt. Die Begründung für diese Datensammelei sind die üblichen unredlichen Floskeln: Es geht um die Bekämpfung von schweren Straftaten und Geldwäsche. Doch in Wahrheit dürfte es um etwas ganz anderes gehen, aber diese Tatsache kann man wohl kaum der Bevölkerung zumuten.

>>Handelsblatt<<

„Aktuell halten Notenbanken ein Achtel ihrer Währungsreserven in Gold. Russland und Indien haben ihre Quoten in diese Richtung erhöht. Wollten China, Brasilien und Südkorea auch dorthin, müssten sie gut 300 Millionen Unzen kaufen – das entspricht 3,5 Jahresproduktionen der Goldminen. Während sich China aus der heimischen Produktion bedienen könnte – und dies vermutlich auch schon macht, ohne Details zu veröffentlichen –, müssten die meisten anderen Länder am freien Markt kaufen.“

 

>>Wirtschaftswoche<<

„Seit Generationen hat sich Gold als Versicherung gegen größere Finanzunfälle bewährt. Für viele Anleger gilt daher: Gold verkauft man nicht, Gold wird vererbt. … Gold bringt zwar keine Zinsen, verliert aber nicht schleichend an Gewicht. Ein Kilobarren wiegt auch nach einem Jahr noch 1000 Gramm. … Auf lange Sicht könnte die Inflation trotzdem zum dominierenden Thema werden. Anders als Gold, das vor allem gehortet wird, wird Silber in größeren Mengen in der Industrie verarbeitet. Deshalb reagiert der Silberpreis sensibler auf Veränderungen des allgemeinen Preisniveaus. Silber gilt darum als klassisches Inflationsmetall.“

 

>>Focus Money<<

„Hartmann: Die letzten Jahre waren nicht berauschend, und auch vor 2000 hat sich Gold nicht aufgedrängt. Aber seitdem hat alles gegenüber Gold verloren – von Aktien bis Immobilien. Trotzdem reden alle immer nur über die Korrektur.“

„Vitye: Fiat­Geld wertet gegenüber Gold langfristig klar ab – egal, ob Euro, US ­Dollar oder Yen. Gold gilt ja als Stein. Wenn man ihn lange genug aufbewahrt und poliert, dann wird er eben zum Spiegel, der die Schwäche der Währungen zeigt. Und dass jetzt Gold auch noch in US­ Dollar angesprungen ist, das war der finale Ausbruch.“

„Es muss nicht immer das große Krisenszenario sein, damit Gold als Beimischung attraktiv wirkt. Gerade in der heutigen Zeit extrem niedriger Zinsen und der Gefahr aufkeimender Inflation ist Gold als Portfolio-Baustein nicht wegzudiskutieren. Denn Staatsanleihen mit hoher Bonität, die vermeintlich sichere Anlageart, vernichten bei steigenden Zinsen – und die Zinsen dürften bei anziehender Inflation steigen – Vermögen. Immerhin sinkt die Notierung der Anleihe, wenn die Zinsen zulegen. Wer also heute Anleihen mit negativen Renditen kauft, braucht Glück, dass ihm später einmal jemand die Anleihe zu einem höheren Kurs abnimmt. Bei steigenden Zinsen sollte daher lieber in Gold getauscht werden. Dabei reicht auf Grund der unterschiedlichen Größe der Märkte, dass nur ein Bruchteil des weltweiten Vermögens von Anleihen in Gold umgeschichtet wird, um den Goldpreis stark nach oben zu katapultieren.“

 

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„In unsicheren Zeiten wie diesen ist der physische Besitz der beiden klassischen »Geldmetalle« Gold und Silber essentiell als Lebensversicherung für Ihr Vermögen gegen Krisen, wirtschaftliche und gesellschaftliche Verwerfungen sowie Inflation. Damit verfügt man über zwei altbewährte und global akzeptierte Sachwerte zur Vermögenssicherung. Zusätzlich kann man sich mit Silber vor einem möglichen Goldverbot, welches in der Vergangenheit zum Beispiel in den USA, Russland und China praktiziert wurde, schützen. Aufgrund des niedrigeren Kaufpreises von Silbermünzen ist Silber im Notfall zudem besser als Gold zur Deckung des täglichen Bedarfs an Lebensmitteln und Gebrauchsgütern geeignet.“

Ein striktes Goldverbot braucht natürlich auch einen subtilen Vorlauf: Japan hat die Steuern auf den Import von Gold erhöht, seit dem steigt der illegale Schmuggel. Zweifelsfrei ist die Steuer dennoch sehr gering und es dürfte wohl nur die allerwenigsten ermuntern das Risiko einzugehen: Vielmehr dürfte es – ähnlich wie hierzulande – um die Registrierung von Gold gehen.

>>Goldhaus Paßora<< 

„Das Geldwäschegesetz ist die gesetzliche Grundlage, die den Goldkauf mit oder ohne Registrierung regelt. Es dient dazu, um zum Beispiel Gewinne aus schweren Straftaten besser aufspüren und offenlegen zu können. Nach dem Geldwäschegesetz müssen sich alle Personen, die mit Gütern gewerblich handeln, an die Regeln des Gesetzes halten.“

Die Begründung der Regierung ist unglaubwürdig: Die Grenzen sind praktisch ungeschützt und vollkommen unkontrolliert, ebenso blüht das Geschäft mit den Steueroasen. Besonders Letzteres, nutzt die organisierte Kriminalität in hohen Maße. Gleiches gilt für die Bekämpfung von schweren Straftaten. Demzufolge findet Geldwäsche und organisierte Kriminalität im großen Stil statt und dafür nutzt man ein Geflecht von undurchsichtigen Firmenkonstruktionen. Gold spielt dabei kaum eine Rolle. Jedoch hinter der Regulierung und den illegalen Schmuggel von Edelmetallen dürfte vielmehr das verlorene Vertrauen in den klassischen Staatswährungen liegen. Allerdings diese Begründung, kann die Regierung den Bürgern für die Regulierung von Gold und anderen Edelmetallen wohl kaum zumuten.

 

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