Warum die Wissenschaft im 17. Jahrhundert mehr Freiheiten in der Forschungen hatte

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Im Deutschen Museum kann heute noch ein technisches Wunderwerk – aus dem 17. Jahrhundert – besichtigt werden: Die Magdeburger Halbkugeln. Damals herrschte die etablierte-wissenschaftliche Ansicht vor: Das sowohl keine Atmosphäre, also auch kein Luftdruck existieren würde: Ein Experiment bewies aber das Gegenteil.

„Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei“ – Auch in der Realität?

Die Magdeburger Halbkugeln legen aber zugleich Zeugnis davon ab: Die Wissenschaft im 17. Jahrhundert hatte wesentlich mehr Freiheiten in der Forschung. Zurück in der Gegenwart: Wissenschaftler mit unbequemen Forschungsergebnissen werden nicht selten einfach gefeuert: Die Universitäten beugen sich meistens den politischen Druck und eine inhaltliche Auseinandersetzung wird tunlichst vermieden. Der Satz im Grundgesetz: „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei“ – scheint nicht mehr als eine inhaltsleere Metapher zu sein.

„Eisbären seien vom Aussterben bedroht – Sprechen die Zahlen eine andere Sprache“

>>Ludwig von Mises Institut Deutschland<<

„Während es nicht an Schlagzeilen mangelt, in denen erklärt wird, Eisbären seien vom Aussterben bedroht, sprechen die Zahlen eine andere Sprache. Daten von Naturschutzverbänden und der Regierung zeigen, dass die Eisbärenpopulation etwa fünfmal so groß ist wie in den 1950er Jahren und drei- oder viermal so groß wie in den 1970er Jahren, als Eisbären durch ein internationales Abkommen geschützt wurden.“

„Die Eisbärenpopulation etwa fünfmal so groß ist wie in den 1950er Jahren“

Die Eisbären haben sich mit hoher Wahrscheinlichkeit deswegen so stark vermehrt, weil praktisch keine Jagd auf sie mehr stattfindet. Natürlich sprechen die nackten Zahlen der lebenden Eisbären eine andere Sprache: Als die Verlautbarungen der meisten Presseartikel. Die Zoologin Susan J. Crockford hatte sich lange mit der Thematik – rund um die Eisbären – beschäftigt und kam zu völlig anderen Ergebnissen: Daraufhin musste sie ihren „Stuhl“ räumen.

„Susan Crockford – Zoologin aus Kanada“ – „Von der Universität of Victoria entlassen“

>>Presseportal.de<<

„Im Netz macht die Behauptung die Runde, es gebe eine «Geburtenexplosion bei Eisbären». Susan Crockford, Zoologin aus Kanada, habe mit dieser Entdeckung den «Klimawandel widerlegt» und sei deshalb von der Universität of Victoria entlassen worden.“

Ein kritischer wissenschaftlicher Diskurs findet nicht mehr statt

Fachlich hat sich kaum jemand die Mühe gemacht: Die Angaben von der Zoologin Susan J. Crockford zu widerlegen. Das Muster innerhalb der Wissenschaft taucht auch bei anderen Personen auf.

„Auswirkungen der Sonnenaktivität auf das Erdklima“

>>Welt der Physik<<

„Die neuen Forschungsergebnisse helfen auch, die indirekten Auswirkungen der Sonnenaktivität auf das Erdklima genauer abzuschätzen. Denn in Zeiten schwacher Sonnenaktivität gelangt aufgrund der schwächeren Magnetfelder mehr kosmische Strahlung bis zur Erde – mehr Wolken entstehen und das Erdklima kühlt sich ab. Umgekehrt führt eine starke Sonnenaktivität zu geringerer Wolkenbildung und folglich einer Erwärmung.“

„Führt eine starke Sonnenaktivität zu geringerer Wolkenbildung und folglich einer Erwärmung“

Die Auswirkungen der Sonnenaktivität auf das Erdklima hat im wesentlichen der Wissenschaftler Henrik Svensmark untersucht. Er „galt“ als die Koryphäe unter dem Wissenschaftlern.

Henrik Svensmark: „Führenden Forscher auf dem Gebiet der Wolkenbildung und der kosmischen Strahlung“

>>Welt<<

„Henrik Svensmark ist einer der weltweit führenden Forscher auf dem Gebiet der Wolkenbildung und der kosmischen Strahlung: Er ist einem Phänomen auf die Spur gekommen, das die Temperatur der Erde stärker beeinflussen soll als Treibhausgase.“

Lustration: Missliebige Forscher werden entlassen

Das Schicksal von Henrik Svensmark ist nahezu Deckungsgleich: Mit der Zoologin Susan J. Crockford. Er wurde kurzerhand aus der wissenschaftlichen Gemeinde entfernt. Auch hier hat sich niemand die Mühe gemacht, seine wissenschaftliche Arbeit zu widerlegen.

Entlassene Wissenschaftler: Eine moderne Form der Inquisition

Mit solchen Methoden schafft sich die Wissenschaft auf lange Sicht selbst ab: Kritische Debatten über politisch brisante Themen finden überhaupt nicht mehr statt. Natürlich vergiftet die Stimmung den ganzen wissenschaftlichen Betrieb: Kaum ein Wissenschaftler traut sich noch ein kritisches Wort zu sagen, wenn das Entlassungsschreiben bereits drohend in der Schublade liegt. Eine moderne Form der Inquisition.

Universitäten liefern ein unwürdiges Schauspiel ab

Auch die Universitäten geben bei dem Schauspiel ein unrühmliches Bild ab: Statt sich schützend vor ihre Wissenschaftler zu stellen, wirken sie häufig beim Rausschmiss aktiv mit. Der Freiheit der Forschung ist beinahe in jeden entwickelten Land der Welt – formal – geschützt: Doch die Umsetzung lässt sehr zu Wünschen übrig.

17. Jahrhundert – Otto von Guericke: Konnte sich noch gegen die herrschende Meinung stellen

Ganz anders die Situation im 17. Jahrhundert: Otto von Guericke – praktisch der Erfinder des Luftdrucks – verstand es auch seine wissenschaftliche Forschung populär darzustellen. Er war somit wohl auch der Begründer der Populärwissenschaftauch wenn es das Wort damals noch nicht gab. Bei einer Inszenierung – die seines Gleichen – zur damaligen Zeit sucht: Schafften es nicht mal 30 Pferde – die beiden Halbkugeln – auseinander zu ziehen, die nur mit Vakuum zusammengehalten wurden. Damit stellte er sich gegen die etablierte wissenschaftliche Ansicht seiner Zeit, was offenkundig kein Problem war.

 

–W E R Β U Ν G–

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