Warum die Renten in Österreich viel höher sind

Screenshot vimeo.com

Während hierzulande Schrittweise die Rente immer geringer wird, geht es den österreichischen Rentnern finanziell erheblich besser und das ist kein Zufall.

>>Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft<<

„Zur „Sicherung der bundesweiten Versorgung mit Presseerzeugnissen für alle Haushalte“ soll demnach der Rentenbeitrag für Zeitungszusteller rückwirkend ab 1. Januar 2018 für zunächst fünf Jahre „von 15 auf 5 Prozent abgesenkt“ werden. Damit würden die ohnehin geringen Rentenansprüche der Betroffenen nochmals deutlich reduziert. Zudem müssten sie – sofern sie bereits rentenversicherungspflichtig waren und dies auch bleiben wollen – künftig 13,6 statt bisher 3,6 Prozent ihres Verdiensts aus eigener Tasche aufbringen. Nicht nur, dass die Zeitungszusteller noch nicht den geregelten Mindestlohn erhalten, sollen sie demnach auch noch weniger Rente bekommen und der Arbeitgeber bekommt einen Ausgleich für den Mindestlohn, den er bezahlen muss.“

 

>>Focus<<

„Schon jetzt bessern fast eine Million Rentner in Deutschland ihr Einkommen durch einen Minijob auf: Ende 2015 gingen gut 943.000 Senioren ab 65 Jahren einer geringfügigen Beschäftigung bis 450 Euro im Monat nach. Die Zahl dieser Senioren sei damit seit 2010 um 22 Prozent und im Vergleich zu 2005 sogar um 35 Prozent gestiegen, wie Daten des Bundesarbeitsministeriums Ende August zeigten. Im Zeitraum 2005 bis 2014/2015 stieg der Anteil der Senioren ab 65 an der Gesamtbevölkerung um 7,7 Prozent auf gut 17 Millionen Menschen. „Das Problem der Altersarmut verschärft sich weiter und muss endlich gelöst werden“, erklärte die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Ulrike Mascher, dazu. So müsse „die Talfahrt des Rentenniveaus gestoppt werden. Auch müssen die sozial ungerechten Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten endlich abgeschafft werden.“

>>Münchner Merkur<<

„Für Sahra Wagenknecht ist die Sache eindeutig. „Brauchen Rente wie in Österreich, wo Durchschnittsrentner 800 Euro mehr im Monat erhält als in Deutschland“, fordert die Linke-Fraktionschefin in feinstem Twitter-Deutsch auf ebendiesem Internet-Portal. Und Wagenknecht steht damit nicht alleine. Auch eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung kam zu dem Schluss, dass Deutschland in Sachen Rentensystem durchaus vom kleinen Nachbarn lernen könne. … Für die derzeitigen Rentner in der Alpenrepublik auf jeden Fall. „An der Grundaussage – in Österreich werden höhere Renten gezahlt – ist was dran“, sagt Reinhold Thiede von der Deutschen Rentenversicherung, Geschäftsbereich Forschung und Entwicklung. Die Zahlen sind eindeutig: Bei 1231 Euro liegt die monatliche Durchschnittsrente in der Alpenrepublik. Rechnet man ein, dass sie zudem 14 Mal ausbezahlt wird, kommt man sogar auf 1436 Euro. Dem gegenüber stehen in Deutschland nur 909 Euro. Zudem gibt es – anders als in Deutschland – eine Mindestrente.“

Der Grund warum in Österreich die Renten wesentlich höher sind als hierzulande liegt in daran: Das keine nennenswerte Rentenreformen in den südlichen Nachbarland stattfanden. Erst die zahlreichen Reformen seit dem 1990er Jahren haben die Renten in Deutschland signifikant sinken lassen und dieser Abstieg wird sich in den nächsten Jahren weiter fortsetzen.

 

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